PayPal

Millionen Menschen nutzen diese Zahlart beim Online-Shopping. Sie ist bequem und einfach. Die Bezahlung ist schnell abgeschlossen und der Kunde hat keinen großen Aufwand. Der Käuferschutz ist ein überzeugendes Argument sich für dieses Bezahlverfahren zu entscheiden. PayPal ist international bekannt – der US-Bezahldienst ist fast auf der gesamten Welt verfügbar. Bei uns erfahren Sie, auf was Sie beim Bezahlen mit diesem Verfahren im Internet beachten sollten.

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Online bezahlen mit PayPal

PayPal gehört zu den am weitesten verbreiteten Online-Bezahlverfahren. Der Dienst hat – wie viele andere Anbieter – seine Vor- und Nachteile. Wer oder was ist PayPal eigentlich? Welche Dinge müssen Sie beachten, wenn Sie sich für PayPal als Zahlung entscheiden?

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PayPal hat sich seit der Gründung 1998 zu einem Standard-Verfahren im weltweiten E-Commerce entwickelt. Das US-Unternehmen gehörte zwischen 2002 und 2015 als Tochterfirma zum Online-Marktplatz eBay. Seitdem ist PayPal ein eigenständiges Unternehmen.

Im April 2016 sollen in Deutschland 16 Millionen aktive Kunden die Bezahllösung genutzt haben – weltweit soll die Anzahl bei 179 Millionen aktiven Kundenkonten liegen. PayPal soll zu diesem Zeitpunkt weltweit mit 7 Millionen Händlern zusammengearbeitet haben. In Deutschland arbeitet das US-Unternehmen mit 50.000 Online-Shops zusammen. Zu diesen Partnern gehörten unter anderem Notebooksbilliger.de, Lieferheld, Spotify, Tchibo, Deutsche Bahn und Airberlin. PayPal bearbeitet eigenen Angaben zufolge weltweit täglich annähernd 11,5 Millionen Transaktionen. Die Bezahlplattform ist in 203 Märkten und 25 Währungen verfügbar. Eine wichtige Ausnahme gibt es: PayPal unterstützt persönliche Zahlungen von und nach Indien nicht. Für Transaktionen in und aus diesem Land müssen Sie ein anderes Verfahren wählen (Stand: 07/2016).

Sie können als PayPal-Kunde Geld über die Webseite und Apps senden und empfangen. Die mobilen Anwendungen sind für iOS, Android und Windows Phone verfügbar. Das Verschicken von Geld (in Euro) an Freunde und Familienmitglieder (P2P) kostet Sie innerhalb der Europäischen Union nichts. Bei Transaktionen ins Nicht-EU-Ausland müssen Sie Gebühren bezahlen, genauso wie Händler, die Produkte oder Dienstleistungen per PayPal verkaufen. Gebühren entstehen ebenso, wenn Sie Kreditkarten nutzen oder andere Währungen als Euro versenden.

Verfügbarkeit, Registrierung, Anmelden

Sie können sich kostenlos für PayPal registrieren, indem Sie einige persönliche Angaben machen und Ihren Account mit einem Bankkonto verbinden. Das US-Unternehmen greift bei Transaktionen auf dieses Konto zu. Nach der Registrierung können Sie sich unter paypal.com mit Ihrer E-Mail-Adresse und dem von Ihnen ausgewählten Passwort anmelden. Diese Daten benötigen Sie auch bei Käufen in Online-Shops. Bedenken sollten Sie, dass Sie damit sensible Daten an ein US-Unternehmen geben, was gemeinhin als Nachteil angesehen wird. Datenschutz spielt in den USA nicht so eine große Rolle wie in Deutschland.

Gebühren

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Grundsätzlich ist die Nutzung von PayPal kostenlos. Das heißt, dass Sie unter anderem folgende Funktionen ohne Gebühren nutzen können: Geld in der EU und in Euro an Freunde senden bzw. von diesen empfangen und anfordern. Auch Transaktionen von Ihrem PayPal-Account an Ihr Bankkonto kosten Sie nichts extra.

Für die folgenden Funktionen erhebt das Unternehmen jedoch Gebühren: Bei Zahlungen per Kreditkarte fallen Extra-Kosten in Höhe von 1,9 Prozent des gesendeten Betrages plus 35 Cent an. Sie können diese Gebühren umgehen, indem der Empfänger sie übernimmt. Empfangen Sie Geld für den Verkauf von Waren oder Dienstleistungen, müssen Sie ebenso 1,9 Prozent und 35 Cent draufzahlen. Diese Regelung gilt bei jeglichen Zahlungen in Euro in der EU, in Island, Norwegen und Liechtenstein. Auch bei Zahlungen an Empfänger außerhalb der EU und in anderen Währungen erhebt PayPal Gebühren. Über die genaue Höhe können Sie sich auf der Webseite des Zahlungsanbieters informieren. Die Gebühren liegen aber meist im einstelligen Prozent-Bereich.

Vorteile

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Überweisungen benötigen meist mindestens einen Werktag, um beim Empfänger anzukommen. Schicken Sie das Geld am Freitag ab, kommt es in der Regel sogar erst am Montag an. PayPal transferiert das Geld dagegen quasi in Echtzeit – ein Vorteil gegenüber Überweisungen. PayPal übernimmt dagegen vorerst die Kosten und bucht intern das Geld von Ihrem Konto ab – per Lastschriftverfahren.

Sie müssen sich mit PayPal keine eigene oder fremde IBAN oder BIC merken, sondern die eigene und die E-Mail-Adresse des Empfängers. Ihr PIN sollten Sie ebenso weiterhin auswendig wissen und nicht im Browser speichern. Ob das Bezahlen per PayPal in Online-Shops kostenlos ist, hängt von dem jeweiligen Händler ab. Denn teilweise reichen die Shops die PayPal-Gebühren an die Kunden weiter. Die Händler zahlen pro Transaktion mindestens 1,5 Prozent zuzüglich 35 Cent. Mindestens eine Zahlungsmöglichkeit müssen Online-Shops in Deutschland aber kostenlos anbieten.

Käuferschutz

PayPal verspricht seinen Kunden einen Käuferschutz. Dieser soll die Einkäufe absichern und gilt für den Kaufpreis und die Versandkosten – vorausgesetzt er greift. Das US-Unternehmen will bei Problemen mit Artikeln helfen, um einen Kompromiss zwischen den Kunden und den Verkäufern zu finden. Kunden haben für die Problemmeldung 180 Tage Zeit. Dafür muss aber eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt sein:

– Der Artikel wurde nicht versendet.
– Der Artikel und die Artikelbeschreibung stimmen nicht überein.

Trifft einer dieser Punkte auf Sie zu, haben Sie die Möglichkeit, den Rechnungsbetrag inkl. Versandkosten zurückerstattet zu bekommen. PayPal unterstützt Sie bei der Problemlösung.

Gleiches gilt selbstverständlich auch für die andere Seite, den Verkäufer. Der Verkäuferschutz bietet Unterstützung, wenn bspw. der Käufer unberechtigt einen Antrag auf Käuferschutz stellt. In diesem Fall muss der Verkäufer Belege vorweisen (Versandbeleg).

Sicherheit

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Achten Sie beim Online-Shopping immer auf eine sichere, verschlüsselte SSL-Verbindung, damit Ihre Daten nicht abgegriffen werden können. Dieser Hinweis gilt grundsätzlich für alle Online-Transaktionen. Sie sollten sich vorher immer über den Online-Shop informieren. Hat er gute Bewertungen, ist er zuverlässig und hat er gültige AGBs sowie ein Impressum? Wenn bereits viele Betrugsfälle bekannt sind, sollten Sie den Händler meiden.

Sie geben bei einer PayPal-Bezahlung zwar keine sensiblen Bankdaten an. Trotzdem können Betrüger Ihre Login-Daten abgreifen und diese missbrauchen. Sie können sich über jede PayPal-Transaktion per SMS- und/oder E-Mail-Benachrichtigung in Echtzeit informieren lassen. Darüber und durch die Transaktionsübersicht in Ihrem Account haben Sie Ihre Ausgaben immer im Blick.

Achten Sie bei E-Mails von PayPal besonders darauf, ob sie wirklich von dem Online-Bezahldienst stammen. Dreiste Betrüger versuchen mit sehr gut gefälschten Nachrichten an die Daten von PayPal-Kunden zu gelangen. Klicken Sie nicht auf Links in E-Mails von PayPal, sondern melden Sie sich online mit Ihren Login-Daten ein, um angebliche Abbuchungen zu überprüfen. Im Zweifel können Sie bei PayPal direkt per E-Mail an kundenbetreuung@paypal.com oder per Telefon (0800 723 4500) nachfragen. Dritte können diese Meldung aber nicht für Sie übernehmen, denn PayPal kommuniziert ausschließlich mit den Kunden.

Sichere Passwörter sind eine zentrale Voraussetzung für die Nutzung von PayPal. Es sollte nicht erraten werden können, aus mindestens acht Zeichen oder mehr bestehen und mindestens eine Zahl oder ein Symbol enthalten. Ändern Sie Ihr Passwort auch von Zeit zu Zeit. So machen Sie es potenziellen Betrügern schwerer. Zusätzlich schützen können Sie sich mit dem Sicherheitsschlüssel von PayPal: Sie erhalten bei jedem Login eine SMS mit einer PIN, welche Sie eingeben müssen.

Bildquellen:

PayPal: paypal.com
Sicherheit: © Scantynebula | Dreamstime.com

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