Welche Funktionen hat Ihre Bankkarte?

Sie besitzen sicherlich auch eine Bankkarte, mit der Sie bezahlen und Geld abheben. Aber kennen Sie auch wirklich alle Funktionen dieser Karte?

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Bankkarten – mehr als nur Zahlungsmittel

Inhaltsverzeichnis

  1. Welche klassischen Funktionen bietet jede Bankkarte?
  2. Welche Funktion kommt bei Zahlungen mit der Bankkarte zum Einsatz?
  3. Ihre Bankkarte kann mehr als Sie denken

Welche klassischen Funktionen bietet jede Bankkarte?

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90 Prozent der Deutschen (Stand: 11/2016) haben eine Bankkarte in Ihrem Geldbeutel. Sie nutzen die Karte vermutlich fast überall zum Bezahlen und zum Geld abheben. Doch Ihre Bankkarte kann deutlich mehr als Sie denken. Die Karte wird immer mehr zu einem Allrounder, wenn es um Zahlungen geht. Wir wollen Ihnen in diesem Ratgebertext deshalb vorstellen, welche Funktionen Ihre Bankkarte hat und wie Sie diese richtig im In- und Ausland einsetzen. Dabei wollen wir Ihnen auch solche vorstellen, die Ihnen möglicherweise bislang komplett unbekannt waren.

Wenn Sie ein absoluter Neuling beim Thema Bankkarte sind, helfen Ihnen vielleicht auch die Erklärungen zu den Basics der Karte weiter. Die Bankkarte als solche wird generell nur umgangssprachlich so genannt. Meistens handelt es sich unter anderem um eine sogenannte girocard, die vielfach noch als EC-Karte oder Girokarte bezeichnet wird. Der letzte Produktname hat durchaus eine Bedeutung, denn er steht für die zwei Grundfunktionen einer jeden Bankkarte:

  • Abhebungen an Geldautomaten
  • Zahlungen in Ladengeschäften

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Die Girokarte kann grundsätzlich überall in Deutschland verwendet werden und gilt hierzulande neben dem Bargeld als mit Abstand wichtigstes Zahlungsmittel. Die Zahl der Akzeptanzstellen ist sehr hoch und liegt bereits bei mehr als 750.000 Stück (Stand: 11/2016). Insgesamt sind mehr als 100 Millionen Girokarten im Umlauf. Darüber hinaus sind Bankkarten heutzutage meist mit einem zusätzlichen Standard ausgestattet. Dabei handelt es sich um den sogenannten V Pay- beziehungsweise Maestro-Standard. Eine Bankkarte kann nur einen der beiden Standards haben, weswegen eine kurze Erklärung zu den Unterschieden durchaus Sinn ergibt.

Welchen Vorteil bietet eine Bankkarte mit V Pay-Funktion?

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V Pay ist der neuere der beiden Bankkarten-Standards. Eine Bankkarte, die mit V Pay ausgestattet ist, können Sie in Deutschland und innerhalb der Europäischen Union einsetzen. Darüber hinaus können Sie eine V Pay-Karte auch in ausgewählten weiteren Ländern in Europa wie etwa der Schweiz, Norwegen oder Liechtenstein einsetzen. In anderen Ländern, also beispielsweise in den USA, können Sie eine V Pay-Karte dagegen nicht nutzen. Generell sind mit einer V Pay-Karte in allen Akzeptanzländern sowohl Zahlungen als auch Abhebungen möglich. Die V Pay-Karte basiert dabei auf der EMV-Chip-Technologie. Das macht die Karte besonders sicher und sorgt dafür, dass die Betrugsmöglichkeiten auf ein absolutes Minimum reduziert sind.

Welchen Vorteil bietet eine Bankkarte mit Maestro-Funktion?

Die Maestro-Funktion wird zwar teilweise als der „Goldstandard“ der Bankkarten bezeichnet. Dennoch scheint die Zeit von Maestro ein wenig abgelaufen zu sein. Das liegt an der veralteten Technik, die für Sie gleichzeitig auch Sicherheitsprobleme bedeuten kann. Bei Bezahlen per Maestro wird auf den Magnetstreifen gesetzt. Der Magnetstreifen gilt allerdings als deutlich unsicherer als der EMV-Chip, wodurch Betrüger leichter Ihre Daten kopieren und missbräuchlich verwenden können. Gleichzeitig hat Maestro gegenüber V Pay allerdings den entscheidenden Vorteil, dass die Karte weltweit eingesetzt werden kann. Auf Kosten der Sicherheit gewinnen Sie mit einer Bankkarte mit Maestro-Funktion also an Flexibilität dazu.

Wo kann ich meine Bankkarte im Inland einsetzen?

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Sie fragen sich vermutlich, wo Sie Ihre Bankkarte nutzen können. In Deutschland gibt es, wie bereits angemerkt, mehrere hunderttausend Akzeptanzstellen. Darüber hinaus werden Girokarten auch an mehreren zehntausend Geldautomaten akzeptiert. Sie können Ihre Bankkarte entsprechend äußerst flexibel einsetzen. In Deutschland können Sie mit Ihrer Girokarte im Prinzip bei allen größeren Händlern problemlos bezahlen. Auch bei kleineren Händlern können Sie mit Ihrer Girokarte normalerweise ohne Probleme Einkäufe erledigen. An Geldautomaten wird die Bankkarte sowieso grundsätzlich akzeptiert – unabhängig von welcher Bank Ihre Karte ausgeben wurde. Nur die Gebühren können sich dramatisch unterscheiden.

Wo kann ich meine Bankkarte im Ausland einsetzen?

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Für den Einsatz im Ausland ist entscheidend, ob Sie eine Maestro- oder V Pay-Karte im Geldbeutel haben. Grundsätzlich können Sie sich bezüglich der Akzeptanz an den Logos von Mastercard und Visa orientieren. Wenn Sie eine Maestro-Bankkarte haben, wird Ihre Karte gemeinhin überall akzeptiert, wo Sie das Mastercard-Logo sehen. Wenn Sie eine V Pay-Karte haben, wird diese überall dort akzeptiert, wo auch Visa akzeptiert wird. Das gilt aber grundsätzlich nur innerhalb der Europäischen Union sowie in den weiteren Akzeptanzländern von V Pay. Das Logo von Visa und Mastercard ist zwar ein guter Indikator, am Ende aber keine Garantie. Fragen Sie im Ausland daher im Zweifel nach, ob Ihre Bankkarte akzeptiert wird oder nicht. Am Geldautomaten stoßen Sie gemeinhin auf keine Probleme. Hier werden V Pay- und Maestro-Karten analog zu den Karten von Visa und Mastercard akzeptiert. Bedenken Sie aber auch hier die Ausnahmen, die sich bei V Pay außerhalb der Europäischen Union ergeben.

Hat meine Bankkarte auch eine Funktion zur Zahlung im Internet?

Vermutlich fragen Sie sich, ob Sie mit Ihrer Bankkarte auch im Internet Einkäufe erledigen können. Das ist leider mit keiner deutschen Bankkarte möglich. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob Ihre Bankkarte eine zusätzliche V Pay- oder Maestro-Funktion besitzt. Lassen Sie sich auch nicht täuschen, wenn im Internet mit der Akzeptanz von sogenannten Debitkarten geworben wird. Theoretisch ist eine Verwendung von Bankkarten im Internet nämlich durchaus möglich. Diese Funktion ist bei deutschen Karten allerdings generell nicht freigeschaltet. Wenn Sie dagegen beispielsweise eine englische Bankkarte haben, können Sie mit dieser problemlos auch online bezahlen. In Deutschland wurde auf diese Funktion verzichtet, da alternativ das Lastschriftverfahren und die Überweisung vom Girokonto zur Verfügung steht. Abgesehen davon können Sie mit Ihrer Bankkarte im Fernabsatzhandel – heutzutage meist im E-Commerce – nicht einkaufen.

Welche Funktion kommt bei Zahlungen mit der Bankkarte zum Einsatz?

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Als Kunde bemerken Sie meist nur, dass Sie eine Zahlung entweder per PIN oder deutlich seltener via Unterschrift verifizieren müssen. Das hat allerdings auch einen Hintergrund. So kommen bei Zahlungen mit Ihrer Bankkarte grundsätzlich zwei verschiedene Verfahren zum Einsatz. Es handelt sich einmal um das sogenannte Electronic Cash-Verfahren. Bei diesem besteht eine direkte Verbindung zum Internet und damit zu Ihrem Konto. Durch die Eingabe Ihrer PIN stimmen Sie einer sofortigen Abbuchung von Ihrem Konto zu. Darüber hinaus gibt es seltener noch das Elektronische Lastschriftverfahren (ELV). Bei diesem Verfahren erfolgt die Abbuchung erst später. Sie geben mit Ihrer Unterschrift (oder teils per PIN) das Einverständnis, dass die Abbuchung per Lastschrift durchgeführt werden darf. Meist dauert die Abbuchung so nur maximal einen Tag länger, Sie merken den Unterschied also kaum. Diese Art der Transaktion kann auch ohne eine Internet-Verbindung des Lesegeräts durchgeführt werden, weswegen das Elektronische Lastschriftverfahren besonders für kleinere Händler sinnvoll sein kann. Generell gilt das Electronic Cash-Verfahren allerdings als sicherer.

Was haben die Logos auf meiner Bankkarte zu bedeuten?

Ihnen ist sicherlich schon aufgefallen, dass auf Ihrer Bankkarte so einige Logos aufgedruckt sind. Neben den bereits angesprochenen Funktionen girocard, Maestro und V Pay, werden meist auch andere Funktionen durch ein Logo angezeigt. Zu den wichtigsten Funktionen, die Sie durch einen Blick auf Ihre Karte erkennen können, gehören die folgenden:

  • GeldKarte
  • girogo
  • Cash Group
  • CashPool
  • BankCard ServiceNetz

Was hat es mit GeldKarte und girogo auf sich?

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Die Funktionsweise der sogenannten GeldKarte und girogo ist relativ ähnlich. Bei beiden Systemen handelt es sich um eine Zusatzfunktion Ihrer Bankkarte. Auf den Chip einer GeldKarte können Sie genauso wie auf dem NFC-Chip einer girogo-Karte zusätzliches Geld aufladen. Dieses können Sie unabhängig von Ihrem Girokonto einsetzen. Ein Einsatz von GeldKarte und girogo ist entsprechend auch nur an bestimmen Stellen möglich. Während das GeldKarten-System als veraltet gilt und nur noch selten zum Einsatz kommt, gilt girogo als ein neuer Standard. Der Unterschied der beiden Systeme liegt in der Technik. Bei der GeldKarte wird Geld auf einem Chip gespeichert und kann dann beispielsweise für Zahlungen innerhalb von bestimmten Systemen, etwa bei allen Händlern in einem Fußballstadion oder in einer Schulmensa, verwendet werden. Bei girogo wird das Geld ebenfalls auf einem Chip gespeichert, dieser basiert aber auf der modernen Near Field Technology (NFC). Das Geld kann dadurch für Zahlungen an allen NFC-Terminals genutzt werden, welche sich immer mehr verbreiten (Stand: 01/2017). Dabei können Zahlungen bis 25 Euro kontaktlos und ohne Verifizierung durchgeführt werden. Mit girogo haben Sie also die Möglichkeit kleinere Zahlungen schnell und sehr flexibel durchzuführen. Dadurch, dass Sie zuvor Geld auf Ihre girogo-Karte aufladen müssen, ist auch das mögliche Risiko bei einem Verlust oder Diebstahl stark begrenzt.

Was hat es mit Visa payWave und Mastercard Paypass auf sich?

Grafik girogo, visa, mastercard

Ihre Karte hat möglicherweise nicht das girogo- oder das GeldKarte-Logo, sondern stattdessen ein Logo von Visa payWave oder Mastercard Paypass. Beide Systeme sind grundsätzlich mit girogo vergleichbar, denn sie basieren auf dem NFC-Standard, sind in Deutschland aber nicht sonderlich verbreitet. Hat Ihrer Bankkarte dennoch ein solches Logo, können Sie davon ausgehen, dass Sie mit Ihrer Bankkarte per NFC bezahlen können. Die kontaktlose Zahlung steht Ihnen dann gemeinhin bei allen Händlern offen. Im Gegensatz zum System girogo erfolgt die Abbuchung bei Visa payWave und Mastercard Paypass allerdings direkt vom Girokonto. Es gibt entsprechend keine Guthaben- und damit Risikobegrenzung bei der Bezahlung mit NFC. Generell gilt aber auch hier, dass nur Transaktionen bis 25 Euro ohne Verifikation durchgeführt werden können.

Kontaktlos können Sie mit diesen modernen Funktionen Ihrer Bankkarte bezahlen (siehe Grafik):

Was sind Cash Group, CashPool und das BankCard ServiceNetz?

Die Logos von Cash Group, CashPool und dem BankCard ServiceNetz stehen in Zusammenhang mit Abhebungen, die Sie mit Ihrer Bankkarte durchführen können. Wenn Sie eine Bankkarte eines bestimmten Kreditinstituts haben, ist diese gemeinhin Mitglied in einem Netzwerk. So können Sie mit einer Sparkassen-Karte beispielsweise an allen Sparkassen-Automaten kostenfrei Geld abheben. Mit einer Karte mit dem BankCard ServiceNetz können Sie an allen Automaten der Genossenschaftsbanken, also etwa den Volks- und Raiffeisenbanken kostenfrei Bargeld abheben. Wenn Sie eine Karte mit Cash Group- oder CashPool-Logo im Geldbeutel haben, steht Ihnen das Netz mehrerer Privatbanken zur Verfügung. Je nachdem, welchem Netzwerk Ihre Bank angehört, hat Ihre Karte möglicherweise ein entsprechendes Logo, das andeutet, wo Sie kostenfrei Geld abheben können. Mithilfe dieser Logos finden Sie auch unterwegs auf Reisen den passenden Automaten.

Was hat ein Cirrus- oder Visa-Plus Logo zu bedeuten?

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Sie wundern sich, dass das seltsame Logo auf Ihrer Karte bislang noch nicht genannt wurde? Dann haben Sie möglicherweise eine Karte mit Cirrus- oder Visa Plus-Symbol. Beide Funktionen von Bankkarten sind in Deutschland äußerst rar. Interessant sind Cirrus und Visa Plus dennoch. Grundsätzlich handelt es sich hierbei um ein Bargeldbezugssystem. Cirrus ist das System von Mastercard, Visa Plus gehört dagegen zu Visa. Wenn Ihre Karte eines dieser Logos aufweist, können Sie an allen Automaten mit Visa- beziehungsweise Mastercard-Logo Abhebungen durchführen. Bei den meisten Karten mit diesen Logos sind Abhebungen darüber hinaus auch kostenlos. Beachten Sie allerdings, dass eine reine Cirrus- oder Visa Plus-Bankkarte nicht für Zahlungen in Ladengeschäften verwendet werden kann. Teilweise gibt es allerdings auch verknüpfte Karten, die Cirrus oder Visa Plus einzig und allein als Zusatzfunktion bieten.

Ihre Bankkarte kann mehr als Sie denken

Wenn Sie sich diesen Ratgebertext im Detail durchgelesen haben, wissen Sie jetzt vermutlich, dass Ihre Bankkarte eine ganze Menge draufhat. Vielfach wird die Bankkarte einzig für eine Zahlungskarte im Einzelhandel gehalten, die auch noch für Abhebungen bei der eigenen Bank genutzt werden kann. Doch die Funktionen einer Bankkarte gehen deutlich weiter. Wenn Sie auf eine Bankkarte setzen, können Sie meist problemlos in ganz Deutschland einkaufen und Geld abheben – an mehreren tausenden Automaten zudem auch noch komplett kostenfrei. Darüber hinaus ist Ihre Bankkarte im Normalfall mit mehreren Zusatzfunktionen ausgestattet, die Ihnen auch Einkäufe und Abhebungen im Ausland erlauben. Wenn Sie dann auch noch die eher unbekannten Funktionen Ihrer Bankkarte nutzen, haben Sie einen echten Allrounder im Portemonnaie, egal wo Sie die Karte einsetzen. Bedenken Sie allerdings, dass Sie mit einer Bankkarte nicht im Internet bezahlen können. Da ist die Kreditkarte dann doch die bessere Alternative. Ideal ist es allerdings in den meisten Fällen sowohl eine Kreditkarte als auch eine Bankkarte im Geldbeutel zu haben, besonders im Ausland auf Reisen. So genießen Sie alle Funktionen.

Bildquellen:

V Pay-Logo: visa.de
Mastercard-Logo: mastercard.de
Männer an Geldautomaten: bvr.de/de
girogo-Funktion im Stadion: EURO KARTENSYSTEME GMBH
Frau mit girogo: EURO KARTENSYSTEME GMBH
Geldautomat: postbank.de

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