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Wann lohnt es sich einen Ratenkredit aufzunehmen?


Ein Ratenkredit kommt heutzutage häufig mit recht niedrigen Zinsen daher. Doch wann lohnt sich ein Kredit und welche Risiken gibt es?

Pro und Contra zum Ratenkredit

Inhaltsverzeichnis

  1. Wo kann ich einen Ratenkredit aufnehmen?
  2. Wann sollte ich auf einen Ratenkredit setzen?
  3. Lohnt sich ein Ratenkredit auf Grund der niedrigen Zinsen?
  4. Welche Laufzeiten bieten sich bei einem Ratenkredit an?
  5. Wie hoch sind die Rückzahlungen in der Praxis?
  6. Ein Verbraucherkredit lohnt sich keinesfalls generell

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Heutzutage wird immer häufiger mit Ratenkrediten geworben. Auf Grund der niedrigen Zinsen fühlen sich viele Menschen hingezogen, auch auf einen Kredit zu setzen. Doch die Risiken eines Kredits werden dabei vielfach unterschätzt. Die Kreditaufnahme ergibt nämlich eigentlich nur in bestimmen Situationen Sinn. Darüber hinaus sollten Sie immer auch auf einen attraktiven Zinssatz achten. Die besten Anbieter finden Sie dabei in unserem Kreditvergleich. In diesem Ratgeber möchten wir Ihnen nun allerdings erklären, wann Sie überhaupt auf einen Ratenkredit setzen und wann Sie lieber verzichten sollten.

Wo kann ich einen Ratenkredit aufnehmen?

Das Thema Ratenkredit begegnet Ihnen heutzutage in vielen verschiedenen Situationen. Angeboten werden Ihnen Ratenkredite dabei heutzutage unter anderem auf diesen Wegen:

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Die besten Konditionen erhalten Sie dabei meist, wenn Sie sich für einen der Anbieter in unseren Kreditvergleich entscheiden. Teilweise noch attraktiver sind die Bedingungen generell bei einer Abwandlung eines Ratenkredits: Einem Autokredit. Diesen wiederum können Sie bei zahlreichen Autohändlern direkt, bei Autobanken und auch bei vielen anderen Kreditinstituten abschließen. Bei einem Ratenkredit sind die Möglichkeiten sogar noch deutlich größer, was aber noch lange nicht heißt, dass ein Ratenkredit deshalb immer eine gute Idee ist (Stand: 11/2017).

Wann sollte ich auf einen Ratenkredit setzen?

Es gibt allen voran zwei Situationen, in denen ein Ratenkredit durchaus Sinn ergeben kann:

  • wenn Sie vom Dispositionskredit umschulden
  • wenn Sie eine größere Investition tätigen müssen

In beiden Situationen kann ein Ratenkredit zwar Sinn ergeben, muss er aber nicht. Das klingt zwar theoretisch, aber in diesem Ratgeber wollen wir Ihnen eben auch im Detail erklären, wann Sie auf einen Ratenkredit setzen sollten und wann die Risiken zu groß sind. Deshalb werden wir Ihnen die beiden relevanten Fälle im Detail aufzeigen und dabei entsprechende Tipps geben, wann ein Blick in unseren Kreditvergleich wirklich sinnvoll ist.

Wann ist ein Ratenkredit zur Umschuldung sinnvoll?

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Ein Ratenkredit kann teilweise auch aus der Not heraus eine gute Entscheidung sein: Im Prinzip immer dann, wenn Sie von einem Dispositionskredit umschulden müssen. Das liegt ganz einfach daran, dass die Zinsen bei einem Ratenkredit in der Regel niedriger sind als bei einem Dispositionskredit. Wann genau eine Umschuldung dabei Sinn ergibt, lässt sich nicht in einem Satz erklären. Ein Dispositionskredit hat sowohl Vor- als auch Nachteile. Zu den Vorteilen gehört zweifelsfrei die größere Flexibilität, zu den Nachteilen die höheren Kosten. In unserem ausführlichen Ratgeber zur Umschuldung vom Dispositionskredit auf einen Ratenkredit ("Der Ratenkredit als Alternative zum Dispositionskredit"), haben wir Ihnen in diesen Situationen zu einer Umschuldung geraten:

  • konstante Überziehung des Girokontos für mindestens sechs Monate (ab 1.000 Euro)
  • konstante Überziehung des Girokontos für mindestens drei Monate (ab 2.000 Euro)
  • konstante Überziehung des Girokontos für mindestens zwei Monate (ab 5.000 Euro)
  • konstante Nutzung des Duldungsrahmens für mindestens einen Monat

Konkret können Sie sich merken, dass sich eine Umschuldung im Prinzip immer nur dann lohnt, wenn Sie über einen längeren Zeitraum auf den Dispositionskredit setzen. Eine konstante Überziehung auf dem Girokonto bedeutet schlichtweg, dass Sie einen hohen finanziellen Aufwand für die Zinslast zu stemmen haben. Da es Ratenkredite mittlerweile bereits ab einer Laufzeit von drei Monaten gibt, lohnt sich eine Umschuldung auch für kürzere Zeiträume. Dabei müssen Sie aber natürlich auch immer den Aufwand einberechnen, weswegen eine Umschuldung sich natürlich nicht immer lohnt. Der Dispositionskredit ist für kurzfristige Kontoüberziehungen von einigen Tagen oder Wochen durchaus sinnvoll.

Für längere Zeiträume ist ein Ratenkredit aber definitiv die bessere Lösung, wie Sie gut am Beispiel der Deutschen Kreditbank (DKB) sehen können, die aktuell die folgenden Zinssätze bietet (Stand: 10/2017):

  • Guthabenzins auf dem Girokonto: 0,0 Prozent
  • Guthabenzins auf dem Tagesgeldkonto: 0,2 Prozent
  • Guthabenzins bei einer Festgeldanlage: bis zu 0,5 Prozent
  • Dispositionszins auf dem Girokonto: 6,9 Prozent
  • Kreditzinsen bei einem Ratenkredit: 3,49 Prozent

Bei einer Umschuldung bezahlen Sie auf einmal also rund die Hälfte der Negativzinsen wie zuvor und sparen somit beispielsweise bei einer durchschnittlichen Verschuldung von 1.000 Euro über den Zeitraum eines Jahres immerhin 35 Euro. Je höher die Schulden und je länger der Zeitraum der negativen Überziehung, desto sinnvoller ist auch die Umschuldung auf einen Ratenkredit.

Dass sich die Umschuldung allerdings nicht immer lohnt, sehen Sie ebenfalls an einem Beispiel: Dabei gehen wir von einer Überziehung von 100 Euro aus, die bei Ihnen insgesamt zehn Mal im Jahr vorkommt und die jeweils genau einen Monat anhält. In diesem Fall würden Sie insgesamt etwa 3 Euro für den Dispositionskredit bezahlen. Eine Umschuldung ist in einer solchen Situation wenig sinnvoll, da Aufwand und Ertrag in keinem Verhältnis stehen. Merken sollten Sie sich entsprechend: Eine Umschuldung vom Dispositionskredit auf einen Ratenkredit lohnt sich immer nur bei einer längerfristigen und konstanten Verschuldung auf dem Dispositionskredit und bei rund vierstelligen Summen. Am Ende liegt die konkrete Entscheidung aber natürlich in Ihrer Hand. 

Wann ist ein Ratenkredit für eine größere Investition sinnvoll?

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Generell sehr schwer zu klären ist die Frage, wann Sie einen Ratenkredit für eine größere Investition aufnehmen sollten. Hier streiten sich selbst Experten, denn generell stellen Ratenkredite natürlich immer eine gewisse Gefahr dar. Grundsätzlich ist es daher ratsam, bei Ratenkrediten mit einem klaren System vorzugehen: Einen Kredit sollten Sie nur für eine Anschaffung aufnehmen, die Sie wirklich brauchen. Eine Ausnahme sind hier einzig Fahrzeuge, für die es wiederum gesonderte Autokredite gibt, sowie Immobilien, für die eine spezielle Immobilienfinanzierung die beste Lösung ist.

Absehen sollten Sie daher in der Regel von der Aufnahme von Ratenkrediten für typische Konsumausgaben. Der Kauf eines neuen Fernsehers oder einer neuen Spielkonsole sollte genauso wenig mit einem Kredit finanziert werden wie der Kauf von Kleidesstücken. Wer dies dennoch tut, geht ein großes Risiko ein, irgendwann mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Ebenfalls abraten würden wir Ihnen von der Aufnahme eines Ratenkredits für den Urlaub. Dabei ist es egal, ob Sie ein solches Angebot von einem Reiseveranstalter oder von Ihrer Bank bekommen. Einen Urlaub sollten Sie in der Regel nicht über einen Kredit finanzieren. Ist das Geld nicht da, sollten Sie stattdessen lieber auf eine Reise verzichten. Die Gefahr einer möglichen Überschuldung durch einen solchen Kredit ist schlichtweg zu groß.

Nur weil die meisten Konsumentenkredite wenig sinnvoll erscheinen, gilt das aber nicht für alle. Ein Ratenkredit für eine Investition ist nämlich immer dann empfehlenswert, wenn es sich um eine essentielle beziehungsweise zwingend notwendige Anschaffung handelt. Selbst bei einer überschuldeten Person kann dies beispielsweise dann der Fall sein, wenn es um ein wichtiges Haushaltsgerät wie eine Waschmaschine geht. Auch ein Computer kann eine zwingend notwendige Anschaffung sein – etwa zum Arbeiten oder dem Schreiben von Bewerbungen. Deshalb ist von Konsumentenkrediten nicht in jedem Fall abzuraten. Sofern Sie sich aber für einen solchen entscheiden, sollten Sie den besten Anbieter in unserem Ratenkreditvergleich wählen und nicht einfach im Einzelhandel einen Kredit abschließen – dann kassiert in diesem Fall nämlich auch der Händler ordentlich mit.

Lohnt sich ein Ratenkredit auf Grund der niedrigen Zinsen?

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In der heutigen Zeit werden Ratenkredite allen voran mit sehr niedrigen Zinsen beworben. Gerade im Einzelhandel wird dabei teilweise mit einer sogenannten 0-Prozent-Finazierung geworben. Auch sonst sind die Zinsraten für Kredite mittlerweile sehr niedrig, vielfach unterhalb von 2 Prozent. In unserem Ratenkreditvergleich finden Sie zahlreiche und attraktive Angebote, die Ihnen niedrige Zinsen versprechen. Doch nur auf Grund eines guten Zinssatzes sollten Sie dennoch nicht auf einen Ratenkredit setzen. Selbst eine 0-Prozent-Finanzierung ergibt nicht immer Sinn, wenn Sie problemlos die finanziellen Mittel haben, um ein Produkt auch direkt zu kaufen.

Zwar verlocken niedrige Zinsen dazu, einen Ratenkredit aufzunehmen, abrücken sollten Sie von den oben genannten Regeln dennoch nicht. Zwar ist es durchaus eine Debatte wert, ob man sich durch einen Kredit den einen oder anderen Traum erfüllen kann, aber Sie sollten immer auch das Risiko im Blick haben. Wer erst einmal einen Kredit aufgenommen hat, steht bei einer Bank in der Kreide. Die Rückzahlungen müssen fristgerecht geleistet werden. Klappt das nicht, droht nicht nur ein negativer Eintrag bei der Schufa, sondern mittelfristig auch eine Überschuldung. Gerade ein Schicksalsschlag kann jeden treffen, weswegen ein Kredit auch für Sie ein Risiko darstellt und eben nur dann im Ernstfall in Frage kommen sollte (Stand: 11/2017).

Welche Laufzeit bietet sich bei einem Ratenkredit an?

Sofern Sie sich in einer Situation befinden, in der ein Ratenkredit zur Umschuldung sinnvoll ist oder für eine größere Anschaffung notwendig wird, sollten Sie abwägen, wie lange Sie zur Rückzahlung benötigen. Gerade bei einer Umschuldung ergibt es meist Sinn, eine möglichst kurze Laufzeit zu wählen. Hier gibt es mittlerweile Kredite mit Laufzeiten von 1 bis 12 Monaten, sodass Sie komplett flexibel sind. Wir raten Ihnen allerdings dazu, Kredite erst ab einer Laufzeit von mehreren Monaten in Betracht zu ziehen, da die Zinsen für kurzfristige Kredite besonders hoch sind. Das beste Verhältnis zwischen Kredit und Laufzeit erwartet Sie bei Ratenkrediten mit dieser Laufzeit:

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Bei diesen Krediten erhalten Sie im Idealfall mittlerweile einen Zinssatz von weniger als 2 Prozent und damit vergleichsweise attraktive Konditionen. Die besten Anbieter für einen Kredit mit einer Laufzeit von 12 Monaten sind in unserem Kreditvergleich diese (Stand: 11/2017):

  • CreditPlus (Zinssatz ab 1,97 Prozent)
  • GIROMATCH (Zinssatz ab 1,97 Prozent)
  • Targobank (Zinssatz ab 2,42 Prozent)

Bei einer Laufzeit von 24 Monaten sind die Angebote noch ein wenig besser (Stand: 11/2017):

  • SWK Bank (Zinssatz ab 1,88 Prozent)
  • Bank of Scotland (Zinssatz ab 1,93 Prozent)
  • CreditPlus (Zinssatz ab 1,97 Prozent)

Bei einer Laufzeit von 36 Monaten sind die Angebote identisch. Bedenken sollten Sie allerdings immer, dass es sich bei den Angeboten für Ratenkredite um sogenannte „ab“-Angebote handelt. Das heißt konkret: Die niedrigen ausgelobten Zinssätze erhalten Sie keineswegs in jeder Situation. Vielmehr kommt der genaue Zinssatz auf verschiedene Faktoren an. Dazu gehören neben der Laufzeit und der Kreditsumme auch Ihre Bonität und eine mögliche bestehende Kundenbeziehung mit der jeweiligen Bank. Im Durchschnitt fallen die Zinsen deutlich höher aus als bei den Lockangeboten, weswegen Sie eher mit einem Zinssatz im Bereich von 3 bis 5 Prozent planen sollten.

Wie hoch sind die Rückzahlungen in der Praxis?

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Damit Sie eine Idee davon bekommen, wieso ein Ratenkredit immer ein Risiko ist, wollen wir Ihnen hier auch noch einmal im Detail vorstellen, wie hoch die monatlichen Rückzahlungen bei einem solchen Kredit sind. Vorrechnen wollen wir Ihnen dies zuerst bei einem Ratenkredit mit einer Laufzeit von einem Jahr und einer Kreditsumme von 2.000 Euro bei einem Zinssatz von 2,42 Prozent (zum Zeitpunkt 11/2017 bestes Angebot im Kreditvergleich):

  • Gesamtrückzahlung: 2.044,96 Euro
  • Monatliche Rückzahlung: 168,88 Euro

Sofern Sie denselben Kredit mit einer Laufzeit von drei Jahren aufnehmen, ergeben sich diese Daten:

  • Gesamtrückzahlung: 2.127,96 Euro
  • Monatliche Rückzahlung: 57,65 Euro

Bei einer Kreditsumme von 10.000 Euro ergeben sich bei einer Laufzeit von 12 Monaten und einem Zinssatz von 1,97 Prozent (bestes Angebot zum Zeitpunkt 11/2017) diese Daten:

  • Gesamtrückzahlung: 10.270,29 Euro
  • Monatliche Rückzahlung: 842,32 Euro

Sofern Sie den Kredit auf einen Zeitraum von 36 Monaten strecken, sind die Zinsen aktuell ein wenig besser und liegen bei nur 1,88 Prozent. Dadurch ergeben sich diese Konditionen:

  • Gesamtrückzahlung. 10.701,46 Euro
  • Monatliche Rückzahlung: 285,91 Euro

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Wenngleich die Zinssätze auf einem wahrscheinlich historisch niedrigen Niveau sind, sehen Sie, dass die monatlichen Raten keineswegs zu unterschätzen sind. Bei einem Kredit von 10.000 Euro und einer Laufzeit von 36 Monaten fällt trotz attraktiver Zinsen eine monatliche Zahlung von fast 300 Euro an. Das klingt im ersten Moment machbar. Bedenken sollten Sie allerdings, dass in drei Jahren viele Dinge passieren können, etwa ein Schicksalsschlag wie die Arbeitslosigkeit. Gerade deshalb sind Ratenkredite immer eine Gefahr, besonders bei einer langen Laufzeit. Dann steigt nicht nur die Summe der Gesamtrückzahlung, sondern auch das Risiko eines Kreditausfalls.

Ein Ratenkredit lohnt sich keinesfalls generell

Zwar finden Sie in unserem Kreditvergleich viele attraktive Angebote für einen Ratenkredit, dennoch lohnt sich die Aufnahme eines solchen keineswegs immer. Die guten Konditionen machen die großen Risiken eines Kredits nicht wett. Deshalb raten wir Ihnen dazu, nur in zwei Situationen auf einen Ratenkredit zu setzen. Zum einen bei Anschaffungen von wirklich wichtigen Alltagsgegenständen wie einer Waschmaschine oder einem Computer, zum anderen bei einer Umschuldung vom Dispositionskredit. In diesen Situationen sollten Sie aber immer mit einer raschen Rückzahlung planen. Sofern Sie Ihr Bankkonto aber immer nur kurzfristig überziehen, erscheint auch ein Wechsel zu einer Bank mit besseren Konditionen sinnvoll. Gute Angebote finden Sie hier im Girokontovergleich. Unser Ratgeber sollte Ihnen gut gezeigt haben: Einen Kredit für Luxusgüter oder nur der niedrigen Konditionen wegen aufzunehmen, ist immer ein unnötiges Risiko, das Sie nicht eingehen sollten (Stand: 11/2017).

Bildquellen:

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