Mastercard

Die Marke Mastercard ist weithin bekannt. Aber welchen Hintergrund hat die US-Gesellschaft und wie weit verbreitet sind ihre Kreditkarten wirklich?

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Mastercard: weltweit bekannt

Inhaltsverzeichnis

  1. Allgemeines
  2. Karten
  3. Zahlen und Fakten
  4. Kartenausgabe
  5. Funktionen
  6. Vor- und Nachteile

Allgemeines

logo-mastercard

Mastercard kennt wirklich fast jeder Verbraucher – zumindest in Deutschland. Die Marke hat einen hohen Bekanntheitsgrad, unter anderem auch durch unterhaltsame Werbung, einen relativ hohen Verbreitungsgrad und Sponsoring vieler Großveranstaltungen. Mastercard ist zum Beispiel Sponsor bzw. Partner bei den folgenden Events, Organisationen und Ligen:

  • UEFA Champions League
  • Berlinale
  • Filmfestspiele von Cannes
  • Disneyland Paris
  • Golf (European PGA Tour, US PGA Tour, PGA Champions Tour)
  • BRIT Awards
  • Major League Baseball (MLB)
  • Memorial Cup der kanadischen Hockey-Liga

Sponsoring in der Vergangenheit (Stand: 08/2017):

  • FIFA Weltmeisterschaft (bis 2007)
  • MasterCard Lola Formel 1-Team (bis 1997)

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Der Hauptsitz von Mastercard ist in Purchase, einem Dorf im Süden des US-Bundesstaates New York – rund 50 km von New York City entfernt. Die Gesellschaft beschäftigt weltweit rund 11.300 Mitarbeiter, erwirtschaftet einen Umsatz von rund 9,67 Milliarden Dollar und ist in 210 Ländern und Regionen tätig – also quasi überall auf der Welt (Stand: 2015).

Sie gibt neben Mastercard-Kreditkarten auch Debitkarten und Guthabenkarten aus – allerdings nur über Partnerbanken. Die Gesellschaft gibt weltweit Lizenzen an Banken, welche nur dann Mastercard-Karten ausgeben dürfen (Issuing-Lizenzen; Die Anwerbung von Vertragsunternehmen läuft über Acquiring-Lizenzen). Damit geht sie ähnlich wie die zweite große US-Gesellschaft Visa vor. American Express (Amex) gibt die eigenen Kreditkarten dagegen fast nur selbst aus. Die drei Unternehmen sind mit die wertvollsten Kreditkarten-Marken der Welt.

Geschichte

Doch welche Geschichte steckt hinter Mastercard und wie ist das US-Unternehmen heute aufgestellt? Diese und weitere Fragen rund um die Gesellschaft sollen im folgenden Text beantwortet werden.

mastercard

1940er
Bereits in den 1940er Jahren gaben einige US-Banken Papiere heraus, welche in regionalen Läden als Zahlungsmittel akzeptiert wurden – dies gilt als allererster Ursprung von Mastercard.

1951
Nach diesem Vorbild bot die Franklin National Bank aus New York im Jahr 1951 die erste richtige Kreditkarte an. Damals konnten Sie damit in verschiedenen Restaurants und Geschäften bargeldlos bezahlen – was noch nicht unbedingt zum Standard gehörte. Das System breitete sich aufgrund der wachsenden Beliebtheit auch außerhalb New Yorks aus. In Laufe des Jahrzehnts expandierte das Franchise-System in viele größere US-Städte.

1966
Im Jahr 1966 gründeten dann wiederum einige Banken aus Kalifornien die Interbank Card Association (ICA), eine Kreditkartengesellschaft. Dazu gehörten die folgenden Banken:

  • United California Bank (später unbenannt in First Interstate Bank, danach teilweise fusioniert mit Wells Fargo Bank)
  • Wells Fargo
  • Crocker National Bank (ebenso teilweise mit Wells Fargo fusioniert)
  • Bank of California (teilweise mit der Union Bank of California fusioniert)

Damit war die Vorgängerorganisation von Mastercard geboren.

1966-1970
Während der folgenden zwei Jahre entstand nach und nach das globale Banken-Netzwerk. Ende der 1970er Jahre folgten auch Mitgliedsorganisationen aus Afrika und Australien. (Erst in den 1980ern expandierte das Unternehmen nach Asien und Lateinamerika.)

Im Jahr 1969 kaufte die ICA mit Hilfe der New Yorker Marine Midland Bank (jetzt HSBC Bank USA) den Namen "Master Charge" und ließ sich die Marke schützen. Im selben Jahr schloss sich die First National City Bank der ICA an.

Ende 1907er
Aber erst ein Jahrzehnt später wurde aus "Master Charge" das heute so bekannte "Mastercard" (1979), um sich besser international ausrichten zu können.

pin-geldautomat

1980er
Die US-Gesellschaft führte in den 1980er Jahren als erster Anbieter Business-Karten sowie das Laser-Hologramm auf Kreditkarten ein. In der Mitte dieses Jahrzehnts kauft Mastercard das Cirrus-Geldautomatennetzwerk.

Gut zu wissen: Cirrus heißen übrigens die Bargeldbezugskarte von Mastercard.

1990er
Im Jahr 1991 führte Mastercard mit Maestro das erste Debit-Netzwerk für Online-Verkaufsstellen ein. Die wohlbekannte Priceless-Werbekampagne von Mastercard startete im Jahr 1997.

2003
Die Mastercard-Kreditkarte hieß bis 2003 in Europa "Eurocard". Danach hieß sie auch auf diesem Kontinent Mastercard. Die Gesellschaft wollte sich damit weltweit einheitlich darstellen. Für europäische Nutzer veränderte sich damals aber nichts.


Weitere Meilensteine (Übernahmen, Fusionen, Gründungen etc.) seit 2002:

2002: Mastercard fusioniert mit Europay International, einer ehemaligen Kreditkartenvereinigung
2002: Mastercard wird zu einer privaten Aktiengesellschaft
2006: Mastercard International benennt sich in Mastercard Worldwide um (inkl. Logo-Änderung)
2016: Mastercard geht an die Börse (New York Stock Exchange) und erlöst 2,4 Milliarden US-Dollar
2008: Mastercard Europe integriert Europay France
2009: Mastercard übernimmt Orbiscom (seit 2010: "Mastercard Labs")
2010: Mastercard übernimmt DataCash, das Prepaid-Programm von Travelex (heute: Access Prepaid)
2012: Mastercard expandiert mit dem Programm zum mobilen, kontaktlosen Bezahlen in den Mittleren Osten
2012: Mastercard übernimmt Truaxis, eine Bonusplattform (vorher BillShrink)
2013: Mastercard übernimmt Provus, ein Abwicklungsunternehmen aus der Türkei
2014: Mastercard beteiligt sich an Bionym (Armband-Hersteller zur Herzfrequenz-Messung; Ziel: Authentifizierung per Biometrie)
2014: Mastercard übernimmt Pinpoint, das führende Prämienprogramm Australiens
2014: Mastercard kooperiert mit Apple (Thema: Mobile Wallet-Funktion des iPhones)
2015: Gründung von Masterpass
2016: Mastercard gibt eine umfassende Markenumgestaltung bekannt
2017: Mastercard übernimmt NuData Security, ein Spezialist für passive Biometrie
2017: Mastercard übernimmt VocaLink, eine Zahlungssystem-Firma mit Sitz in Großbritannien

Karten

Typen

reiseplanung-urlaub

Mastercard selbst unterscheidet grob in sieben eigene Karten-Typen:

  • Mastercard Standard (normaler Service; Basiskreditlimit, grundlegende Zahlungsleistungen: Bezahlen und Geldabheben; Zielgruppe: Ottonormalverbraucher und Geringverdiener)
  • Mastercard Gold (Premium-Service: höheres Kreditlimit, Dienste wie Versicherungen und andere Zusatzleistungen; Zielgruppe: wohlhabende Personen)
  • Mastercard Platinum (Exklusiver Service: höheres Kreditlimit, Dienste wie Versicherungen und andere Zusatzleistungen; Zielgruppe: wohlhabende Personen)
  • World Elite Mastercard (Höchster Servicestatus: überdurchschnittlicher Verfügungsrahmen, Exklusivleistungen wie Reiseservice, Sicherheits- und Versicherungsleistungen usw.; Zielgruppe: sehr wohlhabende Personen)
  • Mastercard Prepaid (Auflade-Karte: Kontrolle über Finanzen, Keine Bonitätsprüfung; Zielgruppe: u.a. Reisende und Jugendliche ab 14 Jahren)
  • Debit Mastercard (sogenannter "Alleskönner": Ausland, Handel und online einsetzbar; direkte Konto-Abbuchung; Zielgruppe: u.a. Junge Verbraucher)
  • Maestro (Girocard-Klassiker: weltweit akzeptiert, führendes Debitkarten-System)

Beispiele

gebuhrenfrei-kreditkarte

Suchen Sie nach einer Mastercard, so werden Sie in unserem Kreditkartenvergleich von bezahlen.de fündig. Dafür müssen Sie auf der Vergleichsseite nur das Häkchen links im Menü bei Mastercard setzen. Dann werden Ihnen die folgenden Mastercard-Kreditkarten angezeigt:

  • Gebührenfrei Mastercard Gold
  • Barclaycard Platinum Double
  • Barclaycard for Students
  • Onlinekonto.de MasterCard
  • Global-Konto Premium MasterCard
  • Global-Konto Business MasterCard
  • Miles & More Credit Card Blue World Plus
  • Miles & More Credit Card Blue World
  • Miles & More Credit Card Gold World
  • Miles & More Credit Card Gold World Plus
  • SunnyCard Kreditkarte
  • Ferrari Card
  • TravelCard
  • Fidor SmartCard
  • N26 Kreditkarte
  • norisbank Top-Girokonto Mastercard
  • payVIP Mastercard GOLD

Fun Fact: Nur sechs der 17 MasterCard-Kreditkarten aus unserem Kreditkartenvergleich tragen auch den Namen Mastercard in ihrem Namen

Diese 17 Mastercard-Kreditkarten werden von acht Partnerbanken direkt herausgegeben:

  • Advanzia Bank
  • Barclaycard
  • PayCenter
  • Deutsche Kreditbank
  • Santander Consumer Bank
  • Fidor Bank
  • N26 Bank
  • norisbank

Zusatzleistungen

maestro

Die oben genannten Kreditkarten umfassen beispielsweise einige der folgenden Zusatzleistungen:

  • weltweit gebührenfrei Geld abheben
  • inkl. Reiseversicherungspaket
  • 0 Euro Auslandseinsatzentgelt
  • im ersten Jahr beitragsfrei
  • auf Wunsch mit Partnerkarte
  • auf Wunsch mit Maestro-Karte
  • eigenes Kartendesign möglich
  • inkl. Wunsch-PIN
  • KEIN neues Bankkonto notwendig
  • auf Wunsch mit Sicherheitspaket
  • Mastercard und Maestro in einem
  • Kontaktlos bezahlen

Zahlen und Fakten

Anzahl der Karten

Weltweit gibt es mehr als 680 Millionen Kredit- und Chargekarten mit dem Mastercard-Logo.

Anzahl der Akzeptanzstellen

Weltweit gibt es rund 35,1 Millionen Akzeptanzstellen für Mastercard-Karten. In Deutschland gibt es rund 515.000 Mastercard-Akzeptanzstellen.

Anzahl der Bargeldauszahlungsstellen

Haben Sie eine Mastercard, können Sie sich weltweit bei rund 1,2 Millionen Automaten Bargeld auszahlen lassen. Ob Sie für diese Auszahlung Gebühren zahlen müssen, hängt von Ihrer Karte und dem Vertrag dahinter ab.

Kartenausgabe

Mastercard agiert als Franchisegeber und vergibt damit weltweit Lizenzen an Banken und Kreditkarten-Institute, um Karten auszugeben (siehe oben). Visa geht nach demselben Prinzip vor – ganz im Gegensatz zu American Express. Diese Gesellschaft gibt ihre Karten in der Regel nur selbst aus. Amex arbeitet in Deutschland zwar zum Beispiel mit dem Payback zusammen, verlinkt auf der Webseite des Bonusprogramms für den Kartenantrag aber auch die eigene Seite americanexpress.com.

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Die Partner-Institute von Mastercard bieten Ihnen als Kunden meist eine Service-Hotlines an, welche Sie jederzeit im Notfall erreichen können, sollten Sie Ihre Karte verloren haben oder diese aus einem anderen Grund sperren wollen. Die Telefonnummer der jeweiligen Hotline finden Sie in der Regel auf Ihrer Karte. Nichtsdestotrotz sollten Sie sich diese am besten gleich direkt ins Handy einspeichern, um in einer solchen Situation keine Zeit zu verlieren.

Aber nicht nur Banken und Sparkassen haben Notfall-Rufnummern eingerichtet, sondern auch Mastercard selbst. Darüber werden Sie im besten Fall direkt mit einem Mitarbeiter verbunden, welcher Ihre Sprache spricht (mindestens aber Englisch spricht) und Ihnen bei Problemen weiterhelfen kann. In den folgenden Fällen können Sie die Mastercard-Nummer anrufen:

  • Kreditkarte weg - was nun?
  • Ersatzkarten im Notfall
  • Bargeld im Notfall
  • Suche nach Geldautomaten, die Mastercard, Maestro und Cirrus akzeptieren

Befinden Sie sich in den USA, müssen Sie die folgende Nummer wählen:

+1-800-Mastercard (+1-800-627-8372)

Gut zu wissen: Rufen Sie aus dem Mobilfunknetz oder von einem nichtöffentlichen Telefon an, kommen unter Umständen hohe Gebühren auf Sie zu. Speichern Sie sich die Nummer am besten in Ihr Handy.

Rufen Sie von außerhalb der USA an, wählen Sie bitte die folgende Nummer für ein R-Gespräch. Dabei übernimmt Mastercard die Kosten für den Anruf:

+1-636-722-7111

Gut zu wissen: Auch bei R-Gesprächen aus dem Mobilfunknetz oder nichtöffentlichen Telefonen können Ihnen Kosten entstehen. Auch hier kann es sich lohnen, wenn Sie die Nummer bereits abspeichern.

Funktionen

Kontaktloses Bezahlen

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Mastercard nannte die Funktion für das kontaktlose Bezahlen in der Vergangenheit "Mastercard Paypass". Die Konkurrenten nennen dieses Near Field Communication (NFC) -Feature entweder ExpressPay (American Express) oder payWave (Visa). Finden Sie das Paypass- bzw. Kontaktlos-Logo auf Ihrer Kreditkarte, können Sie an einer NFC-Akzeptanzstelle in der Regel auch kontaktlos bezahlen – zumindest bis zu einer Höhe von 25 Euro. Ist der Betrag größer, müssen Sie sich doch mithilfe von Unterschrift oder PIN identifizieren. Sie müssen aber nicht unbedingt Ihre Karte dafür nutzen. Mastercard hat in der Vergangenheit beispielsweise auch schon Aufkleber mit dieser Funktion herausgebracht. Zum Bezahlen halten Sie folglich nur diesen Sticker nah an das Bezahlterminal. Das Terminal gibt bei erfolgter Bezahlung ein optisches oder akustisches Signal aus. Funktioniert das kontaktlose Bezahlen problemlos, sparen Sie in der Regel gegenüber anderen Optionen Zeit. Ähnlich funktioniert in der Regel das Mobile Payment per Smartphone. 

Kritik

Allerdings müssen Sie gerade bei NFC-fähigen Kreditkarten bedenken, dass Betrüger unter Umständen mit einem normalen Smartphone Ihre Kartendaten auslesen können. Sind sie im Besitz Ihrer Kreditkartenummer und Ihres Namens, können sie beispielsweise Bestellungen bei Amazon aufgeben. Sie können Ihre NFC-fähige Kreditkarte wiederum mit einer Schutzhülle vor Betrügern abschirmen.

Allerdings verspricht Mastercard, dass im Haftungsfall kein Risiko für Sie als Kunde entsteht. Wurden Sie online oder offline tatsächlich reingelegt, erhalten Sie Ihr also meist Geld zurück. Sperren Sie Ihre Karte rechtzeitig, kann entsprechend erst gar kein Geld abgebucht werden.

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Bekannte Marke, u.a. durch Werbung
  • Weit verbreitet
  • ständige Erreichbarkeit durch Notrufnummer
  • Partnerbanken geben Karten aus
  • einige Karten bieten sinnvolle Zusatzleistungen
  • NFC-Funktion bei vielen Karten
  • Online und offline bezahlen möglich

Nachteile

  • (zu) starke Marktmacht
  • zu groß, um schnell Innovationen umzusetzen
  • besondere Services richten sich nur an Reiche
  • nur eine kostenlose Mastercard-Kreditkarte
  • Gefahr durch NFC-Funktion bei Kreditkarten

Weitere Vor- und Nachteile von Kreditkarten an sich finden Sie in dem hier verlinkten Artikel. 

Bildquellen:

Mastercard und Apple Pay: Mastercard
Karten: Bezahlen.de
PIN verdecken und Diebstahl: kartensicherheit.de
Urlaubsplanung: Flydragonfly | Dreamstime.com

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