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Bodmerei

Bodmerei (engl.: bottemry; franz.: Contrat à la grosse) war eine Art Seedarlehen, bei dem der Kapitän, wenn dieser sich in einer Notlage außerhalb des Heimathafens befand, sein Schiff und die komplette Ladung verpfändete.

Sobald ein Schiff einen ausländischen Hafen ansteuerte und der Kapitän an Geldmangel litt, um die Reise fortzusetzen oder sein Schiff aufzurüsten, wurde ein solches Seedarlehen aufgenommen. Als Beweisurkunde wurde ein sogenannter Bodmereibrief, d.h. ein Schiffspfandbrief, ausgestellt, welcher als Sicherheit (Pfand) für das Darlehen galt. Der Schiffer verpfändete also den Boden seines Schiffes, wodurch die Bezeichnung Bodmerei entstand. In der Regel wurde die Laufzeit des Darlehens auf einen festen Termin beschränkt oder auf die Ankunft in einem bestimmten Hafen befristet, bis wann das Geld zurückgezahlt werden musste.

Mit dem Aufkommen moderner Nachrichten- und Bankenverbindungen wurde die Bodmerei abgeschafft bzw. verlor sie an Bedeutung.

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