Risiko, systematisches

Unter einem systematischen Risiko versteht man im Rahmen der Portfoliotheorie das eigentliche Marktrisiko von Finanzanlagen vor Allem im Wertpapierbereich. Hierbei handelt es sich um alle Gefahren, die von jeglichen den gesamten Markt beeinflussenden Faktoren abhängen und nicht durch eine entsprechende Anlagesteuerung bzw. Wertpapierdiversifizierung gemindert oder ausgeschlossen werden können.

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Risikoereignisse des systematischen Risikos können demnach unter Anderem die folgenden sein:

•    (Natur)Katastrophen
•    politische, ökonomische, soziale Veränderungen
•    Veränderungen des Marktzinses
•    Kriege
•    Markthemmnisse
•    gesetzliche Beschränkungen
•    allgemeine Inflation
etc.

Diese und weitere Ereignisse wirken hemmend auf den Markt ein und beeinflussen zugleich die Entwicklungen der Anlageinstrumente. Man kann daher sagen, dass jegliche Finanztitel dem systematischen Risiko ausgesetzt sind. Allerdings haben bestimmte Anlageformen auf Grund ihrer Gestaltung sowie Konditionsausstattung einen Beta-Faktor (Messzahl zur Ermittlung des systematischen Risikos) von 0, d.h. sie unterliegen zwar allgemein dem systematischen Risiko, werden aber so gut wie gar nicht in ihrer Entwicklung beeinflusst. Es gilt also:

Je höher der Beta-Faktor, desto stärker reagiert die Kapitalanlage auf mögliche Marktveränderungen.

Grundsätzlich muss ein Marktteilnehmer, der ein risikobehaftetes Papier erwirbt, dieses systematische Risiko aber automatisch mit übernehmen. Daher verlangen Investoren in der Regel für die Risikoübernahme auch eine entsprechende Risikoprämie.

Gemeinsam mit dem unsystematischen Risiko (kann durch eine effiziente Diversifizierung des Wertpapierportfolios weitgehend gemindert werden) bildet das systematische Risiko das sogenannte Gesamtrisiko einer Anlage.

 
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