Hausgeldabzug

Der so genannte Hausgeldabzug, oder auch schlicht Hausabzug und teilweise Cottagegeld genannt, reduzierte früher den ausgezahlten Lohn vieler Industriearbeiter. Als Gegenleistung für den Abzug erhielten die Angestellten großer Unternehmen die Möglichkeit, in firmeneigenen Wohnungen zu leben. Die Arbeiter zahlten also keine Miete, vielmehr wurde ein Teil ihres Lohns gleich vom Betrieb einbehalten.

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Das Prinzip des Haus(geld)abzuges kam erstmals während der industriellen Entwicklung in England massenhaft zum Einsatz und später wurde es auch in Deutschland immer beliebter. Insbesondere im Ruhrgebiet und im Saarland, wo der Bergbau und die Stahlindustrie eine Blütezeit erlebten, gab es hunderttausende Werkswohnungen, die den Beschäftigten der Unternehmen vorbehalten blieben. Sie lagen oftmals in der Nähe der Werke, so dass der Arbeitsplatz auch ohne eigenes Auto problemlos zu erreichen war.

Zudem belief sich der Haus(geld)abzug oft auf eine relativ niedrige Summe, für die auf dem freien Markt nur schwer eine entsprechende Wohnung zu finden gewesen wäre. Für die Arbeiter war die Vereinbarung über einen Haus(geld)abzug also durchaus eine Entscheidung, die sich finanziell rechnete. In abgewandelter Form gibt es entsprechende Vereinbarungen auch heute noch in einigen Branchen.

 
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