Sollte ich lieber PayPal oder Skrill nutzen?

Heute bieten Ihnen sowohl Skrill als auch PayPal die Möglichkeit, Geld an Freunde zu senden. In diesem Ratgeber wollen wir Ihnen erklären, welchen Service Sie nutzen sollten.

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PayPal und Skrill im Vergleich

Inhaltsverzeichnis

  1. Mit welchen Geräten kann ich PayPal und Skrill nutzen?
  2. Muss ich Geld auf ein Konto legen, um Geld zu versenden?
  3. Was kostet mich ein Geldtransfer an Freunde?
  4. Wie schneiden PayPal und Skrill beim Datenschutz ab?
  5. Welcher Anbieter bietet eine höhere Sicherheit?
  6. PayPal sollte Ihr erste Wahl beim Geldtransfer sein

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Wenn Sie nach einem Service suchen, um Geld an Freunde zu senden, kommen für Sie vermutlich sowohl PayPal als auch Skrill in Frage. Beide Dienstleister ermöglichen es, online Geld an Freunde zu senden bzw. zu bezahlen. Bei beiden Dienstleistern ist dies weltweit möglich, sodass Sie auch Verwandten Geld zukommen lassen können. Doch PayPal und Skrill unterscheiden sich auch stark, denn die beiden Services kommen nicht nur aus unterschiedlichen Ländern, sondern haben auch eine grundverschiedene Gebührenstruktur. Wir wollen Ihnen in diesem Ratgeber deshalb nahelegen, welche Option für Sie die bessere Wahl darstellt.

Mit welchen Geräten kann ich PayPal und Skrill nutzen?

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Wenn Sie Geld an Freunde senden, spielt eine möglichst einfache Lösung für Sie sicherlich die wichtigste Rolle. Bei der Wahl zwischen PayPal und Skrill gibt es dabei allerdings keine großen Unterschiede. Sowohl PayPal als auch Skrill können Sie sowohl am Computer als auch an Ihrem mobilen Endgerät nutzen. Die Apps der beiden Zahlungsdienstleister können Sie sowohl für Android als auch für iOS herunterladen. Nutzen können Sie jeden der beiden Services sowohl an einem Smartphone als auch an einem Tablet. Bedenken sollten Sie allerdings, dass weder PayPal oder Skrill mit einem normalen Mobiltelefon – das nicht gleichzeitig ein Smartphone ist – funktionieren. Wenn Sie kein Smartphone oder Tablet haben, können Sie Transaktionen allerdings problemlos von Ihrem Computer durchführen.

Muss ich Geld auf ein Konto legen, um Geld zu versenden?

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Ein entscheidender Unterschied zwischen PayPal und Skrill findet sich in der Funktionsweise des Geldtransfers. Zwar müssen Sie sich sowohl bei PayPal als auch bei Skrill erst online registrieren und einen Account erstellen, danach ändert sich der genaue Ablauf aber. Zwar müssen Sie auch bei PayPal zwingend eine Abrechnungsart – etwa eine Kreditkarte oder ein Bankkonto – hinterlegen. Bei Skrill ist es aber zwingend erforderlich, dass Sie Geld auf Ihr Konto laden. Erst wenn Sie Geld auf Ihrem Skrill-Konto haben, können Sie dieses auch an Freunde transferieren. Um diesen Zwischenschritt kommen Sie nicht herum. Entsprechend dauert der Transfer teilweise auch einige Tage, da die Aufladung des Skrill-Kontos nicht in Echtzeit funktioniert.

Anders ist die Sache bei PayPal. Früher mussten Sie auch bei dem US-amerikanischen Zahlungsdienstleister zwingend Geld auf Ihr Konto legen, um Transaktionen durchzuführen. Das hat sich allerdings zuletzt geändert (Stand: 09/2017). Mittlerweile können Sie mit PayPal direkt Zahlungen und Geldtransfers an Freunde von Ihrer Kreditkarte oder Ihrem Girokonto vornehmen. Das Geld taucht dabei nie als Guthaben auf dem PayPal-Konto auf, sondern wird im Prinzip direkt an den Empfänger weitergeleitet. Dadurch müssen Sie nicht zuerst eine Aufladung und dann eine Transaktion durchführen und sparen sich so im Vergleich zu Skrill einen Schritt. Darüber hinaus dürfen Sie sich über ein subjektiv höheres Sicherheitsgefühl freuen, da das Geld nicht lange auf dem Online-Konto herumliegt, sondern sofort transferiert wird.

Was kostet mich ein Geldtransfer an Freunde?

Die größten Unterschiede zwischen PayPal und Skrill ergeben sich bei den Kosten für den Geldtransfer. Hier bietet PayPal Ihnen klare Vorteile – bei Skrill sind die Gebühren dagegen teilweise sehr hoch. Es kommt allerdings auf die Details an.

Welche Gebühren fallen bei PayPal an?

PayPal bietet mittlerweile einen komplett kostenfreien Geldtransfer an Freunde und Bekannte innerhalb des Euro-Raums. Sie bezahlen keinen Cent für eine Übersendung von Geld an Freunde – unabhängig davon, ob Sie das Geld aus Ihrem PayPal-Guthaben oder direkt von einem anderen Zahlungsmittel wie einer Kreditkarte oder einem Girokonto transferieren. Bedenken sollten Sie allerdings, dass dies alles nur für Transaktionen innerhalb des Euro-Raums in der Währung Euro gilt.

So funktioniert PayPal:

Bei unterschiedlichen Währungen und Auslandstransaktionen (außerhalb der Europäischen Union und des Europäischen Wirtschaftsraumes) werden Gebühren fällig. Kostenlos sind Transaktionen nach diesem Muster (Stand: 07/2017):

  • Transaktion innerhalb der Europäischen Union, Norwegen, Island und Liechtenstein
  • Transaktion in Euro oder Schwedischen Kronen (SEK)

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Sollten Sie mit PayPal Geld innerhalb Europas, aber außerhalb der Europäischen Union oder in einer anderen Währung transferieren, fallen Gebühren in dieser Höhe an (Stand: 07/2017):

  • 0,5 Prozent bei vollständig über ein Bankkonto oder mit Guthaben finanzierte Zahlungen
  • 3,9 Prozent für vollständig oder teilweise mit Kreditkarte finanzierte Zahlungen

Bei allen Zahlungen mit einer Kreditkarte fällt darüber hinaus noch eine Festgebühr für Fremdwährungen an, die meist allerdings weniger als einen Euro beträgt. Dennoch ist von grenzüberschreitenden (außerhalb der EU) Transaktionen mit der Kreditkarte auf Grund der enormen Gebühren in jedem Fall abzusehen.

Sollten Sie Geld in ein Land außerhalb der Europäischen Union versenden, fallen ähnliche Gebühren an (Stand: 07/2017):

  • Australien: 1 Prozent (Bankkonto / PayPal-Guthaben) | 3,4 Prozent (Kreditkarte)
  • Japan: 0,3 (Bankkonto / PayPal-Guthaben) | 3,9 Prozent (Kreditkarte)
  • USA & Kanada: 1 Prozent (Bankkonto / PayPal-Guthaben) | 3,4 Prozent (Kreditkarte)
  • Andere Länder: 0,5 Prozent (Bankkonto / PayPal-Guthaben) | 3,9 Prozent (Kreditkarte)

Sie sehen selbst, dass Sie PayPal allen voran für Transaktionen an Freunde innerhalb der Europäischen Union und des Europäischen Wirtschaftsraumes nutzen sollten, da diese komplett kostenlos sind. Sollten Sie Geld in ein anderes Land in Europa oder nach Übersee überweisen müssen, sind Sie bei PayPal ebenfalls an der richtigen Adresse. Dabei sollten Sie jedoch bedenken, dass eine Kreditkarte nicht das ideale Zahlungsmittel für den Geldtransfer ist, da die Gebühren hierbei deutlich höher sind als bei einem Transfer aus dem Guthaben oder vom Bankkonto.

Welche Gebühren fallen bei Skrill an?

Deutlich komplizierter als bei PayPal ist die Gebührenstruktur von Skrill. Der Zahlungsdienst ist zwar per se kostenlos, Transaktionen kosten allerdings bereits ab der zweiten Überweisung Geld. Das gilt auch dann, wenn Sie Geld an Freunde transferieren. Dabei schenkt Ihnen Skrill zwar die erste Transaktion nach der Registrierung, danach fallen allerdings Gebühren in Höhe von 1,9 Prozent für jeden Geldtransfer an. Die maximale Gebühr pro Transaktion liegt bei 20 Euro, sodass höhere Transaktionen etwas günstiger sind.

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Die Transaktionen bei Skrill werden aber noch deutlich teurer, wenn Sie nicht innerhalb der Europäischen Union in Euro überweisen. Für Transaktionen mit Umrechnungen in Fremdwährungen entstehen Gebühren in Höhe von 3,99 Prozent. Damit bezahlen Sie für eine grenzüberschreitende Transaktion in eine andere Währung insgesamt eine Gebühr von über 5 Prozent und damit deutlich mehr als bei PayPal. Doch das ist leider noch nicht einmal alles, was bei Skrill an Gebühren auf Sie zukommt.

Wie wir Ihnen bereits weiter oben erklärt haben, müssen Sie vor einer jeden Transaktion Geld auf Ihr Skrill-Konto laden. Auch dafür fallen (meist) Gebühren an. Diese sind gestaffelt und richten sich nach dem jeweiligen Einzahlungsweg (Stand: 07/2017):

  • Banküberweisung (kostenfrei)
  • Bitcoin (1 Prozent)
  • Sofortüberweisung (1,9 Prozent)
  • Giropay (1,9 Prozent)
  • Visa (1,9 Prozent)
  • Mastercard (2,25 Prozent)
  • American Express (2,5 Prozent)
  • Diners Club (2,5 Prozent)
  • JCB (2,5 Prozent)
  • Neteller (3 Prozent)

Sie haben allerdings auch bei Skrill die Möglichkeit, kostenlos Geld auf Ihr Konto zu legen. Anders als bei PayPal ist dies aber nicht mit verschiedenen Zahlungsmitteln, sondern ausschließlich per Überweisung möglich. Würden Sie bei PayPal beispielsweise 1.000 Euro mit einer Mastercard auf Ihr Konto laden, würden Sie keinen Cent Gebühren bezahlen. Tun Sie dasselbe bei Skrill, bezahlen Sie insgesamt 22,50 Euro Gebühren.

Leider können wir den Abschnitt zu den Gebühren bei Skrill hier noch nicht abschließen. Wir wollen Sie nämlich auch darauf hinweisen, dass bei Skrill eine Gebühr für Auszahlungen anfällt. Diese staffelt sich wie folgt (Stand: 07/2017):

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Wie schneiden PayPal und Skrill beim Datenschutz ab?

Natürlich hat aber auch PayPal nicht nur Vorteile. Ein großer Unterschied zwischen PayPal und Skrill liegt nämlich im Unternehmenssitz. So sitzt Skrill in Großbritannien, während PayPal in den USA beheimatet ist. Dementsprechend werden Ihre Daten bei PayPal auch in den USA, während Skrill diese in Großbritannien speichert. Das heißt konkret, dass Sie sich bei Skrill darauf verlassen können, dass die höheren europäischen Datenschutzstandards greifen. Zudem stand PayPal in puncto Datenschutz bereits mehrfach in der Kritik. Materialisiert hat sich die Kritik allerdings nie.

Bedenken sollten Sie bei diesem Aspekt allerdings, dass es in den vergangenen Jahren noch nie zu einem ernstzunehmenden Hacker-Angriff auf eines der beiden Unternehmen gekommen ist. Ihre Daten sind also grundsätzlich bei beiden Dienstleistern sicher. Fragen sollten Sie sich daher eher, ob Sie mit den etwas legeren Datenschutzstandards in den USA einverstanden sind oder sich lieber auf die stärkeren Verbraucherschutzstandards in Europa stützen möchten. Sofern Letzteres der Fall ist, wäre Skrill für Sie möglicherweise die bessere Alternative als PayPal (Stand: 09/2017).

Welcher Anbieter bietet eine höhere Sicherheit?

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Wenn es um den Geldtransfer geht, spielt auch für Sie die Sicherheit sicherlich die Hauptrolle. Deshalb wollen wir für Sie einen Blick darauf werfen, ob die beiden Dienstleister ähnlich hohe Sicherheitsstandards bieten. Dabei lässt sich zu aller erst sagen, dass sowohl PayPal als auch Skrill in den vergangenen Jahren nie negativ aufgefallen sind. Einen ernstzunehmenden erfolgreichen Hackerangriff gab es genauso wenig wie eine große Sicherheitslücke. Das liegt allen voran an sehr hohen Sicherheitsstandards beim Schutz von Daten und Transaktionen. Dennoch sprechen bei der Sicherheit zwei Aspekte insgesamt eher für PayPal (Stand: 09/2017).

Zum einen handelt es sich um die Größe. Nach eigenen Angaben hat PayPal im Jahr 2016 allein 354 Milliarden Transaktionen abgewickelt. Skrill dagegen hat nicht einmal einen Bruchteil dessen abgewickelt und ist der deutlich kleinere Dienstleister. Entsprechend kann PayPal mehr Geld in die Sicherheit investieren und sich zudem zugutehalten lassen, dass trotz der enormen Zahl an Transaktionen keinerlei Probleme erfasst wurden. Die große Erfahrung und der Erfolg in der Vergangenheit geben PayPal entsprechend einen gewissen Vertrauensvorsprung, den Sie auch durchaus in Anspruch nehmen können.

Das liegt zum anderen aber auch daran, dass PayPal Ihnen verschiedene Schutzmechanismen bietet. Allen voran zu nennen ist dabei der Käuferschutz, der Ihnen hilft, wenn ein Händler Ihnen eine Ware nicht oder beschädigt liefert und nicht einlenkt.

Doch auch immer dann, wenn wirklich einmal etwas schiefgeht – etwa, wenn es zu einem Hackerangriff oder einem sonstigen Schaden kommt – verspricht PayPal seinen Kunden zu helfen und einen möglichen Schaden selbst zu tragen. Wie das jeweils bei Ihnen in der Praxis aussieht, lässt sich nur schwer sagen. Andere US-Unternehmen wie Amazon oder Apple überzeugen aber seit Jahren mit einem guten Kundenservice, einfachen Erstattungen und einem hohen Vertrauen gegenüber dem Kunden. Sie können entsprechend davon ausgehen, dass auch PayPal einen ähnlichen Weg einschlagen würde.

PayPal sollte Ihre erste Wahl für den Geldtransfer sein

Insgesamt würden wir Ihnen empfehlen, für den Transfer von Geld an Freunde und Bekannte in Euro hauptsächlich auf PayPal zu setzen. Die Gebühren bei dem US-Dienstleister sind deutlich niedriger als bei Skrill. Sie zahlen je nach Transaktionsweg bis zu 5 Prozent mehr Gebühren, wenn Sie sich für die Nutzung von Skrill entscheiden. Gerade wenn Sie häufig oder viel Geld an Freunde und Bekannte transferieren, ist PayPal in jedem Fall die bessere Alternative. Dafür sprechen auch die deutlich einfachere Abwicklung direkt vom Girokonto oder der Kreditkarte. Zudem bietet Ihnen nur PayPal die Möglichkeit, für Transaktionen auch eine Kreditkarte zu verwenden. Das bringt Ihnen viele Vorteile wie eine spätere Abrechnung oder die Möglichkeit, Meilen oder Punkte beim Geldtransfer zu sammeln. Eine passende Kreditkarte finden Sie dabei in unserem Kreditkartenvergleich. Einzig der bessere Datenschutz bei Skrill spricht für den Service. Ansonsten ist PayPal für Sie zweifelsfrei die bessere Wahl und sollte daher auch Ihre erste Adresse sein.

Bildquellen:

Skrill und PayPal: Skrill und PayPal:
Smartphone: Creativecommonsstockphotos | Dreamstime Stock Photos
Paar: Denis Raev | Dreamstime.com
Bitcoin: Bitcoin.com: Saint Bitts LLC.
Hacker: Paulus Rusyanto | Dreamstime.com

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