Finanzoligarchie

Finanzoligarchie ist ein Begriff, der aus der marxistischen Literatur stammt und sich gegen die Marktwirtschaft wendet. Die Anklage bezieht sich auf die Tatsache, dass sich bei wenigen großen Banken, Versicherungen und andere Wirtschaftsunternehmen die finanzielle Kraft einer Volkswirtschaft konzentriert. Oligarchie meint die Herrschaft einer kleinen Gruppe über andere, die in der Überzahl sind.

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Sie bilden innerhalb der Wirtschaft einen abgezirkelten Kreis mit großem Einfluss. Dieser richtet sich nicht nur auf die Volkswirtschaft selbst, sondern gleichfalls auf die gesamte Politik und Verwaltung eines Landes. Marxistische Denker fordern deshalb die Verstaatlichung des Finanzsektors. Sämtliche Finanzdienstleistungen sollen in die Hände von Parteifunktionären fallen, die diese dann auch ausüben.

Die Finanzoligarchie zeigt deutlich, dass alle Macht vom Kapital ausgeht. Linke und andere Experten sehen Manager und Politiker mit ihren hohen Einkünften als Marionetten der Finanzoligarchie. Sie klagen sie an, dass sie die Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für immer mehr Profit schaffen. Fachleute werfen vor, dass eine zu schmale Finanzierung oder zu wenig Eigenkapital und damit auch eine schlechte Wirtschaftlichkeit die finanzoligarchische Übernahme solcher Institutionen erleichtern.

 
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