Online bezahlen

Online bezahlen können Sie mithilfe von verschiedenen Systemen. Grundsätzlich benötigen Sie aber erst einmal einige Voraussetzungen. Im Folgenden werden zudem einige Vor- und Nachteile gegenüber dem Barzahlen zusammengefasst. 

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Voraussetzungen für das Bezahlen im Internet

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Es klingt banal, aber um eine Online-Transaktion durchführen zu können, benötigen Sie erst einmal ein Gerät und einen Internet-Zugang. Ersteres kann ein PC, Laptop, Smartphone, Tablet, Wearable (Smartwatch, o.Ä.) oder ein anderes Gerät sein. Auch beim Zugang zum Internet können Sie auf einen Kabel-Anschluss, Wlan, Tethering usw. zurückgreifen. In der Regel benötigen Sie zudem ein Konto bei einer Bank und einen Zugang zum Online-Banking.

Verfahren

Mit den folgenden Verfahren bzw. Systemen können Sie online bezahlen (Auswahl):

- Rechnung
- Überweisung
- Kreditkarte
- Lastschrift
- Nachnahme
- Vorkasse
- PayPal
- Giropay
- Sofortüberweisung
- Paydirekt
- Barzahlen
- Gutscheinkarten

Vor- und Nachteile

All die genannten Lösungen haben einige Vor- und Nachteile gegenüber dem Bargeld. Im Folgenden finden Sie eine Zusammenstellung der jeweiligen Argumente.

Vorteile

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Das Vermeiden von Bargeld spielt gerade bei großen Summen eine wichtige Rolle. Haben Sie gern mehrere tausend Euro in bar in der Tasche, wenn Sie ein Auto kaufen wollen? In diesem Fall ist die Überweisung oder das Lastschriftverfahren sicherer und bequemer. Denn damit wird auch die Gefahr eines Raubes oder anderweitigen Verlustes des Geldes gebannt.

Hinzu kommt, dass die deutsche Bundesregierung eine Obergrenze von Barzahlungen plant. Damit sollen Geldwäsche und Korruption bekämpft werden. Der Vorschlag stammt von der SPD, welche ein entsprechendes Papier verabschiedet hat. Das Bundesfinanzministerium griff diese Idee auf und hat eine Grenze von 5.000 Euro ins Gespräch gebracht. Das heißt, dass Sie unter Umständen maximal 5.000 Euro in bar bezahlen dürfen. Für höhere Summen müssen Sie auf andere Zahlungsmittel, wie Kartenzahlung oder Überweisung zurückgreifen.

Zahlen Sie online, können Sie immer passend bezahlen. Damit entfällt die lange und nervige Suche nach Kleingeld. Sie ersparen sich Stress und auch Umwege für das Abheben von Bargeld. Denn nicht immer ist ein Geldautomat um die Ecke. Außerdem zahlen Sie teilweise Gebühren für das Abheben von Bargeld. Im Alltag wiederum kommen Sie hin und wieder unwissentlich mit Falschgeld in Berührung. Online kann Ihnen das nicht passieren.

online-internet

Im Internet können Sie rund um die Uhr bezahlen, ganz anders als im stationären Handel. Dort müssen Sie sich an Öffnungszeiten halten und in der Schlange stehen. Online haben Sie zudem meist eine große Auswahl an Zahlungsverfahren: Sie können in der Regel zwischen Rechnung, Überweisung, Lastschrift usw. wählen. Im Laden können Sie oft nur die Bar- und Kartenzahlung nutzen.

Online-Zahlungen sind nicht nur für Sie kontrollierbar und nachvollziehbar. Sie können Transaktionen auf Jahre zurückverfolgen. Genauso freut sich das Finanzministerium über transparente Zahlungen. Denn haushaltsnahe Dienstleistungen können Sie zum Beispiel nur bei Ihrer Einkommenssteuererklärung angeben, wenn Sie diese nicht bar, sondern per Überweisung o.Ä. bezahlt haben.

Taschendiebe und Räuber können Sie in der Realität zwar nicht wirklich umgehen. Sie können ihnen aber zumindest ein Schnippchen schlagen, indem Sie nicht um die hundert Euro in der Geldbörse haben, wie die meisten anderen Deutschen. Ganz ohne Bargeld oder auch nur mit ein paar Euro Beute dürfte sich die Aktion für den Täter nicht wirklich lohnen. Denn viele Karten lassen sich schnell sperren und werden nach einem Verlust damit unbrauchbar. 

Nachteile

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Auf der anderen Seite setzen Sie sich im Internet ebenso Kriminellen aus. Denn online gibt es auf einen Schlag mehr zu holen als in einer Brieftasche. Daher sollten Sie unter anderem immer auf die Verschlüsselung beim Bezahlen im Internet achten. Vor der URL sollte ein Vorhängeschloss abgebildet sein und die Adresse sollte mit https beginnen. Das S steht in diesem Fall für mehr Sicherheit. Zudem sollten Sie Ihr Betriebssystem und Ihre Software auf dem aktuellen Stand halten, um Betrügern so wenig Chancen wie möglich zu geben.

Teilweise können Sie sich aber noch so gut schützen. Wenn die Angreifer überlegen sind, haben Sie keine Chance. Denn immer wieder nutzen Hacker Programmierfehler oder andere Einfallstüren aus, um online Geld zu erbeuten. Teilweise liegen Ihre Daten zudem auf Servern in den USA, wo andere Gesetze gelten. In Deutschland gilt zum Beispiel der Einlagenschutz für Einlagen bis zu 100.000 Euro.

Bezahlen Sie online, hinterlassen Sie meist Spuren. Ihr Verhalten im Internet ist nicht anonym, sondern kann zurückverfolgt werden. Wollen Sie anonym zahlen, sollten Sie stattdessen auf Bargeld zurückgreifen. Sie können aber beides verbinden, indem Sie zum Beispiel barzahlen.de nutzen. Mithilfe dieses Anbieters können Sie viele Rechnungen auch in tausenden Handelsfilialen in bar begleichen.

Die Auswahl bei den Online-Bezahlverfahren ist zwar meist groß, aber teilweise auch unübersichtlich. Denn jeder Online-Shop entscheidet selbst über das Angebot an Bezahlverfahren. In Deutschland müssen die Händler mindestens ein Verfahren kostenlos anbieten. Für die anderen müssen Sie unter Umständen Gebühren zahlen. Teilweise können Sie also gezwungen sein, extra fürs Bezahlen zu blechen.

Nicht vergessen sollten Sie zudem die drohende Gefahr der Verschuldung – vor allem bei der Nutzung von Kreditkarten. Bei diesem Verfahren erhalten Sie die Abrechnung meist erst am Ende des Monats. Bis dahin müssen Sie selbst den Überblick über all Ihre Ausgaben wahren, sonst drohen hohe Dispo- und Überziehungszinsen.

Auswahl an Verfahren für Online-Zahlungen

Giropay

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Giropay ist ein Online-Bezahlverfahren von Teilen der deutschen Kreditwirtschaft, das auf dem Online-Banking basiert. Es wurde 2005 von der Postbank, der Sparkassen-Finanzgruppe und der genossenschaftlichen Finanzgruppe gegründet. Inzwischen beteiligen sich 1.500 Banken und Sparkassen an Giropay. Dazu gehören unter anderem die Sparkassen, die Postbank, die Volksbanken und Raiffeisenbanken, comdirect, die Deutsche Kreditbank (DKB) und einige Regionalbanken. Giropay steht insgesamt mehr als 35 Millionen Online-Banking-Kunden in Deutschland zur Verfügung. Dafür müssen Sie sich nicht gesondert registrieren. Bei einer Giropay-Überweisung werden die Rechnungsdaten automatisch ausgefüllt, was Ihnen Zeit spart.

Das System lässt Sie im Online-Handel mit Ihren "normalen" Login-Daten und TANs ähnlich wie beim Online-Banking bezahlen. Das Verfahren funktioniert per PC, Tablet und Smartphone. Sie wählen zuerst Ihre Bank aus, melden sich an und geben die Zahlung frei. Sensible Daten werden dabei ausschließlich zwischen Ihnen und der Bank ausgetauscht. Weder der Händler, noch ein anderer Dritter gelangt an Ihre persönlichen Konto- und Umsatzinformationen. Sie müssen in der Regel nicht für die Verwendung von Giropay zahlen. Höchstens der Online-Shop kann Gebühren dafür verlangen. Es ist aber keine zusätzliche Software erforderlich.

Seit April 2016 ist bei kleinen Beträgen bis 30 Euro nicht einmal eine TAN nötig. Daneben bietet Giropay auch eine Altersverifikation im Internet namens Giropay-ID. Damit können Sie gegenüber dem Händler nachweisen, dass Sie mindestens 18 Jahre alt sind. Inzwischen hat sich die Bezahl- und Verifikations-Lösung etabliert. Auch weil das System auf die SSL-Verschlüsselung baut, wodurch die URL mit "https" beginnt (siehe oben).

Kunden und Händler profitieren von der Zahlungsgarantie, da die Produkte schnell verschickt werden können bzw. bei digitalen Gütern, wie zum Beispiel Musik und Filmen, sofort verfügbar sind. Auch Rechnungen können Sie mit wenigen Klicks bezahlen. Der Schutz vor einem Zahlungsausfall liegt bei bis zu 10.000 Euro pro Transaktion. Giropay wird von Händlern wie redcoon, Deutsche Post eFILALE oder CTS Eventim unterstützt.

Sofortüberweisung

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Sofortüberweisung ist ein Online-Bezahlverfahren, das von der SOFORT GmbH aus Gauting bei München betrieben wird. Das System ähnelt Giropay – mehr zu den Gemeinsamkeiten und Unterschieden siehe unten. Sofortüberweisung greift für das Bezahlen im Internet auf das Verfahren des Online-Bankings zurück. Sie benötigen dafür keine zusätzliche Software und müssen sich dafür auch nicht gesondert registrieren. Die einzige Voraussetzung ist ein onlinefähiges Girokonto.

Ablauf

Sie loggen sich während des Checkouts bei dem Online-Shop Ihrer Wahl mit den Daten Ihrer Bank oder Sparkasse ein. Die Zahlungsinformationen, wie zum Beispiel der Empfänger, der Betrag sowie der Verwendungszweck, werden automatisch in das Formular übernommen und eingetragen. Die Überweisung wird mit der Eingabe einer TAN abgeschlossen. Online-Shops erhalten sofort die Zahlungsbestätigung und können das Produkt oder die Dienstleistung auch gleich ausliefern. Sofortüberweisung arbeitet eigenen Angaben zufolge mit über 35.000 Online-Shops zusammen und verlangt von Ihnen keine Gebühren für die Nutzung. Einige Online-Händler können dagegen Gebühren verlangen, was aber selten vorkommt.

Neben dem Bezahlverfahren bietet das bayrische Unternehmen mit Sofort Ident auch ein Verfahren zur Altersverifikation und mit dem Sofort Überweisung Paycode die Zahlung von Rechnungen mit einem klickbaren Link an. Seit 2014 gehört die SOFORT GmbH zu dem schwedischen Zahlungsdienstleister Klarna.

Sofortüberweisung vs. Giropay

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Sofortüberweisung und Giropay ähneln sich zwar, weisen aber auch Unterschiede auf. Giropay ist ein bankenabhängiges Direktüberweisungsverfahren. Sie können dieses Verfahren nur nutzen, wenn Ihre Bank oder Sparkasse daran teilnimmt. Sofortüberweisung ist dagegen ein bankenunabhängiges Direktüberweisungsverfahren und funktioniert eigener Aussage zufolge mit den meisten Kreditinstituten. Sie benötigen dafür ein Online-Banking-Konto in einem der folgenden Länder: Deutschland, Österreich, Schweiz, Belgien, Vereinigtes Königreich, Niederlande, Italien, Polen, Ungarn, Slowakei, Tschechien, Frankreich, Spanien. Daneben muss der Online-Händler das Verfahren natürlich auch anbieten.

Im Gegensatz zu Giropay werden bei der Sofortüberweisung die PIN und die TAN an die SOFORT GmbH übermittelt. Denn das Unternehmen tritt gegenüber dem Kreditinstitut als Zahlender auf. Eigentlich sollten Sie solche Daten aber geheim halten. Bei Giropay werden diese Information nur zwischen Ihnen und Bank ausgetauscht. Die SOFORT GmbH ruft zudem auch den Kontostand, erteilte Daueraufträge, Depotbestände usw. ab.

Paydirekt

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Paydirekt ist ein Online-Bezahlverfahren von einigen deutschen Banken und Sparkassen. Dazu gehören die Deutsche Bank, die Commerzbank, die Volksbanken-Raiffeisenbanken, die Sparkassen, die Santander Consumer Bank usw. Das Gemeinschaftsprojekt mit Sitz in Frankfurt am Main will PayPal zwar Konkurrenz machen, hinkt dem US-Bezahldienst aber fast in allen Bereichen weit hinterher. PayPal ermöglicht zum Beispiel Mobile Payment und P2P-Zahlungen zwischen einzelnen Personen. Paydirekt ist bisher nur für reine Online-Zahlungen verfügbar, will die beiden anderen Funktionen aber zukünftig hinzufügen. Allein bei Onlinezahlungen in Kommunen hat Paydirekt PayPal abgehangen: Der deutsche Bezahldienst arbeitet mit mehreren hundert deutschen Kommunen zusammen (Stand: 07/2016).

In der Liste mit einer geringen dreistelligen Anzahl an Paydirekt-Partnern befinden sich bisher keine großen Online-Händler. Der Süßwarenhersteller Haribo und der Kaffeehändler Krüger dürften bisher die bekanntesten sein. Im Laufe des Jahres 2016 sollen aber die Metro-Töchter Media Markt, Saturn und Real hinzukommen (Stand: 06/2016). All diese Paydirekt-Partner müssen Gebühren zahlen, welche sie individuell mit Paydirekt verhandeln müssen.

Registrierung, Zahlung und Vorteile

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Die Registrierung bei Paydirekt ist für Sie kostenlos und funktioniert in drei Schritten. Zuerst einmal benötigen Sie als Neukunde ein Girokonto inklusive Online-Zugang von einer der teilnehmenden Banken oder Sparkassen. Sie werden direkt zum Online-Banking Ihres Finanzinstituts weitergeleitet, um Paydirekt freizuschalten. Dafür müssen Sie einen eigenen Benutzernamen und ein Passwort festlegen. Zum Freischalten und teilweise auch zum Bezahlen ist zudem eine TAN nötig.

Den Benutzernamen und das Passwort benötigen Sie, um in einem der Partner-Shops mit Paydirekt zahlen zu können. Der anfallende Betrag wird von Ihrem Girokonto abgebucht. Der Online-Händler erhält sofort eine Zahlungsbestätigung und kann das Produkt damit direkt versenden. Das Unternehmen oder andere Dritte haben aber keinen Zugriff auf die Konto-Informationen des Kunden.

Paydirekt bietet auch eine App für Android- und iOS-Geräte an. Mithilfe der Anwendung werden Sie über sämtliche Kontoaktivitäten in Echtzeit per Push-Nachricht informiert. Sie können sich zudem potentielle Betrugsfälle melden lassen. Paydirekt wirbt mit großen Sicherheitsvorkehrungen und dem Einhalten des deutschen Datenschutzes und des deutschen Bankgeheimnisses – auch in der App. Das Verfahren unterscheidet sich von anderen Bezahldiensten, weil es nicht von einem Drittanbieter stammt, sondern eine Funktion des Girokontos ist. Mit dem Käuferschutz von Paydirekt erhalten Sie Ihr Geld zurück, wenn die Ware nicht geliefert wird.

Bildquellen:

Familie: © Wavebreakmedia Ltd | Dreamstime.com
Online-Betrug: © Scantynebula | Dreamstime.com
Bildquelle: www.sofort.com
Globus: © Jessica Fox | Dreamstime.com
Paydirekt: paydirekt.de

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