Minhas Gerais Problem

Als Minhas Gerais Problem (auch Minas Gerais Problem geschrieben; kurz MG-Problem) bezeichnet man die Gefahr eines Währungsraumes, dass auf Grund der Zahlungsunfähigkeit eines Mitgliedslandes die Währung abgewertet wird und nicht nur die Volkswirtschaft sondern der gesamte Währungsraum dem Risiko einer Rezession ausgesetzt ist/ wird.

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Der Begriff findet seinen Ursprung im Jahre 1999, als der Gouverneur der brasilianischen Provinz Minhas Gerais öffentlich bekannt geben musste, dass die Schulden (Verbindlichkeiten) der Provinz nicht mehr bedient werden können. In Folge dessen wurde der Real, der die brasilianische Währung darstellt, in eine Währungskrise gestürzt. Er musste um ganze 40 Prozent abgewertet werden und die Volkswirtschaft fiel in eine tiefe Rezession. Negative Folgen aus der Währungsabwertung waren auch der Verzehr von Ersparnissen sowie die Vernichtung von Arbeitsplätzen.

Eine weitere abrupte Folge des Minhas Gerais Problems ist der Currency Swing. Die abgewertete Währung wird über einen sehr kurzen Zeitraum rasch in eine andere, stabilere Währung eingetauscht. Vor Allem im Europäischen Währungsraum gilt es also, dieses Problem möglichst zu vermeiden.

 
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