Guthabenkarten: Was sich hinter dem Begriff verbirgt.

Prepaid-Karten kennen Sie nur als SIM-Karten? Dabei kommen Guthabenkarten in vielen weiteren Bereichen zum Einsatz, unter anderem als Geschenke und Kreditkarten.

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Prepaid-Karten: Viel mehr als nur SIM-Karten

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Gutenhabenkarten erleben in Deutschland in den vergangenen Jahren einen echten Aufschwung. Waren früher Prepaidkarten für die Telefonie die einzige relevante Form der Guthabenkarten, spielen Guthabenkarten mittlerweile in mehreren Bereichen eine Rolle. Solche Karten finden Sie mittlerweile sowohl für und von Einzelhändlern als auch Onlineshops. Ein immer wichtiger werdender Markt sind zudem Guthabenkarten für die allgemeine Bezahlung bei beliebigen Händlern.

Welche Arten von Guthabenkarten gibt es in Deutschland?

Der Begriff der Guthabenkarte wird in Deutschland für viele verschiedene Typen von Karten verwendet. Die wichtigsten Guthabenkarten wollen wir Ihnen hier kurz auflisten:

  • Guthabenkarten für Mobiltelefone (auch bekannt als Prepaidkarten)
  • Guthabenkarten für Online-Shops (zum Beispiel für Amazon oder Otto)
  • Guthabenkarten für Einzelhändler (zum Beispiel für Aral oder dm)
  • GeldKarten (System von Girokarten mit Guthabenchip)
  • Guthabenkarten für allgemeine Zahlungen (auch bekannt als Prepaid-Karte)
  • weitere Formen von Guthabenkarten (zum Beispiel für die Nutzung in begrenzten Lokalitäten wie einem Stadion oder einer Universität)

Begrifflichkeit und Abgrenzung

Was genau sind eigentlich Guthabenkarten?

Der Begriff der Guthabenkarte ist nicht besonders deutlich, weswegen wir Ihnen zuerst eine Erklärung dieses Kartentyps geben wollen. Bei Guthabenkarten für allgemeine Zahlungen handelt es sich um solche Guthabenkarten, mit denen Sie bei verschiedenen Händlern einkaufen können. Meist haben diese Karten entweder ein Logo von Visa oder MasterCard und gehören damit zu den Kreditkarten. Diese Karten haben ebenso eine 16-stellige Nummer, die dafür sorgt, dass sie traditionellen Kreditkarten sehr ähneln.

Wie können Sie Guthabenkarten untereinander abgrenzen?

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Dadurch, dass der Begriff Guthabenkarte für viele verschiedene Karten verwendet wird, lohnt zuerst eine kurze Abgrenzung. Wie oben vorgestellt, gibt es vier wichtige Typen von Guthabenkarten. Da sind einmal Guthabenkarten für Mobiltelefone. Hierbei handelt es sich um Karten, die nicht für Bezahlungen im Handel eingesetzt werden können, sondern einzig zur Aufladung von Telefonguthaben dienen.

Guthabenkarten für Online-Shops oder Einzelhändler unterscheiden sich dagegen insofern, als dass Sie mit diesen Karten in der Regel nur bei ausgewählten Händlern bezahlen kann. Es handelt sich bei dieser Art von Guthabenkarten aber keineswegs um allgemeine Zahlungsmittel. Vielmehr sind diese Guthabenkarten eine moderne Form des Gutscheins. Sie kaufen mit einer solchen Guthabenkarte im wahrsten Sinne des Wortes ein Guthaben bei einem Händler Ihrer Wahl.
Weitere Formen der Guthabenkarte existieren auch in vielen anderen Bereichen, etwa in Unternehmen. Auch hier handelt es sich allerdings um ein zweckgebundenes Guthaben, das nur für bestimmte Zwecke eingesetzt werden kann.

Guthabenkarten für allgemeine Zahlungen sind dagegen ein anerkanntes Zahlungsmittel, das nicht zweckgebunden ist. Diese Karten sind entsprechend auch eine Bezahlkarte und sind entsprechend deutlich flexibler als andere Guthabenkarten. Normale Guthabenkarten für allgemeine Zahlungen muss man allerdings auch von den sogenannten „PayCashCards“ abgrenzen. Diese werden beispielsweise von paysafecard herausgegeben und dienen zur anonymen Bezahlung von Produkten im Internet. Es handelt sich hierbei allerdings erneut um einen abgegrenzten Einsatzbereich.

Guthabenkarten für allgemeine Zahlungen

Wie genau funktionieren Guthabenkarten für allgemeine Zahlungen?

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Die Funktionsweise einer Guthabenkarte für allgemeine Zahlungen lehnt sich an die einer Bezahlkarte an. Die Karten haben zumeist eine 16-stellige Nummer und ein Symbol von Visa oder MasterCard – es handelt sich also um Kreditkarten. Dadurch können Sie die Karten ganz normal für Zahlungen im Internet einsetzen. Die meisten Guthabenkarten für allgemeine Zahlungen können zudem ganz normal im Einzelhandel eingesetzt werden. Die Funktionsweise ist dabei zumeist identisch mit der einer normalen Bezahlkarte, also beispielsweise einer girocard oder einer traditionellen Kreditkarte.

Wo kann ich Guthabenkarten einsetzen?

Eine Guthabenkarte können Sie grundsätzlich bei allen Online-Händlern und bei allen Einzelhändlern einsetzen, die Kreditkarten von Visa oder MasterCard akzeptieren. Es gibt allerdings ein paar Ausnahmen: Nicht einsetzen können Sie Guthabenkarten zum Beispiel bei Parkuhren oder in anderen Bereichen der Mikrotransaktionen.

Beachten sollten Sie zudem, dass Sie Ihre Guthabenkarte dann nicht einsetzen können, wenn Sie eine Kaution hinterlegen müssen. Das ist beispielsweise in Hotels oder bei Autovermietungen der Fall. Diese Institutionen fordern meist eine traditionelle Kreditkarte bzw. deren Daten als Sicherheit.                

Kann ich mit Guthabenkarten Geld an Geldautomaten abheben?

Mit einer Guthabenkarte können Sie nicht immer Geldautomaten nutzen. Wenn Sie Ihre Guthabenkarte für Abhebungen nutzen wollen, sollten Sie sich beim jeweiligen Anbieter informieren, ob die jeweilige Karte eine solche Funktion bietet – in der Regel ist dies aber nicht der Fall, außer es handelt sich um eine Prepaid-Kreditkarte.

Kann ich meine Guthabenkarte auch im Ausland nutzen?

Wenn Sie sich für eine Guthabenkarte entscheiden, können Sie diese grundsätzlich überall nutzen, wo Kreditkarten von Visa oder MasterCard angenommen werden. Das bedeutet auch, dass Sie Ihre Karte im Ausland nutzen können. Einzig die angesprochenen Ausnahmen bei der Hinterlegung von Kautionen sollten Sie beachten, genauso wie fällige Gebühren.

Welche Arten von Guthabenkarten gibt es?

Auch im Bereich der Guthabenkarten für allgemeine Zahlungen gibt es noch einmal Unterschiede. So gibt es grundsätzlich zwei Typen von Guthabenkarten: aufladbare und nicht-aufladbare. Die Unterschiede sind hier entscheidend, denn die wieder aufladbare Guthabenkarte kann im Prinzip für einen beliebig langen Zeitraum genutzt werden – außer es gibt ein Ablaufdatum. Die Guthabenkarte, die nicht wieder aufladbar ist, können Sie dagegen wegwerfen, sobald das Guthaben aufgebraucht ist. Darüber hinaus gibt es teilweise weitere Unterschiede: Mit manchen Karten sind beispielsweise Abhebungen an Geldautomaten möglich, mit anderen nicht (siehe oben).

Welche Anbieter für Guthabenkarten gibt es?

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Guthabenkarten können Sie in Deutschland mittlerweile bei zahlreichen verschiedenen Anbietern beantragen. Dabei gibt es Unternehmen, die ihre Karten ausschließlich im Internet anbieten und andere, die Karten auch im Einzelhandel offerieren. So können Sie beispielsweise auch bei Supermärkten an der Kasse verschiedene Guthabenkarten erstehen. Vielfach werden Guthabenkarten auch unter dem Namen Prepaid-Kreditkarte verkauft. In Anbetracht dessen, dass sich sowohl Gebühren als auch Leistungen von Guthabenkarten teilweise stark unterscheiden, lohnt sich allerdings vor dem Verkauf ein ausführlicher Vergleich.

Gebühren für die Verwendung von Guthabenkarten

Guthabenkarten sind leider keineswegs immer kostenlos. Wenn Sie eine Guthabenkarte verwenden wollen, sollten Sie sich genau mit den jeweiligen Bedingungen auseinandersetzen. So fallen meist schon Gebühren für die Ausstellung an, zum Beispiel bei Geschenkgutschein-Karten von Shopping-Centern. Darüber hinaus können bei Guthabenkarten viele weitere Gebühren erhoben werden. Dazu gehören unter anderem die Folgenden:

  • monatliche Gebühren: bis zu fünf Euro pro Monat
  • prozentuale Aufladegebühren: bis zu zwei Prozent der Aufladesumme
  • pauschale Aufladegebühren: bis zu zehn Euro pro Aufladung
  • Abhebegebühren: bis zu drei Prozent der Abhebesumme
  • Fremdwährungsgebühren: bis zu zwei Prozent des Umsatzes

Einsatzgebiete von Guthabenkarten

Sie fragen sich vielleicht für wen eine Guthabenkarte überhaupt sinnvoll ist und ob es für Sie Sinn macht, eine solche Karte zu beantragen? Die Antwort darauf ist nicht ganz einfach, denn eine Guthabenkarte macht nur für einen ganz bestimmten Kundenkreis wirklich Sinn. Sie eignet sich zum Beispiel als Geschenk oder für Minderjährige, die sich nicht verschulden sollen.

Welche Nachteile haben Guthabenkarten?

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Guthabenkarten kommen mit vergleichsweise hohen Kosten daher. Die Ausstellungsgebühren von Guthabenkarten können bis zu 20 Euro betragen, dazu kommen teilweise monatliche Gebühren oder Aufladegebühren. Auch Abhebungen und Zahlungen in Fremdwährungen kosten ab und zu extra. So können im Jahr Kosten von bis zu 100 Euro auf Sie zukommen. Viele herkömmliche Kreditkarten sind da deutlich günstiger.

Es gibt sogar Kreditkarten, die sowohl ohne Jahresgebühr als auch ohne Fremdwährungs- und oder Abhebegebühren daherkommen. Dazu zählt beispielsweise die Santander 1plus Visa Card. Darüber hinaus müssen Sie bei Guthabenkarten mit dem Nachteil zurechtkommen, dass Sie keinen Kredit erhalten, sondern zuerst Guthaben aufladen müssen. Damit tragen Sie auch das Risiko einer Insolvenz des Anbieters und haben das Geld selbst weniger lang auf dem Konto.

Welche Vorteile haben Guthabenkarten?

Natürlich bieten Guthabenkarten aber auch Vorteile. Zu diesen gehört beispielsweise die begrenzte Haftung. Wer auf eine Guthabenkarte setzt, der kann maximal so viel Geld verlieren wie auf der Karte drauf ist. Das gilt sowohl bei Verlust als auch bei einem Diebstahl der Karte. Darüber hinaus können Sie Ihre Ausgaben besser kontrollieren, wenn Sie auf eine Guthabenkarte setzen. Sie können mit einer solchen Karten maximal so viel Geld ausgeben wie Sie aufgeladen haben. Damit verhindern Sie eine Überschuldung oder die Nutzung der sonst teuren Teilzahlungsfunktion von Kreditkarten.

Für wen bieten sich Guthabenkarten an?

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Konkret macht die Verwendung einer Guthabenkarte für bestimmte Gruppen durchaus Sinn. Das gilt beispielsweise für risikoscheue Nutzer. Darüber hinaus kann eine Guthabenkarte durchaus Sinn machen, wenn Sie in Länder reisen, die als weniger sicher gelten und Sie keinen Verlust Ihrer herkömmlichen Kreditkarte riskieren wollen.

Interessant sind Guthabenkarten auch für junge Nutzer und Eltern, die ihren Kindern eine gewisse finanzielle Freiheit einräumen wollen, ohne gleichzeitig ein zu großes Risiko einzugehen. Selbstredend bieten sich Guthabenkarten auch dann an, wenn Sie ein Geldgeschenk machen wollen, dies aber nicht mit Bargeld tun wollen.

Unterschiede zwischen Guthabenkarten und anderen Bezahlkarten

Welche Unterschiede gibt es beim Einsatz der Karte?

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Bei den vielen Begriffen in diesem Artikel ist nachvollziehbar, wenn Sie noch nicht so recht wissen, was eine Guthabenkarte von einer normalen Bezahlkarte unterscheidet. Die Unterscheide sind auch nicht so offensichtlich, wie man auf den ersten Blick denken mag. So bieten viele Guthabenkarten mittlerweile ausführliche Zusatzleistungen. Diese umfassen beispielsweise die Möglichkeit, Geld abzuheben oder weltweit zu bezahlen. Beim Einsatz der Karte, gibt es entsprechend nur noch leichte Unterschiede. Eine normale Kreditkarte kann beispielsweise dafür verwendet, eine Kaution zu hinterlegen – eine Guthabenkarte dagegen nicht.

Welche Unterschiede gibt es bei der Abrechnung?

Größer sind die Unterschiede dagegen im Bereich der Abrechnung. Dabei gilt es besonders zwischen den Begriffen „pre paid“ (vorausbezahlt) und „post paid“ (danach bezahlt) zu unterscheiden. Bei einer Guthabenkarte bezahlen Sie zuerst für ein Guthaben und können dieses dann ausgeben. Bei einer normalen Kreditkarte dagegen wird Ihnen ein Kredit gewährt. So können Sie zuerst einkaufen gehen und müssen die Rechnung erst zu einem späteren Zeitpunkt bezahlen.

Doch auch bei normalen Bezahlkarten gibt es noch einmal Unterschiede, denn bei manchen Kredit- und allen Girokarten, die in Deutschland ausgegeben werden, wird das Geld zum Zeitpunkt der Transaktion vom verbundenen Girokonto abgebucht. Grundsätzlich gibt es entsprechend drei verschiedene Möglichkeiten, die wir Ihnen hier noch einmal auflisten wollen:

  • Guthabenkarte (Sie müssen zuerst Guthaben aufladen und können dann bezahlen)
  • Girokarten und ausgewählte Kreditkarten (die Belastung Ihres Kontos erfolgt zum Zeitpunkt der Transaktion)
  • herkömmliche Kreditkarten (Sie bezahlen Ihre Abrechnung zu einem festen Zeitpunkt nach dem Kauf)

Welche Unterschiede gibt es bei der Sicherheit?

Für viele Verbraucher ist auch die Sicherheit entscheidend, wenn es um Bezahlkarten geht. Hier bieten Guthabenkarten einen entscheidenden Vorteil, denn das Guthaben und damit auch Ihr Verlustrisiko sind begrenzt. Bei anderen Bezahlkarten besteht dagegen die Möglichkeit, dass Sie bei Verlust oder einem Diebstahl entweder das gesamte Guthaben eines verbundenen Kontos (zum Beispiel bei einer girocard) verlieren. Bei Kreditkarten mit hohem Kreditrahmen liegt das Verlustrisiko sogar noch höher.

Bedenken müssen Sie hier allerdings wiederum, dass die meisten Banken die Haftung für Kunden begrenzen, wodurch das Verlustrisiko auch bei herkömmlichen Kredit- und Girokarten meist eingegrenzt ist. Wer sich allerdings vor finanziellen Verlusten fürchtet, sollte dennoch lieber auf eine Guthabenkarte setzen.

Guthabenkarten – sinnvoll oder zu teuer?

Guthabenkarten sind ohne Zweifel eine interessante Option, wenn Sie kein großes Risiko eingehen wollen oder Ihrem Kind ein wenig finanzielle Freiheit einräumen möchten. Wollen Sie allerdings häufiger mit Ihrer Karte bezahlen oder auch im Ausland Hotels buchen oder Mietwagen reservieren, bietet sich eine herkömmliche Kreditkarte eher an. Diese Kreditkarten bieten darüber hinaus auch den Vorteil, dass Sie teilweise günstiger sind.

Wer sich für kostenlose Kreditkarten entscheidet, der zahlt am Ende weniger als mit Guthabenkarten und genießt zudem den Vorteil von mehr finanzieller Freiheit. Interessant sind Guthabenkarten allerdings natürlich dann, wenn Sie ein Geldgeschenk machen wollen. Dann machen allerdings besonders nicht-auflade Guthabenkarten Sinn.

Bildquellen:

Frau mit Karte und Laptop: © Edward J Bock 111 | Dreamstime.com
Mann mit Karte und Laptop: © Auremar | Dreamstime.com
Frau mit Karte: © Yuriyzhuravov | Dreamstime.com
Paar mit Karte und Laptop: © Denis Raev | Dreamstime.com
Geldbörse: © Sjankauskas | Dreamstime.com
Geschenke: ©Jinyoung Lee | Dreamstime Stock Photos

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