Geldheimat

Als Geldheimat wird umgangssprachlich die Herkunft einer Währung bezeichnet. Der Euro kommt beispielsweise aus Europa, der Yen aus Japan und der US-Dollar aus der Vereinigten Staaten von Amerika (USA). Allerdings müsste es korrekt eher „Währungsheimat“ heißen, da der Begriff „Geld“ an sich das physische Vorkommen einer Währung bezeichnet.

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Jede Heimat des jeweils staatlich geregelten Geldwesens ist entweder ein Land oder ein Zusammenschluss von Ländern zu einer Komplementärwährung. Mit der Einführung des Euro sowie der damit einhergehenden Währungsunion verlor die Deutsche Mark ihre allgemeine Gültigkeit als offizielles Zahlungsmittel der Bundesrepublik – entsprechend gibt es heute kein Zahlungsmittel mehr mit der Geldheimat Deutschland, da dass Land zur EU-Währungsunion gehört.

Weltweit findet man diverse kuriose Währungen. Das so genannte Muschelgeld beispielsweise hat seine Geldheimat in Papua-Neuguinea und gilt dort tatsächlich als offizielles Zahlungsmittel. Einige wenige Entwicklungsländer haben sich mit Kreationen wie diesen eine gewisse nationale Identität bewahrt. Selbstverständlich kann man mit Muschelgeld nicht auf den internationalen Devisenmarkt treten, doch immerhin in Papua-Neuguinea Waren und Dienstleistungen damit erwerben. Zudem ist auf der Insel New Britain im Jahre 2002 für die Geldheimat des Muschelgeldes auf Papua-Neuguinea eine Muschelbank eröffnet worden – die erste und weiterhin einzige auf der ganzen Welt.

 
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