Cashlink

Das Einsammeln von Geld nach dem Restaurant- oder Kinobesuch ist meist eine Qual. Cashlink will Ihnen dafür eine kostenlose Lösung anbieten.

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Cashlink

Inhaltsverzeichnis

  1. Allgemeines
  2. Ablauf
  3. Registrierung und Anmeldung
  4. Einschränkungen und Gebühren
  5. Sicherheit
  6. Cashlink-Alternativen
  7. Vor- und Nachteile



Allgemeines

Mit Cashlink (Eigenschreibweise: „CASHLINK“) können Sie – wie der Name schon sagt – mithilfe eines Links kostenlos Geld anfordern. Um den webbasierten Service des gleichnamigen Startups aus Frankfurt am Main nutzen zu können, benötigen Sie ein deutsches Girokonto und eine Internetverbindung. Sie können den sogenannten Cashlink mit dem Empfänger teilen und erhalten das Geld per Lastschrift auf Ihr Bankkonto.

Das 2015 gegründete Fintech-Unternehmen hat seine Lösung bis Mitte Februar 2017 als Beta-Version getestet. Cashlink arbeitet mit der solarisBank AG zusammen. Dieses Bafin-lizensierte Finanzinstitut aus Berlin besitzt eine deutsche Vollbanklizenz und führt alle Transaktionen für das Frankfurter Startup durch. Die solarisBank ist außerdem in den Niederlanden, Österreich, Großbritannien, Belgien und Griechenland aktiv.

Mit Cashlink können Sie zum Beispiel Geschenke organisieren, indem Sie den Link dazu erstellen, teilen und den Anteil von den Beteiligten erhalten. Ähnlich funktioniert das System, wenn Sie nach einem Essen in einem Restaurant erst einmal das Geld für die Rechnung auslegen.

Das folgende Video erklärt Cashlink kurz:

Ablauf

Cashlink erstellen

cashlink-geburtstag

Um einen Cashlink zu erstellen, müssen Sie online die folgenden Daten angeben:

  • Die Daten Ihres Cashlinks
    • Betreff
    • Betrag in Euro
  • Ihre Daten als Zahlungsempfänger
    • Geburtsdatum
    • Vorname
    • Nachname
    • Straße und Hausnummer
    • PLZ
    • Wohnort
    • E-Mail-Adresse
  • Kontonummer und Bankleitzahl oder IBAN einer deutschen Bank


Zukünftig soll die Eingabe der Adresse und des Geburtsdatums entfallen, sodass Sie nur noch den Betreff, den Betrag, Ihren Namen und Ihre IBAN eingeben müssen.

Um Cashlink zu nutzen, müssen Sie sich nicht unbedingt registrieren oder anmelden. Sie benötigen auch keine App, es war aber eine iOS- und Android-Anwendung für das Ende des ersten Quartals 2017 geplant, bisher ohne Ergebnis (Stand: 05/2017). Ein internetfähiges Gerät, eine Online-Verbindung und die obigen Daten reichen aus, um einen Cashlink zu erstellen. Im Anschluss erhalten Sie eine Bestätigung dazu per E-Mail.

Cashlink teilen

Sie können den erstellten Cashlink nun teilen, zum Beispiel per Whatsapp, SMS oder E-Mail. Sie können ihn über alle möglichen Wege verbreiten und an so viele Personen schicken, wie Sie wollen.

Geld erhalten

Sie werden per E-Mail benachrichtigt, wenn eine Transaktion erfolgt ist.

Geld senden

Cashlink-Empfänger können den Link in einem Browser öffnen und den Betrag per Lastschrift bezahlen: Dafür müssen Sie einige persönliche Daten und Bankinformationen in ein gesichertes Formular eingeben. Das Geld wird auf Grundlage eines SEPA-Lastschriftmandats mithilfe der solarisBank eingezogen und auf das Konto des Empfängers überwiesen. Diese Transaktion kann allerdings zwei bis drei Banktage dauern.

Registrierung und Anmeldung

Registrierung

cashlink-usecases

Sie müssen sich als privater Cashlink-Nutzer bis zu einer bestimmten Summe nicht registrieren. Aber spätestens als Premium-Kunde (siehe unten), müssen Sie sich bei Cashlink registrieren. Damit können Sie Geld schneller empfangen und senden können. Melden Sie sich an, dauert die Eingabe nur noch rund 15 Sekunden. Zusätzlich erhalten Sie Übersichten und Statistiken zu Ihren Transaktionen. Für diese Registrierung müssen Sie die folgenden Daten angeben:

  • Persönliche Daten
    • Geburtsdatum
    • Vorname
    • Nachname
    • Straße und Hausnummer
    • PLZ
    • Wohnort
  • Bankverbindung hinzufügen
    • Kontonummer und Bankleitzahl oder IBAN einer deutschen Bank
  • Zugangsdaten
    • E-Mail-Adresse
    • Passwort
    • Passwort wiederholen


Vor dem Abschluss der Registrierung müssen Sie noch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen und die Datenschutzbestimmungen von Cashlink akzeptieren.

Anmeldung

Für das Login auf der Cashlink-Webseite benötigen Sie die E-Mail-Adresse und das Passwort, welche Sie bei der Registrierung angegeben haben. Haben Sie das Passwort vergessen, erhalten Sie eine E-Mail mit einem Link. Darüber können Sie Ihr Passwort zurücksetzen.

Einschränkungen und Gebühren

cashlink-logo

Sie können Cashlink kostenlos und ohne Registrierung nutzen, wenn Sie dies als Privatperson tun und einige Limits einhalten (siehe unten). Pro Monat dürfen Sie maximal 100 Euro senden und empfangen. Ein einzelner Cashlink darf höchstens 30 Euro umfassen.

Es können allerdings Extra-Kosten auf Sie zukommen, wenn Ihr Kreditinstitut Gebühren für Lastschriften oder Überweisungen erhebt. Wenn Sie sich dabei nicht sicher sind, fragen Sie am besten noch einmal direkt nach.

Wie oben bereits beschrieben, benötigen Sie als Geldsender und Geldempfänger unbedingt ein deutsches Girokonto. Beide sehen allerdings niemals die Kontodaten des anderen Users.

Ein Cashlink ist 21 Tage gültig, Sie können ihn aber auch selbst vor Ablauf dieser Frist löschen, z.B., wenn sich die Forderung erledigt hat. Nach einer Löschung kann keine Transaktion mithilfe des Links ausgeführt werden.

Sind Sie ein kommerzieller Anbieter oder Sie wollen Cashlink (fast) ohne Limits nutzen, so müssen Sie als Premium-Kunde eine monatliche Gebühr von 9,99 Euro zahlen. Bis auf das Limit von 50 Euro pro Cashlink können Sie den Service ohne Einschränkungen nutzen. Die Identifikation erfolgt bei der Registrierung per Videofunktion.

Sicherheit

Cashlink verspricht Ihnen als Kunden Sicherheit bei der Nutzung des Service. Alle Transaktionen werden nach Bankenstandards abgesichert und sind bis zu 100.000 Euro versichert (siehe § 675x BGB). Die Grundlage dafür ist der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschland GmbH (VÖB). Sie können Cashlink-Überweisungen innerhalb von acht Wochen widerrufen. Durch die vorgegebenen Limits soll hoher finanzieller Schaden verhindert werden.

Die solarisBank verwaltet Ihr Geld treuhänderisch. Cashlink arbeitet als Transaktionsvermittler und übernimmt selbst keine Transaktionen. Zur Betrugserkennung müssen Transaktionen ein mehrstufiges Sicherungssystem des Kreditinstituts durchlaufen, bevor sie freigegeben werden. Dadurch werden vollautomatisiert auffällige Transaktionen erkannt.

Die Server von Cashlink stehen in Deutschland. Das Frankfurter Unternehmen hält sich an das deutsche Datenschutzgesetz. Cashlink gibt Ihre personenbezogenen Daten eigenen Angaben zufolge nicht an Dritte weiter. Der Anbieter arbeitet nach Bankensicherheitsstandards und sichert alle Verbindungen über eine 256-Bit-SSL-Verschlüsselung ab.

Ebenso zur Sicherheit müssen einige Nutzer eine zusätzliche Verifizierung durchlaufen, um Betrugsfälle auszuschließen. Der User muss dann zu seinem Konto auch die Zugangsdaten für sein Online-Banking eingeben. Cashlink speichert diese Daten nicht. Sie sind auch nicht für Cashlink-Mitarbeiter oder Dritte einsehbar.

Kwitt von der Sparkasse

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Mit Kwitt können Sie maximal 100 Euro pro Tag senden und anfordern. Dafür benötigen Sie eine Sparkassen-App und ein Konto bei einer teilnehmenden Sparkasse, denn nicht alle sind Teil dieses Services (Stand: 02/2017). Kwitt-Transaktionen landen sofort auf dem Konto des Empfängers, wenn beide Nutzer bei derselben Sparkasse sind, sonst dauert es so lang wie eine normale Überweisung. Bis zu einer Summe von 30 Euro benötigen Sie keine TAN. Die Kwitt-Empfänger können auch Kunde bei einem anderen Kreditinstitut sein, nicht aber der Sender. Sie können einer Kwitt-Transaktion auch ein Text oder ein Bild hinzufügen.

Beides wird aber nicht als Verwendungszweck beim Online-Banking bzw. Kontoauszug des Empfängers angezeigt. Kwitt ist allerdings nur von teilnehmenden Sparkassen angeboten. Ob Ihre Sparkasse unter den Teilnehmern ist, erfragen Sie am besten selbst direkt bei Ihrem Berater oder online. Bei dieser Gelegenheit können Sie auch gleich nach den Kosten von Kwitt fragen. Denn jedes Institut legt die Gebühren selbstständig fest.

PayPal

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Auch per PayPal können sich Nutzer Geld hin und her senden. Dafür müssen beide aber auch angemeldet sein und die Lösung jeweils mit Ihrem Konto verbinden. Das Geld wird in Echtzeit übertragen – ein klarer Vorteil gegenüber normalen Überweisungen. Allerdings benötigen Sie nur die E-Mail-Adresse des Empfängers, um ihm oder ihr Geld zukommen zu lassen. Ein großer Vorteil ist die flächendeckende Verbreitung: Allein in Deutschland nutzen rund 16 Millionen aktive Kunden PayPal und auch in vielen Online-Shops können Sie auf den US-Dienst setzen. Zahlungen im E-Commerce sind zudem durch den Käuferschutz abgesichert. Sie können PayPal zwar ebenso international verwenden, allerdings fallen außerhalb der EU und der eigenen Währung Gebühren an.

Skrill

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Skrill funktioniert ähnlich wie PayPal. Der britische Bezahldienst ermöglicht das Bezahlen im Internet in Echtzeit. Auch hier benötigen Sie die E-Mail-Adresse statt der IBAN des Empfängers. Skrill ist in rund 200 Ländern und mit 40 Währungen verfügbar.

Die Verbreitung von Skrill unter Online-Händlern hält sich allerdings in Grenzen – vor allem im direkten Vergleich zu PayPal. Im stationären Handel kommen beide Lösungen quasi nicht vor. Je nach konkreter Nutzung können auch einige Gebühren auch Sie zukommen.

Transferwise

Der britische Anbieter Transferwise hat sich auf Auslands-Transaktionen spezialisiert. Sie zahlen mindestens eine Gebühr von 2 Euro pro Überweisung, sonst liegt sie bei 0,5 Prozent der gesendeten Summe. Wenn Sie bei Ihrem Kreditinstitut dafür mehr zahlen würden, könnte Transferwise eine gute Alternative sein. Transferwise ähnelt Cashlink zwar, nur, dass der deutsche Anbieter sich auf inländische Transaktionen fokussiert. Auch der britische Anbieter informiert Sie als Kunde immer über jeden Schritt per E-Mail.

Vor- und Nachteile von Cashlink

Vorteile

  • ohne App und Registrierung nutzbar
  • Apps sind aber in Planung (Stand: 02/2017)
  • als Privatperson in der Regel kostenlos
  • einfache Lösung, da unabhängig von Plattformen
  • andere Nutzer erfahren IBAN nicht
  • Cashlink ist über alle möglichen Wege teilbar
  • Bank im Hintergrund
  • Benachrichtigung per Mail bei Zahlung
  • Geld ist abgesichert durch Einlagensicherungsfonds
  • klare Kostenübersicht

Nachteile

  • Sie sollten Ihre Login-Daten fürs Online-Banking nicht unbedingt an Dritte weitergeben (nur bei auffälligen Transaktionen)
  • durch Limits begrenzt
  • nur das Anfordern ist möglich, nicht das selbstständige Senden
  • nur mit deutschem Konto nutzbar
  • viele Daten nötig bei Cashlink-Erstellung (soll reduziert werden; Stand: 02/2017)
  • Premium-Account kostet 9,99 Euro pro Monat
  • Transaktion findet nicht in Echtzeit statt
  • Cashlink ist maximal 21 Tage gültig
Bildquellen:

Cashlink: Cashlink
Kwitt: https://twitter.com/sparkassewitten
PayPal: paypal.com
Skrill: Skrill

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