Wo liegen die Vorteile einer Guthabenkarte für die Anbieter?

Guthabenkarten gibt es überall, ob beim Supermarkt, an der Tankstelle oder online. Aber wieso bieten Unternehmen solche Guthabenkarten überhaupt an?

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Warum Unternehmen Guthabenkarten anbieten

Inhaltsverzeichnis

  1. Wer bietet überhaupt Guthabenkarten an?
  2. Welche Vorteile ergeben sich für Guthabenkarten-Anbieter?
  3. Kosten
  4. Welche Rolle spielen Guthabenkarten für die Anbieter?
  5. Guthabenkarten sind in Deutschland ein wichtiges Geschäftsfeld

Wer bietet überhaupt Guthabenkarten an?

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Die Guthabenkarte unterscheidet sich konkret von Bezahlkarten und bietet sowohl für Verbraucher als auch für Unternehmen Vorteile. Doch was sind die entscheidenden Vorteile für die Anbieter und warum bieten diese Guthabenkarten überhaupt an? Das wollen wir Ihnen in diesem Ratgebertext erklären, damit Sie ein besseres Verständnis von Guthabenkarten entwickeln können.

Guthabenkarten werden in Deutschland mittlerweile von zahlreichen verschiedenen Unternehmen angeboten. Dass die Zahl der Anbieter so groß ist, deutet darauf hin, dass es sich um ein attraktives Geschäftsfeld handelt. Das gilt besonders in einigen Bereichen. Diese Typen von Guthabenkarten gehören in Deutschland zu den wichtigsten:

  • Guthabenkarten für Mobilfunkguthaben
  • Guthabenkarten für Online-Shops oder Online-Leistungen
  • Guthabenkarten für Ladengeschäfte
  • Guthabenkarten für den flexiblen Einsatz
  • Guthabenkarten mit Kreditkartenfunktion

Zwar werden alle diese Karten unter dem Namen „Guthabenkarte“ geführt, konkret handelt es sich aber durchaus um unterschiedliche Modelle. Entsprechend ergeben sich für die Anbieter auch unterschiedliche Vorteile.

Welche Vorteile ergeben sich für Guthabenkarten-Anbieter?

Die Anbieter von Guthabenkarten verfolgen gemeinhin unterschiedliche Interessen. Im Normalfall geht es allerdings darum, das eigene Angebot mehr potenziellen Kunden zugänglich zu machen. Auch die Kundenbindung kann eine Rolle spielen. Natürlich wollen Anbieter von Guthabenkarten darüber hinaus auch monetäre Vorteile erzielen – dies dürfte für alle Unternehmen mit am wichtigsten sein.

Wie wird durch eine Guthabenkarte der Kundenkreis breiter?

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Der Hauptgrund des Angebots von Guthabenkarten ist die Erweiterung des Kundenkreises. Doch wie genau kann man sich das vorstellen? Nur weil ein Unternehmen Ihnen eine Guthabenkarte feilbietet, werden Sie ja noch nicht zum Kunden. Die Erklärung ist besonders bei Mobilfunkguthaben (z. B. congstar) und Online-Shops recht einfach. Durch die Guthabenkarten können komplett neue Kunden gewonnen werden. So gibt es beispielsweise Verbraucher, die entweder keinen mehrjährigen Mobilfunkvertrag wünschen oder auf Grund der Schufa keinen Vertrag erhalten. Darüber hinaus könnte es sein, dass Sie keine Kreditkarte haben und so möglicherweise nicht bei allen Online-Händlern bezahlen können. Durch den Kauf von Guthabenkarten haben Sie so allerdings dennoch die Möglichkeit, das jeweilige Angebot zu nutzen. Dadurch sprechen die Anbieter deutlich mehr Kunden an als wenn sie ihr Angebot nur über das Internet oder über einen langfristigen Vertrag zugänglich machen würden.

Das Modell von Guthabenkarten (siehe Grafik):

Kostet der Sonderweg den Kunden extra?

Im Prinzip handelt es sich bei den Guthabenkarten zur Erweiterung des Kundenkreises immer nur um ein Zusatzangebot der Anbieter. Da stellt sich Ihnen vermutlich die Frage: Ist es für mich deshalb am Ende teurer? Diese Frage lässt sich nicht mit Gewissheit beantworten, denn es kommt stark auf das eigene Profil an. Das gilt besonders bei Guthabenkarten für Mobilfunkguthaben. Wenn Sie beispielsweise nur selten telefonieren und Ihr Mobiltelefon nur gelegentlich nutzen, sind Guthabenkarten am Ende vielleicht sogar der günstigere Weg. Sind Sie dagegen andauernd an Ihrem Telefon und nutzen auch intensiv das mobile Datenvolumen, ist ein Vertrag gemeinhin günstiger.

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Bezüglich der Kosten ergeben sich bei anderen Guthabenkarten meist keine Unterschiede. Wenn Sie einen 25-Euro-Gutschein für einen Online-Händler erwerben, zahlen Sie nur 25 Euro und können am Ende auch genau diesen Betrag einlösen. Die Marge für den Händler bezahlt dann der Online-Shop. Entsprechend ergeben sich für den Anbieter an dieser Stelle Kostennachteile. Bedenken sollten Sie allerdings, dass Sie durch die Verwendung von Guthabenkarten möglicherweise nicht von zusätzlicher Absicherung wie bei anderen Zahlungsmitteln profitieren. So greifen über den Umweg Guthabenkarte beispielsweise keine Einkaufsversicherungen oder die Möglichkeit, einen sogenannten Chargeback zu beantragen.

Warum sind Guthabenkarten besonders für junge Kunden interessant?

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Die Anbieter von Guthabenkarten verfolgen darüber hinaus auch das Ziel, in neue Altersgruppen vorzustoßen. Das können Sie besonders bei Guthabenkarten für Online-Spiele oder Produkte wie iTunes oder Spotify feststellen. Diese Angebote richten sich besonders an eine junge Kundschaft, die zum Beispiel keine Möglichkeit hat, die jeweilige Leistung im Internet zu bezahlen. Ein 14-Jähriger hat beispielsweise meist weder eine Kreditkarte noch die Möglichkeit ohne Zustimmung der Eltern Zahlungen per Lastschrift oder über einen anderen Zahlungsweg vorzunehmen. Entsprechend bleibt die einzige Möglichkeit eine Transaktion mit Bargeld. Da Bargeld aber nun einmal im Internet nur schwer eingesetzt werden kann, muss eine Alternative her. Da kommen Guthabenkarten ins Spiel. Diese können auch junge Verbraucher im Einzelhandel mit Bargeld bezahlen (oder sich schenken lassen) und dann im Internet für eine Dienstleistung Ihrer Wahl einsetzen, zum Beispiel bei Steam, einer Online-Vertriebsplattform für Spiele, Software und vielen mehr.

Vorteile einer Guthabenkarte für junge Kunden (siehe Grafik):

Spielen auch Geschenke durch Guthabenkarte eine Rolle?

Wichtig ist für die Anbieter auch eine Erweiterung des Angebots in eine andere Richtung. Stellen Sie sich einfach vor, dass Ihnen jemand Online-Guthaben für einen Dienst oder Shop schenkt. Das wirkt unpersönlich und wenig attraktiv. Entsprechend versuchen Verbraucher auch für Online-Dienstleistungen einen physischen Gutschein zu verschenken. Ein solcher Gutschein ist im Normalfall eine Guthabenkarte. Dadurch können auch Anbieter, die gewöhnlich nicht im Geschenkemarkt zuhause sind, in das Gutscheingeschäft einsteigen. Besonders interessant ist dieser Teil des Geschäfts für Anbieter mit relativ breitem Sortiment. Mit einem Gutschein für große Online-Händler wie Zalando verschenken Sie am Ende eigentlich nur Geld, das bei dem Anbieter flexibel eingelöst werden kann. Natürlich können Sie aber auch Guthaben für einen Shop oder eine Dienstleistung, die besser zum Beschenkten passt, verschenken.

Können Kunden durch eine Guthabenkarte gebunden werden?

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Ein anderes interessantes Konzept ist zweifelsfrei die Kundenbindung. Heutzutage funktioniert Bindung meist über Verträge, Newsletter oder Social Media. Doch auch Guthabenkarten spielen bei der Kundenbindung eine nicht zu vernachlässigende Rolle. Der Effekt stellt sich hierbei doppelt ein. Wenn Sie eine Guthabenkarte für einen Mobilfunkanbieter kaufen, werden Sie vermutlich wieder zuschlagen, um Ihr Handy danach erneut aufzuladen. Doch das ist nicht alles. Die Omnipräsenz der Karten-Anbieter an der Supermarkt- und Discounterkasse erinnert Sie auch immer wieder an das Unternehmen, zum Beispiel bei Lidl. Es tritt also auch ein gewisser Werbeeffekt ein, der noch einmal für eine größere Kundenbindung sorgt. Selbst wenn Sie noch nie eine Guthabenkarte gekauft haben, wurden Sie durch den Anblick möglicherweise später zu einem Kauf bei eben jenem Anbieter verleitet. So haben Guthabenkarten nicht nur einen einfachen Effekt zur Kundenbindung, sondern sorgen am Ende auch noch für einen Werbeeffekt.

Vorteile einer Guthabenkarte für Händler (siehe Grafik):

Kosten

Können Anbieter mit der Guthabenkarte per se Geld verdienen?

Anbieter von Guthabenkarten für einen bestimmten Zweck verdienen selbstredend mit der Karte auch Geld. Allerdings auf eine andere Art. Sie verdienen Geld durch das Anbieten einer Leistung oder Dienstleistung, die mit der Guthabenkarte bezahlt werden kann. Doch es geht auch anders. Bei Guthabenkarten für den flexiblen Einsatz oder Guthaben mit Kreditkartenfunktion wollen die Anbieter konkret mit der Karte Geld verdienen. Auch dabei gibt es aber noch einmal Unterschiede, denn die Anbieter verdienen entweder am Kunden oder am Händler.

Wie verdienen Anbieter von Guthabenkarte Geld am Händler?

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Sie fragen sich jetzt vermutlich, wie das funktioniert. Nun, die Sache ist im Prinzip gar nicht so kompliziert. Wenn Sie eine Guthabenkarte mit Guthaben für viele verschiedene Händler kaufen, bezahlen diese an den Anbieter der Karte eine Art Provision. Wenn Sie beispielsweise für 20 Euro einen Gutschein in einem Supermarkt kaufen, erhält der Händler hiervon am Ende möglicherweise nur 15 Euro. Der Differenzbetrag wird zwischen dem Anbieter der Gutscheinkarte und dem Einzelhändler aufgeteilt. Sie müssen sich also darüber im Klaren sein, dass hier eine Art Provisionsmodell zum Einsatz kommt. Wollen Sie dagegen einen Händler konkret unterstützen, empfiehlt es sich, bei diesem auch direkt zu bezahlen. So bleibt am Ende am meisten Geld beim jeweiligen Händler hängen. Sie als Kunde haben allerdings durch dieses Modell ansonsten keinen Nachteil. Sie bezahlen für die Guthabenkarte in diesem Beispiel 20 Euro und erhalten am Ende auch eine Leistung im Wert von 20 Euro.

Wann „bezahlt“ ein Kunde den Anbieter einer Guthabenkarte?

Noch mehr interessiert Sie vermutlich, wann Sie selbst den Obolus für eine Guthabenkarte erbringen müssen? Das ist im Prinzip immer dann der Fall, wenn die Guthabenkarte mit einer Ausstellungs- oder Laufzeitgebühr daherkommt. Wenn Sie beispielsweise eine Prepaid-Kreditkarte, die es teilweise ebenfalls an der Supermarktkasse gibt, erstehen, bezahlen Sie meist eine Ausstellungsgebühr. Sie laden also beispielsweise 50 Euro auf die Karte auf, müssen allerdings 60 Euro bezahlen, da auch noch eine Ausstellungsgebühr hinzukommt. Doch das ist noch nicht alles, denn viele Guthabenkarten mit Kreditkartenfunktion kommen darüber hinaus noch mit weiteren Gebühren daher. Dazu gehören beispielsweise monatliche Gebühren, Gebühren für Inaktivität oder eine Gebühr für die erstmalige Aufladung oder die Wiederaufladung. So bezahlen Sie als Kunde am Ende den Anbieter der jeweiligen Guthabenkarte. Im Kleinen funktioniert dieses Modell zum Beispiel auch bei einigen Einkaufsgutscheinen von Shoppings-Malls. Denn für die Ausstellung einer Gutscheinkarte müssen Sie ebenfalls eine kleine Gebühr zahlen.

Welche Rolle spielen Guthabenkarten für die Anbieter?

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Guthabenkarten sind ein nicht unbedeutender Markt. Für die meisten Anbieter sind die Karten allerdings ausdrücklich nur ein Zusatzangebot. Die Karten bieten sich zwar zur Erweiterung des Kundenkreises an, stehen meist aber nur für einen sehr kleinen Anteil des Geschäfts. Das gilt besonders bei Guthabenkarten für Ladengeschäfte, die sich meist nur als Geschenk anbieten. Doch auch Guthabenkarten für Onlinegeschäfte stehen heutzutage nur für einen sehr kleinen Teil des Geschäftes von Händlern. Etwas wichtiger sind die Guthabenkarten dagegen für die Geschäfte von Mobilfunkanbietern.

Wenngleich Verträge das Hauptgeschäft von Telekom, Vodafone und Co sind, gibt es weiterhin ein breites Angebot von Prepaidkarten. Das liegt auch daran, dass die Wahlmöglichkeiten mit Guthabenkarten für Mobilfunkguthaben deutlich gestiegen sind. Früher gab es beispielsweise nur die Möglichkeit, nach Minuten- oder Volumenpreisen abzurechnen. Heute können Sie Ihre Prepaid-Guthaben auch dafür einsetzen, Kurzverträge abzuschließen oder ein Paket zu kaufen. Diese Flexibilität wissen viele Verbraucher zu schätzen und entscheiden sich daher bewusst für Guthabenkarten. Interessant ist auch die Entwicklung von Prepaid-Kreditkarten, denn diese haben in den vergangenen Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Mittlerweile merken allerdings viele Verbraucher, dass eine herkömmliche Kreditkarte oft die kostengünstigere Wahl ist. Dennoch spielen auch Guthabenkarten mit Prepaid-Funktion eine zunehmend wichtige Rolle für die Anbieter.

Warum werden Guthabenkarten auch im Internet angeboten?

Guthabenkarten gibt es mittlerweile keineswegs nur noch im Supermarkt und an der Tankstelle. Sie können eine Guthabenkarte auch bei zahlreichen Händlern im Internet erstehen. Dieses Angebot ist insofern interessant, indem es dem eigentlichen Sinn einer Guthabenkarte widerspricht. Besonders Guthabenkarten für Online-Shops erscheinen durch den Kauf im Internet eher wenig sinnvoll.

Beim Verkauf im Internet geht es für die Anbieter allerdings allen voran um zwei verschiedene Geschäftsfelder. Zum einen spielt der Geschenkemarkt eine große Rolle, zum anderen sind auch Guthabenkarten mit Prepaid-Guthaben und Prepaid-Kreditkarten im Internet ein Renner. Das liegt allen voran daran, dass die Guthabenkarten im Internet oft mit Rabatten angeboten werden. Sie bekommen also mehr Guthaben als Sie ausgeben. Das klingt im ersten Moment etwas seltsam, ergibt sich aber daraus, dass die Vermarktungskosten im Internet deutlich geringer sind. Dieser Gewinn kann an die Verbraucher weitergegeben werden, sodass sich mit Guthabenkarten im Internet teilweise ein guter Deal machen lässt. Sie sollten sich das Angebot an Guthabenkarten im Internet also durchaus einmal anschauen, wenn Sie gerade nach einem Geschenk suchen. Auch wenn Sie eine Prepaid-Kreditkarte suchen oder Guthaben für Ihr Mobiltelefon suchen, lohnt sich ein Blick auf die Angebote von Guthabenkarten im Internet möglicherweise.

Guthabenkarten sind in Deutschland ein wichtiges Geschäftsfeld

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Auf den ersten Blick ergibt sich nicht unbedingt, warum Guthabenkarten in Deutschland eine hohe Bedeutung haben. Wenn Sie allerdings genau auf die Vorteile für die Anbieter blicken, merken Sie schnell: Das Geschäft kann sich durchaus lohnen. Auch deshalb finden Sie Guthabenkarten mittlerweile nicht mehr nur bei wenigen Einzelhändlern, sondern im Prinzip in fast jedem Supermarkt, an jeder Tankstelle und sogar bei Elektronikhändlern oder Möbelhäusern, zum Beispiel bei Ikea. Nicht vergessen sollten Sie zudem, dass Guthabenkarten mittlerweile auch im Internet angeboten werden. Auch bei Guthabenkarten gilt: Für Sie als Verbraucher kann es sich durchaus lohnen, die verschiedenen Offerten zu vergleichen.

Bildquellen:

Frau mit Karte vor dem Mund: © Yuriyzhuravov | Dreamstime.com
Geldbörse: © Sjankauskas | Dreamstime.com
Amazon-Gutschein: Amazon
Paar mit Karte und Laptop: © Denis Raev | Dreamstime.com
Ikea: ikea.com

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