Sparbrief

Der Sparbrief ist eine Form der Geld- und Vermögensanlage bei Banken und stellt eine Alternative zum traditionellen Kontensparen dar. Hier nimmt er eine Zwischenstellung zwischen Spareinlagen auf Konten und börsenfähigen festverzinslichen Wertpapieren ein.

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Grundsätzlich sind Sparbriefe festverzinsliche Namensschuldverschreibungen (Rektapapiere), d.h. sie werden auf den Namen des Gläubigers ausgestellt, mit einer Laufzeit ab 1 Jahr. Man unterschiedet 4 Arten:

1. Normalverzinsliche Sparbriefe

- Ausgabe zum Nennwert (zu 100 % = zu pari)
- laufende Zinszahlung (üblicherweise jährlich nachträglich zum 31.12. eines Jahres)
- jährliche Versteuerung der Zinsen (sofern keine Zinsfreistellung vorliegt)
- Rückzahlung bei Fälligkeit zum Nennwert

2. Abgezinste Sparbriefe (Abzinsungssparbrief)

- Ausgabe zum Barwert (unter pari)
-> Nennwert abzüglich der Zinsen und Zinseszinsen für die gesamte Laufzeit
- keine laufende Zinszahlung, da einmalige Ausschüttung bei Fälligkeit der Anlage
- einmalige Versteuerung der gesamten Zinsen bei Auszahlung am Ende der Laufzeit
- Rückzahlung zum Nennwert

3. Aufgezinste Sparbriefe (Aufzinsungssparbrief)

- Ausgabe zum Nennwert
- keine laufende Zinszahlung
- Rückzahlung zum Nennwert zuzüglich Zinsen und Zinseszinsen für gesamte Laufzeit (über pari)
- einmalige Versteuerung der gesamten Zinsen bei Auszahlung am Ende der Laufzeit

4. Tilgungssparbriefe

- Ausstattung wie bei normalverzinslichen Sparbriefen
- Rückzahlung in gleich bleibenden Raten -> Tilgungsbeginn frühestens 1 Jahr nach Anlagebeginn

Sparbriefe können nicht vor Fälligkeit zurückgegeben werden. Die Übertragung auf Dritte kann ausschließlich durch eine Abtretung erfolgen. Hierbei sollte ein Abtretungsvertrag geschlossen werden und die Übergabe der Urkunde erfolgen.

Da es kein Börsenhandel gibt, hat man bei Sparbriefen auch kein Kursrisiko zu befürchten. Allerdings sind sie aus diesem Grund auch weniger liquide.

Die Vorteile für den Anleger liegen darin, dass er sein Vermögen zinsbringend und zu höheren Konditionen als bei Spareinlagen anlegen kann. Er sichert sich feste Zinsen, ohne Verwaltungskosten wie bei Wertpapieren etc. ausgeben zu müssen.

Die Kreditinstitute beschaffen sich durch solche Anlageformen mittel- und langfristiges Kapital.

 
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