Skrill - die PayPal-Alternative

Sie suchen schon ewig und noch drei Tage nach einer Skrill-Alternative, finden aber keine passende. Dann könnte die E-Wallet Skrill etwas für Sie sein. 

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Skrill (früher Moneybookers)

Inhaltsverzeichnis

  1. Allgemeines
  2. Verbreitung
  3. Registrierung und Anmeldung
  4. Ablauf einer Transaktion
  5. Gebühren
  6. Vor- und Nachteile

Allgemeines

paysafe-logo

Skrill ist eine E-Wallet. Sie wurde 2001 gegründet und bis 2010 Moneybookers genannt. Die Online-Bezahllösung ähnelt PayPal, gehört seit 2005 aber wie zum Beispiel Paysafecard, Neteller und Payolution zur Paysafe Group. Die Unternehmensgruppe hat ihren Hauptsitz auf der Isle of Man, die Tochter Skrill dagegen in London.

Dieser britische Bezahldienst bietet Ihnen das Senden und Empfangen von Geld in Echtzeit an. Empfangen Sie Geld, ist dies kostenlos. Für das Senden müssen allerdings eine Gebühr zahlen - mehr dazu siehe unten. Für das Senden benötigen Sie die E-Mail-Adresse des Empfängers, aber keine IBAN mehr. Das Geld können Sie auf und von Ihrer Kreditkarte oder Ihrem Bankkonto transferieren lassen. Die britische Finanzregulierungsbehörde (Financial Conduct Authority, kurz FSA) überwacht und reguliert das E-Geld-Institut Skrill. Damit nimmt das Unternehmen eine Art Vorstufe zur Bank ein.

Sie können sich auch eine Prepaid-Mastercard über Skrill bestellen, um diese mit Ihrem Online-Guthaben zu verknüpfen. Sie können diese Kreditkarte mit den Währungen US-Dollar, Euro, polnischen Zloty und britischem Pfund nutzen und nicht nur im Online-, sondern auch im stationären Handel einsetzen.

Verbreitung

skrill-logo

Skrill ist ähnlich wie PayPal in rund 200 Ländern verfügbar. Mit nur 25 Währungen für das Aufladen von Guthaben liegt das US-Vorbild in diesem Punkt aber sogar hinter Skrill, welches 40 Währungen unterstützt. Ihre eigene Währung legen Sie bei der Registrierung - siehe unten – fest und diese lässt eigentlich auch nicht mehr ändern (Stand: 02/2017). Die Cyberwallet ist vor allem bei Skype-Kunden beliebt. Denn Sie können mithilfe von Skrill Guthaben bei der Microsoft-Tochter aufladen. Einmalig eingerichtet, können Sie zukünftige Skype-Buchungen mit einem Klick erledigen.

Von zig Millionen Kontoinhabern spricht Skrill zwar, nennt dabei aber keine genauen Zahlen und auch nicht, ob die Nutzer regelmäßig aktiv sind. Einer Grafik zufolge könnten es 36 Millionen Kontoinhaber sein, dies ist aber nicht vollkommen klar. PayPal spricht laut eigener Webseite von 192 Millionen aktiven Kundenkonten weltweit (Stand: 02/2017). Beide Lösungen sind dagegen nicht (flächendeckend) im stationären Handel vertreten, sie eigenen sich dagegen nur zu Online-Transaktionen.

eBay-Logo

Laut Skrill ist die eigene Lösung auch fürs Online-Shopping verfügbar. Die Anzahl der Partnerunternehmen kann aber wohl eher nicht mit der von PayPal mithalten. eBay bietet Skrill zum Beispiel seit 2015 nicht mehr an. Der US-Marktplatz hat diese Entscheidung mit zu geringer Nutzung der Zahlungslösung begründet. Relativ weit verbreitet ist Skrill dagegen in der Online-Gaming-Szene.

Im Jahr 2013 hat Skrill Paysafecard übernommen. Dies ist eine Prepaid-Wertkarte, mit der Sie Produkte und Services online bezahlen können. Die Karte können Sie bei weltweit 500.000 Verkaufsstellen erwerben und benötigen für Ihre Online-Käufe damit keine Kreditkarte oder Bankkarte (Stand: 02/2017).

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Zwei Jahre später hat das britische Unternehmen auch das elektronisches Zahlungsmittel Ukash gekauft. Skrill wollte damit den Umfang und die Reichweite von Paysafecard ausbauen. Um Ukash zu nutzen, mussten Sie an Vorverkaufsstellen eine 19-stellige PIN mit einem Guthaben kaufen, das Sie für Online-Zahlungen verwenden konnten. Noch im selben Jahr hat Skrill den eigenständigen Anbieter eingestellt und in Paysafecard integriert.

Skrill bearbeitet pro Jahr über 150 Millionen Online-Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von rund 13 Milliarden Euro. PayPal wickelt dagegen allein täglich fast 11,5 Millionen Zahlungen ab. Skrill arbeitet mit 156.000 Händlern zusammen. Bei PayPal soll es dagegen 14 Millionen aktive Handels-Konten geben. All diese Zahlen zeigen deutlich, dass der US-Anbieter in einer anderen Liga spielt und nicht umsonst als Vorreiter auf dem Gebiet der Online-Zahlungen gilt.

Skrill ist mit Büros in London, Wien, New York und Stockholm vertreten (jeweils Stand: 02/2017).

Die folgende Tabelle soll den kurzen Vergleich von PayPal und Skrill noch einmal verdeutlichen: 

PayPal Skrill
Anzahl der Währungen 25 beim Shoppen, 100 beim bezahlt werden, 57 beim Abheben vom Bankkonto 40
Nutzer „weltweit 192 Millionen aktive Kundenkonten“ „zig Millionen Kontoinhaber“
Online-Zahlungen täglich fast 11,5 Millionen Mehr als 150 Millionen pro Jahr

Registrierung und Anmeldung

Registrierung

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Für die kostenlose Registrierung müssen Sie als angehender Nutzer fünf Schritte durchlaufen:

  • E-Mail-Adresse eingeben
  • Passwort erstellen (mit 8 bis 50 Zeichen, davon mindestens ein Buchstabe und mindestens eine Ziffer)
  • Name, Vorname und Geburtsdatum eingeben
  • Land eingeben
  • Währung auswählen
  • Adresse eingeben
  • Telefonnummer eingeben
  • Klick auf "Konto eröffnen"

Sie können Ihre Identität noch verifizieren, müssen dies aber nicht. Sie können Ihr Skrill-Konto auch ohne Verifizierung nutzen, allerdings nur bis zum Limit von 2.500 Euro. Überschreiten Sie diese Grenze, müssen Sie Ihre Identität doch verifizieren, sonst können Sie Skrill nicht mehr nutzen. Daher rät Ihnen das britische Unternehmen sowieso dazu. Dafür müssen Sie eine Farbkopie oder ein Foto von einem der folgenden Dokumente hochladen:

  • Vorder- und Rückseite Ihres Führerscheins
  • Fotoseite Ihres Reisepasses
  • Vorder- und Rückseite Ihres Personalausweises

Anmeldung

Sie können sich über die iOS- oder Android-App bzw. über die Webseite anmelden. Für das Login geben Sie Ihre E-Mail-Adresse und Ihr Passwort ein.

Ablauf einer Transaktion

Für eine Transaktion geben Sie bei Skrill die E-Mail-Adresse des Empfängers und den fälligen Betrag ein. Sie benötigen keine IBAN, BIC, Mobilfunknummer oder sonstige Daten des Empfängers. Ist ein potenzieller Empfänger noch nicht Skrill-Kunde, so erhält er eine E-Mail mit der Aufforderung, sich anzumelden. In den ersten Jahren von Skrill basierte das System noch auf einem Prepaid-Verfahren: Sie mussten erst Geld einzahlen, um Transaktionen durchführen zu können. Inzwischen können Sie auch Geld versenden ohne Ihr Skrill-Konto vorher aufzuladen.

Gebühren

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Das Empfangen von Geld ist bei Skrill immer kostenlos. Senden Sie per Mail aber Geld an andere Nutzer, so berechnet Skrill Ihnen eine Gebühr von 1,9 Prozent der Transfersumme. Die maximale Höhe dieser Gebühr kann bei 20 Euro liegen. Damit klingen die Gebühren erst einmal übersichtlicher als bei PayPal. Der US-Vorreiter unterscheidet dafür in der Regel zwischen Überweisung in der eigenen Währung und je nach Zielort. Allerdings erhebt Skrill je nach Art des Transfers noch viele weitere Gebühren (siehe unten):

Die Gebühren bei der Auswahl der länderspezifischen Zahlungsarten für das Einzahlen von Geld variieren sehr stark:

  • Banküberweisung: kostenlos
  • Rapid/Skrill Direct: 0,5 Prozent
  • Bitcoin: 1,0 Prozent
  • Sofortüberweisung: 1,5 Prozent
  • Giropay: 1,5 Prozent
  • Neteller: 3,0 Prozent

neteller-logo

Internationale Zahlungsarten:

  • Swift: kostenlos

Kreditkarten:

  • Diners Club: 1,9 Prozent
  • JCB (Japan Credit Bureau): 1,9 Prozent
  • Mastercard: 1,9 Prozent
  • Visa: 1,9 Prozent
  • American Express: 2,5 Prozent

Falls Sie Ihre Kreditkarte für Glücksspiel einsetzen, kann der Herausgeber eine "Vorschussgebühr" berechnen. Diese ist unabhängig von Skrill.


Gebühren für das Auszahlen von Geld:
Länderspezifische Zahlungsarten:

  • Banküberweisung: 5,50 Euro

Internationale Zahlungsarten:

  • Swift: 5,50 Euro


Sonstige Gebühren

Muss Skrill bei einer Transaktion eine Währungsumrechnung vornehmen, so erhebt das Unternehmen eine Gebühr von 3,99 Prozent auf die Großhandelswechselkurse. Der britische PayPal-Konkurrent ist zwar für die private Nutzung kostenlos, verwenden Sie Skrill aber nicht mindestens einmal alle zwölf Monate, zahlen Sie monatlich eine Servicegebühr von 2 Euro.


Vor- und Nachteile (vor allem im Vergleich zu PayPal)

Vorteile

  • PayPal-Kopie ermöglicht das Bezahlen im Internet
  • E-Mail-Adresse statt IBAN
  • Echtzeit-Transaktionen
  • weltweite Nutzbarkeit (200 Länder, 40 Währungen)
  • Deutsche Webseite
  • Apps für iOS und Android
  • fünf Schritte für Registrierung
  • Verifizierung ist möglich

Nachteile

  • begrenzte Verbreitung bei Online-Händlern
  • weniger Nutzer als PayPal (Huhn-Ei-Problem)
  • teilweise viele Gebühren
  • feste Währung
  • nicht im Offline-Handel einsetzbar, nur beim E-Commerce
  • keine Apps für Windows Phone und Blackberry
Bildquellen:

Paysafe: paysafe.com
Visa: visa.de
PayPal: paypal.com
eBay: eBay

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