Heller

Der Heller, teilweise auch Haller genannt, ist ein früheres deutsches Zahlungsmittel, dessen Wert einem halben Pfennig entsprach. Die Münze bestand aus Kupfer und erhielt ihren Namen nach dem Prägeort Hall am Kocher, dem heutigen Schwäbisch Hall.

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Verbreitet waren vor Allem beidseitig geprägte Münzen, auf denen eine Hand zu sehen war. Sie trugen daher die Bezeichnung „Händeheller“. Im Laufe der Zeit wurden die Münzen von Fälschern und Kippern jedoch so sehr verschlechtert, dass sie zusehends an Wert verloren. Irgendwann war der Heller dann keine Silbermünze mehr und im Juli 1873 wurde er ganz abgeschafft.

Mit dem Heller verschwanden auch die anderen bis dahin gültigen Münzen und die Goldmark wurde als neue Währung eingeführt. Die gesetzliche Grundlage für diese Maßnahme bildete das Münzgesetz, das die alten Zahlungsmittel zu Gunsten der neuen Währung abschaffte. Die Goldmark überdauerte anschließend das Deutsche Kaiserreich und war bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges 1918 das offizielle deutsche Zahlungsmittel. Im alltäglichen Sprachgebrauch wurde sie einfach als Mark bezeichnet.

In der deutschen Kolonie Deutsch-Ostafrika wurde der Heller von 1905 bis 1918 noch einmal als offizielle Währung eingesetzt, wobei 100 Heller einer Rupie entsprachen.

 
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