PayPal

PayPal: Millionen Menschen nutzen diese Zahlart beim Online-Shopping. Sie ist bequem und einfach. Die Bezahlung ist schnell abgeschlossen und der Kunde hat keinen großen Aufwand - auch dank Käuferschutz. PayPal ist international bekannt und fast auf der gesamten Welt verfügbar. UPDATE (9/19): Inzwischen bietet PayPal auch Ratenzahlung an.

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Online bezahlen mit PayPal

PayPal gehört zu den am weitesten verbreiteten Online-Bezahlverfahren. Der Dienst hat – wie viele andere Anbieter – seine Vor- und Nachteile. Aber was ist PayPal eigentlich? Welche Dinge müssen Sie beachten, wenn Sie sich für diesen Dienst entscheiden?

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PayPal hat sich seit der Gründung 1998 zu einem Standard-Verfahren im weltweiten E-Commerce entwickelt. Das US-Unternehmen gehörte zwischen 2002 und 2015 als Tochterfirma zum Online-Marktplatz eBay. Seitdem ist PayPal ein eigenständiges Unternehmen.

Im Jahr 2019 sollen in Deutschland mehr als 23 Millionen Kunden die Bezahllösung genutzt haben. Weltweit soll die Anzahl bei mehr als 246 Millionen aktiven Kundenkonten liegen. PayPal soll zu diesem Zeitpunkt weltweit mit rund 21 Millionen Händlern zusammengearbeitet haben. In Deutschland kooperiert das US-Unternehmen mit mehr als 50.000 Online-Shops. Zu diesen Partnern gehörten unter anderem (Stand: 9/2019)

  • spotify.com
  • tchibo.de
  • bahn.de
  • otto.de
  • zalando.de
  • mediamarkt.de
  • lidl.de
  • bonprix.de
  • cyberport.de
  • saturn.de
  • alternate.de

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PayPal bearbeitet eigenen Angaben zufolge weltweit täglich annähernd 20 Millionen Transaktionen. Die Bezahlplattform ist in über 200 Märkten und 25 Währungen verfügbar (Stand: 6/2019).

Sie können als PayPal-Kunde Geld über die Webseite und Apps senden und empfangen. Die mobilen Anwendungen sind für iOS und Android verfügbar. Das Verschicken von Geld (in Euro) an Freunde und Familienmitglieder (P2P) kostet Sie innerhalb der Europäischen Union nichts (mehr dazu siehe unten). Bei Transaktionen ins Nicht-EU-Ausland müssen Sie in der Regel Gebühren bezahlen, genauso wie Händler, die Produkte oder Dienstleistungen per PayPal verkaufen. Gebühren entstehen also zum Beispiel, wenn Sie andere Währungen als Euro versenden.

+++ UPDATE (11/19): PayPal mit eigener Mastercard & Rabattportal-Kauf +++

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PayPal bietet seit November 2019 eine eigene Business Debit Mastercard an. Geschäftskunden können damit im stationären Handel sowie online bezahlen. In der Regel liegt hinter jedem PayPal-Konto eine Kreditkarte oder ein Girokonto. Besitzer können die kostenlose Karte überall einsetzen, wo auch Mastercard akzeptiert wird. Nutzer bekommen ein Prozent Cashback auf jeden Einsatz gutgeschrieben. Ab 2020 sind es aber nur noch 0,5 Prozent. Beim Einsatz der PayPal-Mastercard im Ausland fallen keine Wechselgebühren an. Jede Abhebung kostet (weltweit) jedoch 2 Euro.

Zudem hat PayPal die Rabattplattform Honey für 4 Milliarden Dollar gekauft. Für den Bezahldienst war es seine größte Übernahme. Das Portal vertreibt Gutscheincodes, mit denen User beim Online-Shopping Rabatte erhalten. Außerdem können sie sich über den niedrigsten Online-Preis und Preissenkungen informieren lassen. Honey hat eigenen Angaben zufolge monatlich rund 17 Millionen aktive Nutzer.

+++ Update-Ende +++

PayPal mit Ratenzahlungen

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PayPal will seinen Kunden zukünftig Ratenzahlungen anbieten. Nutzer sollen die Option beim Bezahlen im Online-Shop nach dem Login sehen. Eine Ratenzahlung ist bei Beträgen zwischen 199 Euro und 5.000 möglich. Die Laufzeit beträgt 12 Monate. Der Händler bekommt sein Geld aber sofort – von PayPal.

Der effektive Jahreszins liegt bei 9,99 Prozent. PayPal-Kunden zahlen monatlich Raten zurück, die automatisch per Lastschrift von ihrem Bankkonto eingezogen werden. Der Online-Dienst sendet Usern vor jeder Abbuchung eine Info-Mail darüber zu. Sondertilgungen und die vollständige Rückzahlung sind jederzeit möglich (Stand: 9/2019).

PayPal testet direktes Instagram-Shopping

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PayPal kooperiert seit dem Frühjahr 2019 mit Instagram, um das Kaufen und Bezahlen direkt in dem sozialen Foto-Netzwerk zu testen – allerdings wie so oft erst einmal in den USA. Neben dem Payment-Dienst können User aber auch mit Kreditkarten von Visa, Mastercard und American Express bezahlen.

Dafür kooperiert die Facebook-Tochter vorerst mit mehr als 20 Marken. Dazu gehören weltbekannte Mode-Hersteller wie zum Beispiel Adidas, Nike, Zara, H&M und Prada. Weitere Kooperationspartner sollen folgen. Instagram will den Shopping-Prozess damit beschleunigen. Denn je einfacher der Kauf abläuft, desto mehr profitieren alle beteiligten Player davon.

Außerdem können Instagram und damit auch Facebook mehr Daten über die Nutzer sammeln. Die Foto-Plattform wird damit eher zum Shopping-Portal. Nutzer müssen nicht mehr auf Drittseiten nach den gefundenen Produkten suchen. Bisher sind sie zum Beispiel in den Online-Shop der Marke ausgewichen.

Verfügbarkeit, Registrierung, Anmeldung

Sie können sich kostenlos für PayPal registrieren, indem Sie einige persönliche Angaben machen und Ihren Account mit einem Bankkonto oder einer Kreditkarte verbinden. Das US-Unternehmen greift bei Transaktionen darauf zu. Nach der Registrierung können Sie sich unter paypal.com mit Ihrer E-Mail-Adresse und dem von Ihnen ausgewählten Passwort anmelden.

Diese Daten benötigen Sie auch bei Käufen in Online-Shops. Bedenken sollten Sie, dass Sie damit sensible Daten an ein US-Unternehmen geben, was gemeinhin als Nachteil angesehen wird. Datenschutz spielt in den USA in der Regel nicht so eine große Rolle wie in Deutschland.

Gebühren

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Grundsätzlich ist die Nutzung von PayPal kostenlos. Das heißt, dass Sie unter anderem folgende Funktionen ohne Gebühren nutzen können:

  • Geld in der EU und in Euro an Freunde senden bzw. von diesen empfangen und anfordern
  • Auch Transaktionen von Ihrem PayPal-Account an Ihr Bankkonto kosten Sie nichts extra
  • sowie per PayPal im Onlinehandel bezahlen

Für die folgenden Funktionen erhebt das Unternehmen jedoch Gebühren: Bei Zahlungen per Kreditkarte fallen Extra-Kosten in Höhe von 1,9 Prozent des gesendeten Betrages plus 35 Cent an. Sie können diese Gebühren umgehen, indem der Empfänger sie übernimmt. Ebenso kostenpflichtig sind Zahlungen an Personen in anderen Ländern und mit anderen Währungen als dem Euro. 

Empfangen Sie Geld für den Verkauf von Waren oder Dienstleistungen, müssen Sie ebenso 1,9 Prozent und 35 Cent draufzahlen. Diese Regelung gilt bei jeglichen Zahlungen in Euro in der EU, in Island, Norwegen und Liechtenstein. Auch bei Zahlungen an Empfänger außerhalb der EU und in anderen Währungen erhebt PayPal Gebühren. Über die genaue Höhe können Sie sich auf der Webseite des Zahlungsanbieters informieren. Die Gebühren liegen aber meist im einstelligen Prozent-Bereich.

Vorteile

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Normale Überweisungen benötigen in der Regel mindestens einen Werktag, um beim Empfänger anzukommen. Schicken Sie das Geld am Freitag ab, kommt es in der Regel sogar erst am Montag an. Moderne Echtzeit-Überweisungen nehmen dagegen meist nur maximal 10 Sekunden in Anspruch (auch siehe Einschub unten). 

PayPal transferiert das Geld (ebenso) quasi in Echtzeit – ein Vorteil gegenüber vielen "normalen" Überweisungen. PayPal übernimmt dagegen vorerst die Kosten und bucht intern das Geld von Ihrem Konto ab – per Lastschriftverfahren.

Wichtig: Inzwischen bieten viele Banken Echtzeit-Überweisungen an, welche dieser PayPal-Funktion Konkurrenz machen könnten (Stand: 9/2019). 

Sie müssen sich mit PayPal keine eigene oder fremde IBAN oder BIC merken, sondern die eigene und die E-Mail-Adresse des Empfängers. Ihr PIN sollten Sie ebenso weiterhin auswendig wissen und nicht im Browser speichern. Das Bezahlen per PayPal in Online-Shops sollten grundsätzlich kostenlos sein. In anderen Fällen agieren die Händler in der Regel illegal. 

Käuferschutz

PayPal verspricht seinen Kunden einen Käuferschutz. Dieser soll die Einkäufe absichern und gilt für den Kaufpreis und die Versandkosten – vorausgesetzt er greift. Das US-Unternehmen will bei Problemen mit Artikeln helfen, um einen Kompromiss zwischen den Kunden und den Verkäufern zu finden. Kunden haben für die Problemmeldung 180 Tage Zeit. Dafür muss aber eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt sein:

– Der Artikel wurde nicht versendet.
– Der Artikel und die Artikelbeschreibung stimmen nicht überein.

Trifft einer dieser Punkte auf Sie zu, können Sie den Rechnungsbetrag inkl. Versandkosten zurückerstattet bekommen. PayPal unterstützt Sie also bei der Problemlösung.

Gleiches gilt selbstverständlich auch für die andere Seite, den Verkäufer. Der Verkäuferschutz bietet Unterstützung, wenn bspw. der Käufer unberechtigt einen Antrag auf Käuferschutz stellt. In diesem Fall muss der Verkäufer Belege vorweisen (Versandbeleg).

Sicherheit

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Achten Sie beim Online-Shopping immer auf eine sichere, verschlüsselte SSL-Verbindung, damit Ihre Daten nicht abgegriffen werden können. Dieser Hinweis gilt grundsätzlich für alle Online-Transaktionen. Sie sollten sich vorher immer über den Online-Shop informieren. Hat er gute Bewertungen, ist er zuverlässig und hat er gültige AGBs sowie ein Impressum? Wenn bereits viele Betrugsfälle bekannt sind, sollten Sie den Händler meiden.

Sie geben bei einer PayPal-Bezahlung zwar keine sensiblen Bankdaten an. Trotzdem können Betrüger Ihre Login-Daten abgreifen und diese missbrauchen. Sie können sich über jede PayPal-Transaktion per SMS- und/oder E-Mail-Benachrichtigung in Echtzeit informieren lassen. Darüber und durch die Transaktionsübersicht in Ihrem Account haben Sie Ihre Ausgaben immer im Blick.

Achten Sie bei E-Mails von PayPal besonders darauf, ob sie wirklich von dem Online-Bezahldienst stammen. Dreiste Betrüger versuchen mit sehr gut gefälschten Nachrichten an die Daten von PayPal-Kunden zu gelangen. Klicken Sie nicht auf Links in E-Mails von PayPal, sondern melden Sie sich online mit Ihren Login-Daten ein, um angebliche Abbuchungen zu überprüfen. Im Zweifel können Sie bei PayPal direkt per E-Mail an kundenbetreuung@paypal.com oder per Telefon (0800 723 4500) nachfragen. Dritte können diese Meldung aber nicht für Sie übernehmen. Denn PayPal kommuniziert ausschließlich mit den Kunden.

Sichere Passwörter sind eine zentrale Voraussetzung für die Nutzung von PayPal. Es sollte nicht erraten werden können, aus mindestens acht Zeichen oder mehr bestehen und mindestens eine Zahl oder ein Symbol enthalten. Ändern Sie Ihr Passwort auch von Zeit zu Zeit. So machen Sie es potenziellen Betrügern schwerer. Zusätzlich schützen können Sie sich mit dem Sicherheitsschlüssel von PayPal: Sie erhalten bei jedem Login eine SMS mit einer PIN, welche Sie eingeben müssen.

Bildquellen:

PayPal: paypal.com
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