Hedge Fonds

Hedge-Fonds gehören zu den besonderen Arten von Investmentfonds und werden somit auch im Investmentgesetz (InvG) geregelt. Hier werden sie als „Sondervermögen mit zusätzlichen Risiken“ bezeichnet.

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Es handelt sich also um Sondervermögen einer Kapitalanlagegesellschaft, das allerdings im Gegensatz zu regulären Fonds, die das Vermögen des Anlegers schwerpunktmäßig in beispielsweise Aktien oder Renten anlegen, das Kapital in die gesamte Bandbreite an Finanzinstrumenten investieren kann. Bei der Auswahl der Vermögensgegenstände gibt es somit keine Beschränkungen. Beispielsweise können folgende Instrumente genutzt werden:

- Optionen
- Futures
- Swaps
- Leerverkäufe von Wertpapieren
- Kredite zur Erzielung von Leverage-Effekten (Hebel)
etc.

Das Hauptziel von Hedge-Fonds ist, eine möglichst stetige positive und totale Rendite zu erwirtschaften. Um dies zu erreichen, wird sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse spekuliert. Wichtig ist, dass vor der Anlage eine entsprechende Anlagestrategie gewählt wurde. Grundsätzlich unterscheidet man die folgenden:

1. Long/ Short Equity

Long Equity
-> Fonds-Manager kauft unterbewertet Aktien in Erwartung einer positiven Entwicklung

Short Equity
-> Fonds-Manager verkauft in Form eines Leerverkaufes (überbewertete) Aktien und leiht sich die entsprechend benötigten Wertpapiere von einem (institutionellen) Investor mit der Erwartung, diese später zu einem niedrigeren Preis zurückkaufen zu können und an den Ausleiher zu übergeben

2. Event Driven

Für die Renditeerreichung und Gewinnerzielung nutzen die Fonds-Manager bestimmte außergewöhnliche Ereignisse in einzelnen Unternehmen, die zu großen Kursschwankungen führen können. Dazu zählen beispielsweise …

… Fusionen
… Übernahmen
… Insolvenzen
… Restrukturierungen
… Sanierungen
etc.

3. Global Macro

Hier spielen vorrangig die makroökonomischen (gesamtwirtschaftlichen) Marktentwicklungen eine Rolle. Die Fonds-Manager versuchen, gewisse Ereignisse zu prognostizieren und entsprechende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.

4. Relative Value

Bei dieser Strategie nutzen die Manager gewisse Preisunterschiede verwandter bzw. ähnlicher Wertpapiere aus. Beispielsweise kaufen sie ein Papier zu einem niedrigen Preis und verkaufen ein anderes zu einem höheren Kurs.

5. Managed Futures

Durch den Kauf von Derivaten an Terminbörsen spekulieren die Fonds-Manager vor Allem auf steigende oder fallende Zinsen, Aktien, Indizes etc.

In Deutschland dürfen grundsätzlich nur Dach-Hedge-Fonds öffentlich angeboten werden. Diese investieren in andere Single-Hedge-Fonds (Zielfonds) und weisen auf Grund dieser breiteren Streuung auch ein niedrigeres Risiko auf (Einzelrisiko wird minimiert). Teilweise stehen institutionellen Anlegern und vermögenden Privatkunden aber auch Single-Hedge-Fonds zur Verfügung.

Die wichtigsten Nachteile und Risiken von Hedge-Fonds sind:

- hohes Verlustrisiko bis hin zum Totalverlust durch beispielsweise …
… hochriskante Anlage
… wenig Risikostreuung
… bonitätsschwache Unternehmen
… unerwartete Marktentwicklungen
… fehlende Informationen
… politische, konjunkturelle oder klimatische Einflüsse
- bei kurzfristigen Investitionen erhöhte Kosten (Provisionen, Gebühren etc.)
- Rückgabe von Anteilscheinen nur zu bestimmten Terminen
- teilweise Kündigungsfristen vorhanden

Die Probleme von Hedge-Fonds haben sich in der Finanzkrise ab 2007 gezeigt, als viele Anleger Verluste in Millionenhöhe hinnehmen mussten. Einige Hedge-Fonds mussten in der Folge der Finanzkrise sogar schließen. Seit die Krise überwunden ist, machen die meisten Hedge-Fonds allerdings wieder satte Gewinne.

 
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