Zielzone

Zielzonen sind in einem System fester Wechselkurse und einer zu Grunde liegenden Ankerwährung die festgelegten Bandbreiten, innerhalb derer sich eine Währung bewegen darf. Erreicht der Wechselkurs einer solchen Währung dir Grenze einer Zielzone, greift die Zentralbank durch entsprechende Interventionen ein.

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Die Zielzone definiert also stets den Bereich zwischen dem festen Austauschverhältnis (Parität) der Währungen und dem oberen bzw. unteren Interventionspunkt.

1. Oberer Interventionspunkt
Wird diese Zielzonengrenze erreicht oder nähert sich ein Wechselkurs diesem Bereich, dann greift die Zentralbank mit entsprechenden Stützungsverkäufen ein. Sie verkauft Devisen, um die Knappheit zu mindern und dadurch den Wechselkurs zu stabilisieren bzw. zurückzuführen.

2. Unterer Interventionspunkt
Wird der Punkt erreicht oder angestrebt, dann greift die Zentralbank mit Stützungskäufen ein, d.h. sie mindert das Devisenangebot auf dem Markt und lässt den Wechselkurs der Währung wieder steigen und somit stabilisieren.

Neben diesen Devisenmarktinterventionen kann die Zentralbank aber auch über die Offenmarktgeschäfte die Zielzonen quasi „verteidigen“ und die Wechselkursstabilität herstellen. Durch das Bestehen von Zielzonen haben Zentralbanken Spielraum hinsichtlich der Verfolgung ihrer Ziele. Außerdem stabilisieren sie oft den Außenhandel.

In der heutigen Volkswirtschaft findet man ein System variabler Wechselkurse vor, die sich auf Basis von Angebot und Nachfrage bilden. Ein historisches Beispiel von Zielzonen ist aber der Wechselkursmechanismus II (WKM II), bei dem der Euro als Ankerwährung gilt und wo die Währungen der Partnerländer, die den Euro noch nicht eingeführt haben, sich nur innerhalb dieser Zielzonen bewegen dürfen.

 
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