E-Wallets

E-Wallets wie PayPal sind in aller Munde. Aber welche Vor- und Nachteile bringen Sie mit und welche gibt es außerdem? Der folgende Text klärt Sie auf.

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E-Wallets oder Cyberwallets

E-Wallets werden auch als Cyberwallets bezeichnet. Sie dienen als elektronische Geldbörse. Sie können sich Geld auf Ihre E-Wallet per Überweisung laden und damit Produkte und Dienstleistungen im Internet bezahlen. Dieses Verfahren ist vor allem bei Online-Casinos, -Wettbüros, Game-Portalen oder bei dem US-Marktplatz eBay verbreitet. Bekannte Lösungen sind zum Beispiel PayPal und Amazon Payments.

Vor- und Nachteile von E-Wallets

Vorteile

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Ein Vorteil von E-Wallets ist die vergleichsweise schnelle Geschwindigkeit von Transaktionen, welche meist in Echtzeit oder innerhalb weniger Minuten durchgeführt werden. Normale Überweisungen von Ihrem Konto dauern mindestens einen Tag, übers Wochenende sogar bis zu drei Tage. Daneben können Sie E-Wallets auch über Landesgrenzen hinweg nutzen. Aber Vorsicht: Teilweise werden dafür Gebühren fällig.

Die Daten werden bei E-Wallets in der Regel verschlüsselt übertragen. Da Sie diese vorher mit Geld aufladen, müssen Sie beim Bezahlen Ihre Kreditkartendaten nicht noch einmal angeben. Im schlimmsten Fall kann maximal der aufgeladene Betrag entwendet werden – ähnlich wie bei Bargeld. Teilweise sind die Transaktionen sogar versichert, sodass Sie den Betrag auch zurückbuchen können, wenn Sie die bestellte Ware nicht erhalten. Das Risiko des Verlusts Ihres Geldes wird also reduziert.

In der Regel können Sie anderen Nutzern kostenlos Geld senden. Dazu brauchen Sie meist nur die E-Mail-Adresse des Empfängers und nicht wie bei Banküberweisungen die IBAN und teilweise auch die BIC. Allerdings sollten Sie sich sicher sein, dass der Empfänger bei dem Anbieter angemeldet ist und mit welcher E-Mail-Adresse.

Nachteile

Ein Vorteil von E-Wallets wird gleichzeitig zum Nachteil: Denn bisher können Nutzer eines Anbieters nur an andere User dieses Anbieters schicken, aber nicht an eine externe Lösung. Damit müssten Sie wieder Überweisungen nutzen, um diese Empfänger zu erreichen. Diese Transaktionen dauern zwar länger, sind aber unabhängig von der Bank.

Mit der Registrierung bei einer E-Wallet geben Sie persönliche und damit sensible Daten an ein Unternehmen. Kommt dieses aus den USA oder einem anderen Land, müssen Sie damit rechnen, dass das deutsche Recht – unter anderem zum Datenschutz – nicht mehr greift.

Sie können auch davon ausgehen, dass Ihre Aktivitäten getrackt und gespeichert werden. Die Anbieter können diese mithilfe von Big-Data-Analysen auswerten. Unternehmen können damit ihr Geschäftsmodell anpassen, zum Beispiel ihre Gebühren erhöhen.

Betrüger fälschen E-Mails, unter anderem von PayPal, so genau, dass viele Empfänger darauf reinfallen und manipulierte Links anklicken. Meist sollen Sie Ihre Login-Daten eingeben oder andere sensible Daten angeben. Das sollten Sie natürlich nicht tun. Lesen Sie solche E-Mails immer mit der nötigen Vorsicht.

Anbieter von E-Wallets

PayPal

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PayPal ist wohl die bekannteste und am weitesten verbreitete E-Wallet. Der Name bedeutet Bezahlfreund und ähnelt "pen pal" (Brieffreund). Das Online-Bezahlsystem wird in der Regel zum Bezahlen im Online-Handel genutzt. Sie müssen dafür Ihre E-Mail-Adresse und Ihr Passwort eingeben. Kreditkarten-Informationen, PINs oder TANs sind nicht nötig. Eigenen Angaben zufolge hatte PayPal im Mai 2017 mehr als 18,9 Millionen aktive Kunden in Deutschland und mit mehr als 50.000 Online-Shops in Deutschland zusammengearbeitet. Darunter waren Lieferheld, Tchibo, Notebooksbilliger, Maxdome, eBay, Fressnapf usw. Weltweit kooperiert PayPal sogar mit über 7 Millionen Händlern. Das US-Unternehmen bietet Ihnen auch eine mobile App für iOS-, Android- und Windows Phone-Geräte.

Das Versenden von Geld an Freunde und Familienmitglieder (P2P) ist gebührenfrei in Euro und innerhalb der EU, zum Beispiel um Ausgaben zu teilen oder geliehenes Geld zurückzuzahlen. Für das Verkaufen von Produkten und Dienstleistungen müssen teilnehmende Händler meistens eine Gebühr von 1,9 Prozent plus 35 Cent pro Transaktion an PayPal zahlen. Gebühren fallen zudem an, wenn Sie eine Kreditkarte verwenden, Geld ins Ausland oder in anderen Währungen versenden. PayPal hat 2013 und 2014 neben dem Online-Bezahlsystem auch das Bezahlen per QR-Code im stationären Handel getestet. Seitdem war darüber aber nicht mehr viel zu hören.

ClickandBuy

ClickandBuy, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom, hat sich selbst als E-Geld-Anbieter bezeichnet. Das Unternehmen hat seinen Dienst zum 30. April 2016 eingestellt. Ein Grund dafür soll die starke Konkurrenz von PayPal gewesen sein. Seit dem 1. Mai 2016 können Sie kein Guthaben mehr aufladen oder Zahlungsmethoden zum Aufladen des Guthabens ändern. Vorher konnten Sie sich für den Service registrieren, indem Sie unter anderem Ihre Bankverbindung oder Kreditkartendaten hinterlegt haben. ClickandBuy hat das Geld direkt an den Händler gesendet und erst danach von Ihrem Bankkonto abgebucht. Beim Bezahlen wurden ausschließlich Benutzername und Passwort an den Verkäufer gegeben und nicht die Zahlungsmittelinformationen. Auf diese hat nur ClickandBuy Zugriff. Die endgültige Einstellung von ClickandBuy soll zum September 2016 erfolgen.

PaysafeCard

paysafecard-logoPaysafeCard ist ein elektronisches Zahlungsmittel und in 43 Ländern aktiv. Das System basiert auf dem Prepaid-Prinzip, aber ohne Kreditkarten oder Konten. Sie kaufen sich bei Vorverkaufsstellen wie Supermärkten, Tankstellen, Postämtern und Tabakläden eine PaysafeCard mit einem 16-stelligen PIN-Code. Die Beträge für die PaysafeCard liegen in der Regel zwischen 10 und 100 Euro. Um im Internet zu bezahlen, müssen Sie den PIN-Code eingeben. Das Verfahren erinnert damit an die Wertkarten für Mobiltelefone.

Auch beim Bezahlen per PaysafeCard werden mithilfe des PIN-Codes keine persönlichen Informationen oder Bankdaten an den Händler übermittelt. Sie können als PaysafeCard-Nutzer zum Beispiel anonym Ihr Skype-Guthaben aufladen oder in Online-Shops einkaufen. Eigenen Angaben zufolge ist PaysafeCard der weltweite Marktführer für Online-Prepaid-Zahlungslösungen. Das Unternehmen bietet Kunden auch eine iOS- und Android-App.

Skrill

Skrill ist ein Anbieter einer E-Wallet mit Hauptsitz in London. Auch diese PayPal-Alternative ermöglicht Ihnen das Senden sowie Empfangen von Geld mithilfe einer E-Mail-Adresse. Das Empfangen ist für Sie kostenlos, für das Senden von Geld müssen Sie jedoch eine Gebühr von 1 Prozent zahlen. Diese Gebühr beträgt maximal 10 Euro. Sie müssen für Online-Zahlungen zuerst ein kostenloses Konto eröffnen, in dem die Kartendaten gespeichert werden. Diese werden auch hier nicht an den Händler weitergegeben. Empfänger von Skrill-Transaktionen, welche die E-Wallet bisher nicht nutzen, erhalten eine E-Mail mit der Aufforderung, sich anzumelden.

Das Skrill-Verfahren ist in 40 Währungen verfügbar. Der Moneybookers-Nachfolger ist vor allem bei Skype-Kunden bekannt, da diese ihr Konto damit aufladen können. eBay hat Ende 2015 die Zusammenarbeit mit Skrill beendet, weil der Service wohl nur selten genutzt wurde. Das britische Unternehmen hat auch eine Android- und iOS-App entwickelt. Skrill gehört genauso wie PaysafeCard und einige andere Marken zur Paysafe Group.

Amazon Payments

Amazon Payments ist der Bezahldienst des gleichnamigen Online-Marktplatzes aus den USA. Das E-Commerce-Unternehmen hat dieses System im August 2007 gestartet. Über diesen Service können Sie bei anderen Online-Shops bezahlen, ohne Zahlungsdaten übermitteln zu müssen. Amazon Payments greift in Deutschland auf die Kreditkarte der Kunden oder per Lastschrift auf ein Konto zu. Sie können damit aber auch Zahlungen empfangen. Online-Shops müssen eine Gebühr pro Bezahlvorgang an Amazon abtreten, wenn sie diesen Service nutzen. In Deutschland heißt dieser "Login und Bezahlen mit Amazon". Sie können sich dabei mit ihren Login-Daten von Amazon auch bei anderen Online-Shops anmelden.


Quellen:
PayPal: paypal.com
PaysafeCard: paysafecard.com

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