Leihkapital

Unter Leihkapital versteht man allgemein Geldbeträge, die für einen bestimmten Zeitraum und gegen Zahlung von Zinsen auf dem allgemeinen Finanzmarkt zur Verfügung gestellt und abgefragt werden.

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Im Bankensektor wird darunter auch der Betrag verstanden, die für Investitionen als Darlehen vergeben werden. Der Zins ist gewissermaßen der Preis für die Hingabe des Leihkapitals.

Das übermäßige Vorhandensein von Leihkapital deutet auf ein fehlendes Abrufen von Investitionsdarlehen hin, was ein Zeichen für eine Stagnation beim industriellen Kapital ist. Während das Leihkapital als unproduktiv, aber zinseinbringend bezeichnet werden kann, wird Industriekapital als produktiv und für diese Zinsen arbeitend angesehen.

Da Leihgeld ständig angefordert und zurückgezahlt wird, ist es nur für relativ kurze Zeit als tatsächliches Leihkapital vorhanden und wird deshalb auch schwebendes Kapital genannt. Auf Grund enormer wirtschaftlicher Zugewinne wurde in den letzten Jahrzehnten dermaßen viel freischwebendes Kapital gebildet, das sich nun zunehmend mehr Investitionsmöglichkeiten sucht, die eine weitere Kapitalerzeugung versprechen. Finanzexperten diskutieren bereits seit Längerem die absehbaren ökonomischen Grenzen eines fortwährenden Wachstums.

Häufiger wird Leihkapital bereits irrtümlich als Teil des Zahlungsmittelbestandes im Umlaufvermögen, also als Aktiva, eines Unternehmens angesehen, die Schulden also schon wie geldwerte Vermögensgegenstände betrachtet.

 
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