Overbanked

Der Begriff „Overbanked“ bezeichnet einen Zustand, in dem sich in einem geographisch abgesteckten Gebiet zu viele Banken befinden. Dabei befinden sich entweder zu viele „gebäude-bezogene“ Banken (so genannte „Brick Banks” oder „Mortar Banks”) in dem betroffenen Gebiet, oder es werden sämtliche Formen der Finanzdienstleistungen berücksichtigt.

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Zur Messung des Zustandes werden verschiedene Größen zu Grunde gelegt. In der Regel dient die Einwohnerzahl dabei als Basis. Wenn sich zu viele Anbieter auf einem Finanzmarkt befinden, führt dies häufig zu einem starken Wettbewerb mit niedrigen Zinsen.

Sowohl lokale als auch nationale Finanzmärkte können overbanked sein. Der Markt in Deutschland gilt im Allgemeinen als overbanked, so dass die Margen im internationalen Vergleich eher niedrig sind. Es gibt eine große Zahl von Finanzdienstleistern und Deutschland ist eines der am dichtesten mit Bankfilialen versorgten Länder der Welt. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland mit der Zahl seiner Banken etwa im Mittelfeld, die höchste Dichte in diesem Bereich weist Spanien auf.

Generell ist ein Absinken der Filialdichte seit den 1980er Jahren zu beobachten, was sich vor Allem durch Bankenfusionen im Bereich der Genossenschaftsbanken und Sparkassen erklärt, aber auch durch Marktanteilsgewinne der Direktbanken und die zunehmende Nutzung des Internetbankings. Gleichzeitig ist die Zahl der ausländischen Bankniederlassungen angestiegen.

 
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