Welche Kostenfallen gibt es bei einem Girokonto?

Ihr Girokonto ist zu teuer? Wir zeigen Ihnen, wie Sie Kostenfallen umgehen können!

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So sparen Sie Gebühren mit Ihrem Girokonto

Inhaltsverzeichnis

  1. Welche Gebühren fallen bei einem Girokonto an?
  2. Welche Kostenfallen muss ich beim Girokonto beachten?
  3. Warum können mich Transaktionskosten belasten?
  4. Im Urlaub ist das richtige Zahlungsmittel entscheidend
  5. Kostenfallen warten an vielen Stellen

Das Girokonto ist für die meisten Deutschen das mit Abstand wichtigste Finanzprodukt. Insgesamt gibt es in Deutschland fast 100 Millionen Girokonten (Stand: 03/2017) und damit sogar mehr als die Anzahl der Einwohner. Das liegt daran, dass es sich durchaus lohnen kann, mehr als ein Girokonto zu haben. Doch auch weiterhin zahlen viele Verbraucher deutlich zu viel für ihr Girokonto. Wir wollen Ihnen in diesem Ratgeber deshalb erklären, welche Kostenfallen es beim Girokonto gibt und wie Sie diese geschickt umgehen können.

Welche Gebühren fallen bei einem Girokonto an?

Zuerst wollen wir Ihnen kurz darstellen, welche Gebühren bei einem Girokonto überhaupt anfallen. Eine Rolle spielen dabei allen voran diese Gebühren:

Gebühren Girokonto

Wann bezahle ich zu viel für mein Girokonto?

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Die Jahres- oder Monatsgebühr eines Girokontos spielt eine wichtige Rolle bei der Kalkulation der Gesamtkosten. Besonders bei Filialbanken bezahlen Sie für Ihr Girokonto im Normalfall eine monatliche Gebühr für die Kontoführung. Diese liegt je nach Institut zwischen zwei und zehn Euro pro Monat. Entsprechend können im schlechtesten Fall Kosten von bis zu 120 Euro auf Sie zukommen. Bei den meisten Direktbanken und auch bei ausgewählten Filialbanken wie der Sparda-Bank ist das Girokonto dagegen komplett kostenfrei (Stand: 04/2017). Wenn Sie als Privatperson also ein Bankkonto eröffnen wollen, sollten Sie sich diese Institute besonders genau anschauen und eine Kosten-Nutzen-Kalkulation anstellen. 

Was sind Transaktionskosten und wann fallen sie an?

Vermutlich haben Sie von dem Begriff Transaktionskosten noch nie etwas gehört. Es handelt sich dabei grundsätzlich um einen Sammelbegriff. Unter Transaktionskosten werden alle Kosten zusammengefasst, die beispielsweise für Überweisungen oder für die Ausführung von Daueraufträgen erhoben werden. In den vergangenen Jahren sind diese Kosten bei immer mehr Banken weggefallen. Seit dem Jahr 2015 wendet sich das Blatt allerdings wieder und einige Banken haben zusätzliche Gebühren für Überweisungen und ähnliche Dienstleistungen erneut eingeführt. Achten Sie also ganz genau darauf, ob Sie möglicherweise auch bei normalen Bankdienstleistungen draufzahlen. Transaktionskosten für Überweisungen ins Ausland (außerhalb der EU) oder Rücklastschriften fallen dagegen bei den meisten Banken an. Auch hier gibt es bei den Konditionen jedoch vergleichsweise große Unterschiede. Sollten Sie viele spezielle Transaktionen durchführen, sollten Sie sich das Preis-Leistungsverhältnis verschiedener Banken entsprechend besonders genau anschauen.

Bezahle ich für meine Giro- oder Kreditkarte drauf?

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In Deutschland erhalten Sie bei fast allen Banken eine kostenfreie Bankkarte. Doch die Girokarte ist nicht zwingend komplett kostenfrei. Manche Filialbanken berechnen besonders älteren Bestandskunden auch weiterhin eine Gebühr für die Nutzung der Karte. Werfen Sie daher einen genauen Blick in die Bedingungen Ihrer Bank oder auf Ihren Kontoauszug. So können Sie herausfinden, ob Sie möglicherweise eine Gebühr für Ihre Bankkarte bezahlen. Dadurch, dass die meisten Institute die Girokarte kostenfrei anbieten, finden Sie schnell eine Alternative.

Beachten sollten Sie außerdem, dass die meisten Banken eine Gebühr für eine zusätzliche Kreditkarte nehmen. Kreditkarten werden immer wichtiger, weswegen mittlerweile mehr als 33 Millionen Deutsche eine Kreditkarte besitzen (Stand: 01/2015). Doch einfach bei der Hausbank anzufragen, ist vielfach nicht der beste Weg. Die meisten deutschen Filialbanken erheben nämlich eine Gebühr von bis zu 100 Euro pro Jahr für eine einfache Kreditkarte. Zusatzleistungen bieten diese Karten nur selten, weswegen es sich empfiehlt, sich nach Alternativen umzusehen. Diese finden Sie beispielsweise bei reinen Kreditkartenanbietern wie Barclaycard. Die Barclaycard New Visa wird beispielsweise komplett kostenfrei angeboten und erlaubt zudem einen kostenlosen Bargeldbezug. Auch Direktbanken sind bei den Kartenkosten eine gute Alternative. Gemeinhin erhalten Sie bei diesen sowohl die Girokarte als auch die Kreditkarte komplett kostenfrei.

Welche Kostenfallen muss ich beim Girokonto beachten?

Damit Sie mit Ihrem Girokonto nicht nur auf den ersten Blick einen guten Deal machen, wollen wir Sie nun auf die größten Kostenfallen hinweisen. Dabei gibt es in vielen Bereichen wichtige Aspekte, die Sie unter allen Umständen beachten sollten. Dazu gehören allen voran diese:

Kostenfallen Girokonto

Wenn Sie ein Girokonto eröffnen, dann erhalten Sie meist die genauen Bedingungen vorgelegt. Die gesamten Paragrafen und das genaue Preis- und Leistungsverzeichnis umfassen meist mehrere Seiten. Wenig überraschend haben Sie und vermutlich auch fast alle anderen Kunden nie einen genauen Blick in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen geworfen. Doch genau das kann teuer werden, denn im Kleingedruckten lauern oft so einige Kostenfallen. Auf die wichtigsten Problemstellungen wollen wir Sie hier aufmerksam machen.

Kontoführungsgebühren ohne Gehaltseingang

Bei vielen Angeboten für Konten ohne Kontoführungsgebühr wird heute ein sogenannter Mindestgehaltseingang vorausgesetzt. Das bedeutet konkret: Jeden Monat muss eine gewisse Mindestsumme auf das Konto eingehen, die eine bestimmte Klassifizierung hat. Wenn die Rede von Mindestgehaltseingang ist, dann muss die jeweilige Summe als Gehalt, Lohn, Sold, Rente oder Bafög eingehen. Dabei gehen die genauen Bedingungen, was Lohn ist und wie dies gekennzeichnet sein muss, allerdings weit auseinander. Informieren Sie sich also unbedingt bei Ihrer Bank, was denn nun wirklich als Gehalt zählt. Ansonsten zahlen Sie möglicherweise mehr als 100 Euro im Jahr für Kontoführungsgebühren, die Sie eigentlich durch ein kostenfreies Girokonto umgehen könnten.

Manche Anbieter werben darüber hinaus mit einer kostenfreien Kontoführung bei einem Mindestgeldeingang. Relevant ist dabei die Unterscheidung zwischen Geld und Gehalt. Ein Mindestgeldeingang ist deutlich einfacher zu erzielen, weil die Art der Transaktion keine Rolle spielt. Auf Ihr Konto muss dann im Monat nur eine gewisse Summe eingehen und schon ist das Konto kostenfrei. Vorsicht ist dabei aber dennoch geboten, denn wenn Sie die Bedingung den einen oder anderen Monat vergessen, bezahlen Sie sofort drauf. Zur Sicherheit lohnt es sich in diesem Fall beispielsweise einen Dauerauftrag für eine Überweisung von einem auf ein anderes Konto einzurichten.

Kontoführungsgebühr ohne Aktivität

Eine weitere recht komplizierte Regelung, die sich Banken überlegt haben, ist die sogenannte Aktivitätspflicht. Bei manchen Banken ist das Girokonto nur dann kostenfrei, wenn es aktiv geführt wird. Auch die Interpretation des Begriffs Aktivität unterscheidet sich dabei von Institut zu Institut. Gewöhnlich hängt die Aktivität damit zusammen, wie viele Transaktionen Sie im Monat tätigen. So müssen Sie bei einigen Anbietern beispielsweise mindestens fünf Überweisungen oder ähnliche Transaktionen im Monat durchführen, damit Ihr Girokonto kostenfrei ist. Dabei gilt ähnlich wie beim Mindestgehaltseingang: Vergessen Sie die Aktivitätspflicht in einem Monat, bezahlen Sie sofort drauf. Die Kontoführungsgebühr bei solchen Modellen hat es dabei meist in sich.

Der Dispositionszins als Kostenfalle

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Bei der Eröffnung eines Girokontos wird der Dispositionszins vielfach unterschätzt. Doch dabei handelt es sich eigentlich um eine echte Kostenfalle. Deshalb sollten Sie sich von Anfang an über die Dispositionszinsen Ihres Girokontos informieren. Auch Sie können durch eine schwierige Situation im Leben oder einen finanziellen Engpass schnell auf den Dispositionskredit angewiesen sein. Dann ist es sehr wichtig, dass die Zinsen nicht völlig übertrieben sind. Die Unterschiede sind derzeit nämlich so groß wie lange nicht mehr. Bei den besten Anbietern müssen Sie gerade einmal etwa 5 Prozent für die Nutzung des Dispositionskredits aufbringen, bei anderen Banken zahlen Sie auch heute noch bis zu 20 Prozent Zinsen (Stand: 03/2017). Sollten Sie Ihr Konto zum Beispiel ein Jahr lang mit 1.000 Euro überziehen, bezahlen Sie so entweder 50 oder 200 Euro Zinsen – ein enormer Unterschied.

Damit Sie wegen des Dispositionskredits nicht draufzahlen, sollten Sie sich auf jeden Fall bei Direktbanken umsehen. Besonders die Deutsche Kreditbank bietet Ihnen mit dem Kontoprodukt DKB Cash enorm faire Dispositionszinssätze. Das Konto lohnt sich auch als Zweitkonto. So können Sie beispielsweise bei kurzfristigen Überziehungen das Konto der DKB nutzen, um die hohen Zinsen bei Ihrer Hausbank zu umgehen. Grundsätzlich gilt: Direktbanken nehmen für die Nutzung des Dispositionskredits deutlich geringere Zinsen als die meisten Filialbanken. Suchen Sie sich daher frühzeitig eine Bank mit niedrigen Zinsen, um im Ernstfall gewappnet zu sein. Übrigens: Sie können auch mit Ihrer Hausbank über den Zinssatz verhandeln, teilweise können Sie diesen dadurch etwas senken.

Warum können mich Transaktionskosten belasten?

Transaktionskosten fallen für die meisten Standarddienstleistungen nicht mehr an. Deshalb vernachlässigen viele Verbraucher diese Kosten komplett. Diesen Fehler sollten Sie nicht machen, denn die Transaktionskosten können schnell teuer werden. Deshalb zeigen wir Ihnen im Folgenden, welche Stolperfallen Sie beachten sollten.

Diese Gebühren beim Girokonto sollten Sie beachten:

Auslandstransaktionen können sehr teuer sein

Besonders vorsichtig sollten Sie bezüglich Auslandstransaktionen sein. Diese können extrem teuer sein. Die Gebühren für normale Überweisungen in Länder, die nicht Mitglied der Europäischen Union sind, liegen fast immer im zweistelligen Bereich. Für manche Transaktionen fallen sogar Gebühren im hohen zweistelligen oder sogar dreistelligen Bereich an. Sobald es um Sonderdienstleistungen geht, wird es sogar noch teurer. Sollten Sie also immer wieder Auslandstransaktionen nutzen – etwa, um Geld an die Familie im Ausland zu überweisen – ist ein vertiefter Blick in das Preis- und Leistungsverzeichnis Ihrer Bank entscheidend. Die Unterschiede zwischen den Instituten sind bei diesen „verstecken“ Gebühren enorm. Ein Wechsel der Bank kann Ihr Portemonnaie entsprechend stark schonen.

Papierüberweisungen kosten mittlerweile extra

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Eine weitere Änderung ist möglicherweise an Ihnen vorbeigegangen: Bei fast allen Banken kosten sogenannte papierhafte Überweisungen mittlerweile extra. Was bedeutet das? Wenn Sie eine Überweisung nicht per Online-Banking, sondern mit einem Überweisungsschein oder direkt in der Filiale ausfüllen, bezahlen Sie extra. Das gilt genauso für Dauerüberweisungen und andere klassische Bankdienstleistungen. Die meisten Institute nehmen eine Gebühr von einem Euro pro Transaktion. Das ist allerdings keine Gewähr dafür, dass die Gebühren nicht auch deutlich höher sein können. Besonders bei angeblichen Günstig-Angeboten mit niedriger oder gar ohne Jahresgebühr können papierhafte Überweisungen sehr teuer sein. Sollten Sie diesen Service von Zeit zu Zeit nutzen, sollten Sie sich die Bedingungen Ihrer Bank entsprechend genau ansehen.

Geldabhebungen können 100 Euro im Jahr kosten

Wenn Sie mit Ihrer Girokarte Geld abheben, ist das in der Regel kostenlos. Dieser Glaube hat sich in Deutschland durchgesetzt. Doch es gibt starke Einschränkungen. Sie können Ihre Bankkarte nämlich nur an Automaten Ihrer Bank oder des jeweiligen Partnernetzwerks Ihrer Bank für kostenfreie Abhebungen einsetzen. Zwischenzeitlich gab es zudem eine Einigung zwischen den Banken, wodurch die Gebühren für Abhebungen innerhalb von Deutschland begrenzt wurden. Diese Einigung ist mittlerweile aber Geschichte, weswegen die Gebühren wieder bei bis zu 5 Euro pro Abhebung liegen. Im Ausland sind Abhebungen vielfach sogar noch teurer. Wenn Sie häufig Geld abheben, können die Kosten für Abhebungen schnell zu einem Faktor werden.

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Gerade deshalb legen wir Ihnen ans Herz, sich nach einem Konto bei einer Direktbank umzusehen. Die meisten Institute bieten kostenfreie Abhebungen im In- und teilweise sogar im Ausland an. Ein gutes Beispiel ist auch hier die DKB. Mit der kostenfreien Visa-Kreditkarte des DKB Cash können Sie weltweit komplett kostenlos an Bargeld kommen. Einzige Voraussetzung ist eine Mindestabhebesumme von 50 Euro. Auch Kreditkarten, die ohne zusätzliches Girokonto daherkommen, bieten sich für weltweit kostenlose Abhebungen an. Ein gutes Beispiel ist die kostenfreie Santander 1plus Visa Card. Positiv fällt bei all diesen Angeboten allen voran auf: Sie können in Deutschland an allen Automaten und nicht nur an denen eines bestimmten Banknetzwerks kostenfrei an Bargeld kommen (Stand: 04/2017).

Im Urlaub ist das richtige Zahlungsmittel entscheidend

Wenn Sie viel unterwegs sind, spielt das richtige Girokonto ebenfalls eine Rolle. Dabei geht es weniger um das Girokonto per se, sondern allen voran um die verknüpften Zahlungsmittel. Mit einer deutschen girocard können Sie im Ausland beispielsweise weder bezahlen noch Geld abheben. Deshalb haben die meisten Bankkarten zusätzliche eine Maestro- oder V Pay-Funktionalität. Doch auch das ist noch keine Garantie dafür, dass Sie im Ausland überall bezahlen können. V Pay-Karten können Sie beispielsweise nur innerhalb der Europäischen Union einsetzen, Maestro-Karten funktionieren dafür weltweit.

Doch selbst wenn Ihre Bankkarte weltweit funktioniert oder Sie eine zusätzliche Kreditkarte Ihrer Bank haben, kann es für Sie schnell teuer werden. Nicht nur kosten die Karten selbst vielfach eine Zusatzgebühr, auch im Ausland bezahlen Sie meist drauf. Für Transaktionen in Fremdwährungen bezahlen Sie bis zu 2 Prozent Gebühren. Dazu kommen Gebühren für Abhebungen im Ausland. Sollten Sie viel unterwegs sein, kommen so schnell Kosten im dreistelligen Bereich auf Sie zu. Informieren Sie sich daher vor Ihrer Reise über Alternativen.

Kostenfallen warten an vielen Stellen

Das kostenlose Girokonto wird in Deutschland immer mehr zur Seltenheit. Einzig bei Direktbanken und sehr wenigen Filialbanken werden Sie noch fündig. Doch die Jahresgebühr ist nicht alles. Wie Sie in diesem Ratgeber gesehen haben, lauern noch zahlreiche weitere Kostenfallen auf Sie. Achten Sie daher immer genau auf die Bedingungen Ihrer Bank und werfen Sie regelmäßig einen Blick auf die Kontoauszüge. Wenn Sie mit Ihrer Bank unzufrieden sind, finden Sie bei uns einen guten Überblick über Alternativen mit geringeren Gebühren.

Bildquellen:

Beratung: hypovereinsbank.de
Karten und Aufzählungen: Bezahlen.de

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