Sollte ich die Zahlung mit Payback Pay nutzen?

Mobile Payment ist in aller Munde, aber Sie kennen keinen passenden Anbieter? Payback Pay könnte die Lösung sein, wären da nicht ein paar Nachteile. 

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Inhaltsverzeichnis

  1. Gehört Payback Pay in den Bereich des Mobile Payments?
  2. Kann ich Payback Pay überhaupt nutzen?
  3. Wer steht hinter Payback?
  4. Ist die Zahlung mit Payback Pay sicher?
  5. Payback Pay ist eine smarte Alternative

Gehört Payback Pay in den Bereich des Mobile Payments?

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Payback Pay hat in den vergangenen Monaten so einige Resonanz in den Medien erhalten. Der neue Service von Payback ist bei Kunden aber noch nicht flächendeckend angekommen. Auch Sie nutzen Payback Pay vermutlich noch nicht. Möglicherweise auch, weil Sie die Zahlungsfunktion Ihrer Payback-App noch gar nicht kennen. Ob eine Nutzung von Payback Pay für Sie Sinn macht und ob es auch Nachteile gibt, wollen wir Ihnen in diesem Ratgebertext präsentieren.

Auch den sperrigen Begriff „Mobile Payment“ haben Sie in den vergangenen Monaten vermutlich schon oft gehört. Dabei geht es konkret um jede Möglichkeit, mit Ihrem Smartphone Einkäufe zu tätigen. Auch die neue Zahlungsfunktion der Payback-App gehört entsprechend in den Dunstkreis des Mobile Payments. Wenn Sie den Trend also einmal ausprobieren wollen, ist Payback Pay eine gute Möglichkeit dazu. Interessant ist das Angebot deshalb, weil für Sie im Prinzip kein zusätzlicher Aufwand entsteht, zumindest nicht, wenn Sie sowieso schon Kunde bei dem Münchner Bonusprogramm sind.

Kann ich Payback Pay überhaupt nutzen?

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Sollten Sie noch nie von Payback Pay gehört haben, sollten Sie zuerst prüfen, ob Sie die Applikation überhaupt nutzen können. Bei Payback Pay ist das der Fall, wenn Sie über die neueste Applikation für das iPhone oder Android-Smartphones verfügen. Geräte mit den Betriebssystemen Windows Phone und Blackberry sind bislang leider von der Nutzung ausgenommen. Zudem benötigen Sie eine der neueren Versionen von Android und iOS (siehe unten). Mit Android-Smartphone ist eine Nutzung ab der Version 4.1 möglich, bei iPhones benötigen Sie mindestens iOS 8. Achten Sie darüber hinaus darauf, dass Sie die neueste Version der Payback-App auf Ihrem Smartphone haben. Zur Verfügung steht die Funktion erst seit Mitte 2016.

Mit diesen Geräten und Betriebssystemen können Sie Payback Pay nutzen (siehe Grafik):

Über die notwendige Funktionalität Ihres Smartphones hinaus, müssen Sie bezüglich Payback Pay kaum etwas beachten. Wichtig ist zusätzlich nur noch ein Bankkonto, über das Sie sicherlich verfügen. Beachten Sie dabei bitte, dass Payback Pay derzeit nur in Kombination mit deutschen Bankkonten zur Verfügung steht. Wollen Sie den Service nutzen, müssen Sie zwingend ein Girokonto in Deutschland hinterlegen. Eine Bonitätsprüfung ist für die Nutzung von Payback Pay nicht notwendig. Sie müssen sich also keine Sorgen machen, wenn Sie einen niedrigen Schufa-Score haben. Dieser spielt nur für andere Zahlungsmittel eine Rolle. Auch die konkrete Bank ist dabei aber unwichtig. Alle deutschen Bankkonten, also auch Basiskonten oder Konten bei Direktbanken, können für die Zahlung mit Payback Pay verwendet werden.

Wie melde ich mich für Payback Pay an?

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Wenn Sie genug von der Theorie haben, geht es jetzt zur Anmeldung für Payback Pay. Diese ist ganz einfach in der Applikation selbst möglich. Öffnen Sie dafür Ihre App und gehen Sie auf die Schaltfläche für Payback Pay. Dort müssen Sie den Geschäftsbedingungen zustimmen und danach Ihre Bankverbindung (IBAN) hinterlegen. Zusätzlich müssen Sie Ihre persönliche PIN festlegen, die Sie später zur Verifikation von Zahlungen verwenden. Bevor die Zahlungen möglich sind, erfolgt noch eine Verifizierung seitens Payback. Der Dienstleister bucht von Ihrem Girokonto eine Summe von einem Cent ab und gibt im Verwendungszweck eine Verifizierungsnummer an. Diese Nummer müssen Sie dann in der App eingeben, um die Nutzung zu verifizieren. Natürlich wird Ihnen der eine Cent nach der Verifizierung wieder zurücküberwiesen. Ansonsten müssen Sie nichts tun und können Payback Pay sofort nach der Verifizierung nutzen.

Wie kann ich Payback Pay nutzen?

Die Funktionsweise von Payback Pay ist leicht erklärt. Sie öffnen beim Bezahlen die Applikation und wählen die Schaltfläche „PAY“ mit der Unterschrift „Bezahlen & Punkten“ aus. Danach geben Sie Ihre sogenannte Pay-Pin ein. Ihnen wird nach erfolgreicher Eingabe automatisch ein sogenannter QR-Code erstellt. Dieser ist einmalig und kann auch nur für eine Zahlung verwendet werden. Bei den Akzeptanzstellen von Payback Pay müssen Sie den QR-Code nur noch unter das Lesegerät halten und schon wird Ihre Zahlung durchgeführt. Eine weitere Unterschrift ist nicht notwendig. Sie sammeln über die Zahlung hinaus gleichzeitig übrigens auch Payback-Punkte. Das bedeutet konkret, dass Sie Ihre Payback-Karte nicht extra vorlegen müssen.

Sie fragen sich in diesem Moment vermutlich auch, wie die Zahlung im Hintergrund abläuft. Die Erklärung dafür ist relativ einfach. Sie haben sicherlich im Online-Handel bereits per Lastschrift bezahlt. Die Systematik von Payback Pay ist dabei ähnlich. Wenn Sie den QR-Code scannen lassen, weist das Kassenterminal eine Lastschrift von Ihrem Girokonto über die Zahlungssumme an. Diese Lastschrift wird dann innerhalb der nächsten Stunden oder Tage durchgeführt. Ihr Geld ist also nicht sofort weg. Im Falle einer Reklamation haben Sie zudem die Möglichkeit einer Rücklastschrift, sollte es zu unberechtigten Abbuchungen kommen. Das System ist ähnlich der sogenannten Elektronischen Lastschrift, die oft bei Zahlungen mit der girocard vorkommt.

Wo kann ich Payback Pay nutzen?

Eines der größten Probleme von Payback Pay ist bislang die Verfügbarkeit. So gut der Service per se klingt, so schlecht ist gleichzeitig die Verfügbarkeit. Sie vermuten wahrscheinlich, dass Sie zumindest bei allen Payback-Partnern bezahlen können. Doch dem ist nicht so. Sie können Payback Pay (Stand: 01/2017) nur bei fünf Händlern nutzen:

  • Aral
  • dm
  • Galeria Kaufhof
  • real
  • Alnatura

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Bei allen Partnern außer Aral sollte die Verwendung von Payback Pay bereits deutschlandweit funktionieren. Bei Aral funktioniert der Bezahldienst auf einem anderen Weg. Notwendig ist dafür, dass Ihr Smartphone über NFC und mindestens das Betriebssystem Android 4.3 verfügt. Mit einem iPhone können Sie Payback Pay bei Aral leider nicht nutzen.
Problemlos nutzen können Sie Payback Pay bei diesen Händlern (siehe Grafik):

Wird die Akzeptanz von Payback Pay steigen?

Wer einen guten Eindruck von dem System hat, muss sich aber keine Sorgen machen. Die Akzeptanz soll laut Payback mittelfristig deutlich steigen. Konkret ist geplant, dass Payback Pay bereits Ende 2017 bei allen Payback-Händlern verfügbar sein wird (Stand: 01/2017). Selbstverständlich betrifft das nur alle Ladengeschäfte und nicht die Online-Partner von Payback. Ob ein ähnlicher Bezahlungsdienst auch für das Netz geplant ist, steht derzeit noch in den Sternen. Unklar ist derzeit auch noch, ob Payback Pay möglicherweise auf Händler ausgeweitet wird, die nicht zum Payback-Universum gehören. Technisch spricht wenig gegen eine Integration.

Wer steht hinter Payback?

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Wenn Sie einem Unternehmen Zahlungsdaten anvertrauen, müssen Sie natürlich auch wissen, mit wem Sie es eigentlich zu tun haben. Bei Payback war die Antwort bis vor wenigen Jahren noch recht einfach. Die Münchener Firma Loyalty Partner, der Payback gehört, wurde in Deutschland gegründet und hat sich zum Marktführer im Bereich von Loyalitätsprogrammen im Einzelhandel entwickelt. Heute hat das Unternehmen nicht nur mehrere hundert Partner im Online- und Offline-Handel, sondern insgesamt auch eine fünfstellige Zahl an Akzeptanzstellen. Payback hat eigenen Angaben zufolge in Deutschland mehr als 20 Millionen aktive Kunden. Bedenken sollten Sie allerdings, dass die Mutterfirma von Payback im Jahr 2011 von American Express gekauft wurde. Seitdem gehört demnach auch Payback zu 100 Prozent dem US-amerikanischen Kreditkartenkonzern (Stand: 01/2017).

Ist die Zahlung mit Payback Pay sicher?

Mindestens genauso wichtig ist für Sie vermutlich die Frage, ob eine Zahlung mit Payback Pay denn überhaupt sicher ist? Die Lösung ist ähnlich sicher wie andere Bezahloptionen. Das liegt daran, dass die Zahlung auf Basis einer Lastschrift stattfindet. Diese Zahlungsweise gehört zu den sichersten überhaupt. Jeder generierte Token muss entweder durch eine vorher selbst festgelegte Pay-Pin oder bei ausgewählten Geräten durch den Fingerabdruck bestätigt werden. Generell werden keine Bankdaten zwischen Ihrem Gerät und dem Händler ausgetauscht. Ein jeder Token ist zudem nur für eine einzige Zahlung gültig. Payback verweist darüber hinaus auf weitere Sicherheitsmaßnahmen:

„Der Zahlungseinzug erfolgt ausschließlich nach Prüfung und Freigabe durch unseren Abrechnungspartner auf Basis des vom Kunden erteilten SEPA-Lastschriftmandats. Statt der Klartext-Übermittlung der Pay-Pin bei Zahlungen wird ein Token eingesetzt, der mit einer zeitlich begrenzten Gültigkeit via QR-Code übermittelt wird.“

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Sie machen sich darüber hinaus allerdings möglicherweise Sorgen, dass Ihre Bankdaten von Fremden eingesehen werden können. Dem ist allerdings nicht einmal dann so, wenn Ihnen Ihr Smartphone gestohlen wird. Ihre IBAN wird zu keinem Zeitpunkt auf dem Smartphone angezeigt. Ein Diebstahl Ihrer sensiblen Daten ist entsprechend unmöglich. Zahlungen können zudem, unabhängig von der Summe, immer nur nach einer Verifizierung stattfinden. Sollten Sie einem Dieb also nicht gerade auch noch Ihre PIN verraten, sind Sie auf der sicheren Seite. Zudem haben Sie selbst im Nachgang mit einer Rücklastschrift noch eine Möglichkeit, gegen Missbrauch vorzugehen.

Muss ich für Payback Pay bezahlen?

Eine weitere Frage, die sich für Sie möglicherweise aufdrängt, ist die nach den Kosten. Auch hier können wir Sie allerdings beruhigen. Payback Pay kostet (Stand: 01/2017) kein Geld. Auch mittel- und langfristig soll der Service kostenlos bleiben. Sie können Payback Pay entsprechend komplett kostenfrei nutzen. Das gilt für alle Payback-Partner in Deutschland. Payback verweist allerdings darauf, dass möglicherweise Kosten für die Datennutzung anfallen können, sollten Sie die Payback-App im mobilen Datennetz herunterladen.

Kann ich Payback Pay auch ohne Internet nutzen?

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Interessant ist Payback Pay zweifellos auch deshalb, weil Sie den Service problemlos auch ohne Internetverbindung nutzen können. Wenn Sie die App bereits runtergeladen haben und Ihre Kontoverbindung bereits verifiziert ist, können Sie auch ohne Internet bezahlen. Wenn Sie in der App die Zahlung mit Payback Pay auswählen, geben Sie ganz einfach Ihre PIN ein und erhalten auch offline sofort einen generierten QR-Code. Damit bietet sich Payback Pay auch dann für Sie an, wenn Sie keine mobilen Daten auf Ihrem Smartphone nutzen.

Muss ich mir bei Payback Sorgen um den Datenschutz machen?

Eine dränge Frage findet sich darüber hinaus im Datenschutz. Wenn Sie Ihr Smartphone des Öfteren nutzen, haben Sie sicherlich schon von so einigen Datenlecks gehört. Payback steht generell unter dem Verdacht, eine „Datenkrake“ zu sein. Das überrascht dabei auch kaum, denn das Datensammeln ist das Geschäftsmodell des Münchner Unternehmens. Das Bonusprogramm funktioniert nach einem einfachen Prinzip. Immer wenn Sie Ihre Payback-Karte nutzen (unabhängig von Payback Pay), werden Ihre Einkaufsdaten gesammelt und ausgewertet. Diese Daten nutzt Payback, um den Händlern zu helfen, Ihr Angebot mehr auf Kunden auszurichten. Darüber hinaus werden die gesammelten Daten genutzt, um personalisierte Werbung zu generieren.

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Sie haben sicherlich bereits festgestellt, dass Sie von Payback immer wieder spezielle Angebote bekommen. Auch bei den sogenannten E-Coupons erhalten Sie meist genau auf Sie und Ihr Einkaufsverhalten abgestimmte Angebote. Payback und die verschiedenen Partner versuchen mit speziellen Offerten zudem Ihr Einkaufsverhalten gezielt zu lenken. So erhalten Sie beispielsweise maßgeschneiderte Angebote für Produkte, die Sie länger nicht gekauft haben. Für Sie als Kunden ist das nicht grundsätzlich negativ. Es gibt allerdings zurecht Bedenken, ob es sinnvoll ist, seine Kunden an Payback „zu verkaufen“. Immerhin: Payback beteuert, die Daten nicht an Drittanbieter außerhalb des Payback-Programms weiterzugeben oder zu verkaufen.

Was sagen Datenschützer zu Payback?

Generell verweisen Datenschützer darauf, dass Payback bei jeder Zahlung Ihre Daten sammelt. Ob Ihnen das Punktesammeln das wert ist, müssen Sie grundsätzlich selbst entscheiden. Die Experten verweisen aber auch darauf, dass Payback seit jeher hohe Datenschutzstandards hat. Datenschützer haben entsprechend bei Payback und deren Applikation nichts zu bemängeln. Alle deutschen Datenschutzgesetze werden eingehalten, zu Datenlecks ist es seit dem Bestehen von Payback noch nicht gekommen. Darüber hinaus können Sie in den Geschäftsbedingungen von Payback im Detail nachlesen, welche Daten gesammelt und wie diese weiterverarbeitet werden. Von einigen Experten wird diese Transparenz immer wieder gelobt.

Welche Daten gebe ich bei Payback Pay weiter?

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Wenn Sie nun den Bezahlservice nutzen, geben Sie selbstredend auch Daten weiter. Zum einen sind das die normalen Einkaufsdaten, die Sie auch mit Ihrer normalen Payback-Karte weitergeben würden. Doch die Nutzung der App und damit auch die Nutzung von Payback Pay bringen noch zwei weitere „Nachteile“ beim Datenschutz. Insgesamt erlaubt sich Payback durch die Nutzung der Applikation die folgenden Daten zu sammeln (siehe Grafik):

Die Einkaufsdaten werden, wie bereits angesprochen, generell gesammelt, die Standortdaten und die Mikrofondaten allerdings nur über die App. Was bedeutet das jetzt für Sie? Sie erlauben Payback theoretisch den Zugriff auf Ihren Standort und die Berechtigung, über Ihr Mikrofon mitzuhören. Beide Funktionen sollen laut Payback dazu führen, dass Payback erkennen kann, wo Sie sind. Das Mikrofon ist dabei notwendig, wenn kein GPS verfügbar ist – etwa in einem Kaufhaus. Payback möchte Ihren Standort dann über Umgebungsgeräusche bestimmen. Payback verspricht auf Nachfrage des Handelsblatts aber, dass immer klar kommuniziert wird, wenn das Mikrofon oder GPS genutzt wird, um den Standort zu bestimmen. Darüber hinaus heißt es aus der Zentrale in München: Die Standortbestimmung über Mikrofon ist bislang nur theoretisch und wird derzeit noch nicht eingesetzt. Sie geben also, zumindest im Moment, nur Standortdaten weiter.

Payback Pay ist eine smarte Alternative

Der seit Mitte 2016 existierende Service Payback Pay könnte sich für Sie zu einer echten Zahlungsalternative entwickeln. Die Registrierung ist einfach, die Nutzung ebenfalls. Sie sparen zudem viel Zeit bei der Zahlung. Nervig ist bislang einzig, dass die Verwendung auf sehr wenige Händler begrenzt ist (Stand: 01/2017). Darüber hinaus gibt es berechtigte Bedenken beim Datenschutz, die Sie unter allen Umständen zur Kenntnis nehmen sollten. Falls das für Sie kein Hindernis darstellt, kann die Verwendung von Payback Pay sich zweifellos lohnen.

Bildquellen:

Payback-Bilder: payback.net

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