Welche Leistungen sollte ein Girokonto bieten?

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Inhaltsverzeichnis

  1. Welche Banken bieten ein Girokonto?
  2. Welche Leistungen sind beim Girokonto entscheidend?
  3. Welche Gebühren für das Girokonto sind akzeptabel?
  4. Leistungen und Gebühren müssen beim Girokonto übereinstimmen

Das Girokonto ist das absolute Standardprodukt. Fast jeder Deutsche hat ein Girokonto. Doch das umgangssprachlich auch gerne Bankkonto genannte Konto ist keineswegs bei jeder Bank gleich. Im Gegenteil – die Unterschiede zwischen den verschiedenen Kreditinstituten sind enorm groß. Wir wollen Ihnen deshalb zeigen, worauf Sie besonders achten sollten.

Welche Banken bieten ein Girokonto?

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Wenn Sie bei der Suche nach einem passenden Girokonto noch nicht weit fortgeschritten sind, stellt sich möglicherweise auch die Frage, welche Banken überhaupt ein Girokonto anbieten. Die Antwort darauf ist recht einfach, denn grundsätzlich bieten fast alle Banken in Deutschland ein Girokonto. Egal ob Sie sich bei Ihrer Hausbank informieren, auf ein Angebot einer Internetbank setzen wollen oder in das genossenschaftliche System wechseln wollen – ein Girokonto erhalten Sie in Deutschland bei nahezu jeder Bank. Ihre Entscheidung sollten Sie daher allen voran von den Leistungen sowie dem Preis-Leistungsverhältnis abhängig machen. Scheuen Sie sich daher nicht, ein wenig Zeit zu investieren und die verschiedenen Angebote zu vergleichen. Dadurch, dass nahezu alle Banken in Deutschland Ihnen ein Girokonto anbieten, haben Sie die Wahl.

Welche Leistungen sind beim Girokonto entscheidend?

Das herkömmliche Bankkonto wird von den verschiedensten Banken mit zahlreichen Leistungen beworben. Doch grundsätzlich bieten die meisten Banken ein Gerüst aus ähnlichen Funktionen. Zu den wichtigsten gehören dabei sicherlich die folgenden:

  • Standardisierte Bankdienstleistungen (Überweisungen, Lastschriften, Daueraufträge)
  • Funktionales Online-Banking (Durchführung von Transaktionen, Übersicht)
  • Hilfe bei Problemen (vor Ort, telefonisch oder online)
  • Abhebungen und Einzahlungen (großes Geldautomatennetz)

Die standardisierten Bankdienstleistungen gehören sozusagen zum Rückgrat eines jeden Girokontos. Daher sollten Sie unbedingt darauf achten, dass die Bank Ihrer Wahl es Ihnen bei Überweisungen, Lastschriften und Daueraufträgen nicht zu schwer macht. Immerhin handelt es sich bei den drei Transaktionsarten um die am häufigsten genutzten.

Warum ist ein gutes Online-Banking wichtig?

Mindestens genauso wichtig ist ein funktionales Online-Banking. Alternativ können auch ein gutes Telefon-Banking oder eine sehr gute Beratung vor Ort für ein gutes Girokonto sprechen – meist sind diese Leistungen aber nicht kostenfrei. Bei einem funktionalen Online-Banking kommt es grundsätzlich allen voran auf diese Aspekte an:

Online-Banking

Gerade bei Banken ist es wichtig, dass Sie mit dem Online-Banking zurechtkommen. Deswegen spielt besonders die Nutzerfreundlichkeit eine große Rolle. Achten Sie daher darauf, dass die Bank Ihrer Wahl in Bewertungen im Bereich der Nutzerfreundlichkeit und Übersichtlichkeit des Online-Bankings überzeugt. Ein einfaches und verständliches Online-Banking kann Ihnen mittelfristig viel Zeit sparen.

Achten Sie darüber hinaus auch unbedingt darauf, dass Transaktionen im Online-Banking möglichst einfach sind. Dazu gehört allen voran ein simples Überweisungssystem. Gerade Überweisungen werden Sie von Ihrem Girokonto häufig im Online-Banking vornehmen. Eine Lösung mit wenigen Klicks, die verständlich erklärt, wo welche Daten eingegeben werden müssen, ist entsprechend ideal. Achten Sie darüber hinaus auch darauf, dass Sie ein einfaches und sicheres PIN-System nutzen können. Besonders die Systeme SMS-TAN und iTAN haben sich in den vergangenen Jahren durchgesetzt (Stand: 05/2017). Letztgenanntes System gilt als sicherer, während SMS-TAN zweifelsfrei das einfachere System ist. Bei iTAN müssen Sie Ihre Transaktion über ein Gerät bestätigen, in das Sie Ihre Bankkarte einführen. Danach müssen Sie dieses an den Bildschirm halten und auf eine Bestätigung warten. Bei dem System SMS-TAN erhalten Sie ganz einfach eine Transaktionsnummer auf Ihr Smartphone gesendet und können damit die Transaktion bestätigen. Diese Variante ist zweifelsfrei einfacher und flexibler – besonders, wenn Sie viel unterwegs sind. Dennoch gilt iTAN als noch sicherer. Einige Banken stellen Ihnen mittlerweile aber sogar beide oder noch mehr Systeme zur Wahl, weswegen Sie vom TAN-System nicht zwingend Ihre Entscheidung für eine Bank abhängig machen müssen.

Auch eine einfache Eröffnung des Girokontos ist praktisch:

Was macht eine gute Hilfe bei Problemen aus?

Neben einer einfachen Bedienung des Online-Bankings und einer komfortablen Durchführung von standardisierten Bankdienstleistungen würden wir Ihnen empfehlen, den Fokus auf einen guten Support zu legen. Nur wenn Sie im Ernstfall auch die nötige Hilfe erhalten, können Sie sich auf Ihre Bank auch wirklich verlassen. Dabei bieten die meisten Banken mittlerweile meist mindestens drei Wege der Kunden-Unterstützung. Die wichtigsten sind dabei diese:

Hilfe bei Problemen

Grundsätzlich sollten Sie bei der Wahl eines guten Girokontos dabei zuerst eine Entscheidung treffen: Wollen Sie bei Problemen einen persönlichen Ansprechpartner vor Ort haben? Dann sollten Sie auf eine Filialbank setzen. Sollten Sie dagegen auf Hilfe vor Ort verzichten können, empfehlen wir Ihnen Internetbanken wie die Deutsche Kreditbank. Diese bieten Ihnen zwar nur einen Telefon- und Internet-Support. Dafür sind diese Angebote allerdings auch sehr fortschrittlich, wodurch diese Art der Kundenbetreuung bei den sogenannten Direktbanken meist besser ist. Treffen Sie daher also am besten selbst eine Entscheidung, welche Art von Hilfe Ihnen am wichtigsten ist. Sobald Sie sich für die eine oder andere Variante entschieden haben, können Sie die Angebote der verschiedenen Institute vergleichen. Auf Vergleichsportalen wie bezahlen.de finden Sie zudem eine Einschätzung der Qualität des Kundenservice. So können Sie sich noch vor der Beantragung ein Bild davon machen, ob Ihre Wunsch-Bank auch einen guten Service bietet.

Welche Banken bieten ein großes Geldautomatennetz?

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Ein weiteres entscheidendes Argument für ein gutes Girokonto ist das Geldautomatennetz der jeweiligen Bank. In Deutschland gibt es dabei grundsätzlich vier verschiedene Systeme:

  • Geldautomaten der Sparkassen
  • BankCard Service-Netz (Genossenschaftsbanken)
  • Cash Group (Privatbanken)
  • CashPool (Privatbanken)

Das mit Abstand größte Netz bieten dabei die Sparkassen und die Genossenschaftsbanken, die deutschlandweit mit einer fünfstelligen Zahl an Automaten präsent sind. Die Cash Group, der unter anderem die Commerzbank angehört, bieten ebenfalls ein großes Netz mit knapp 10.000 Automaten. Deutlich kleiner ist das Netz des CashPool, dem unter anderem die Targobank angehört.

Grundsätzlich gilt, dass Kunden einer Mitgliedsbank eines dieser Verbände an allen Automaten des eigenen Instituts sowie der Partnerbanken kostenfrei Bargeld abheben können. Mittlerweile haben allerdings einige Banken diesen Service begrenzt und bieten ihren eigenen Kunden bei Basisprodukten oft nur noch eine begrenzte Anzahl oder sogar gar keine kostenfreien Abhebungen mehr an. Eine Einzahlung ist gewöhnlich nur an bestimmten Automaten oder in Filialen der eigenen Bank möglich. Auch für diesen Service erheben allerdings immer mehr Banken eine zusätzliche Gebühr. Eine interessante Alternative stellen mittlerweile viele Internetbanken dar. Mit der Kreditkarte der DKB können Sie beispielsweise grundsätzlich weltweit an allen Automaten kostenfrei Bargeld abheben. Auch die comdirect und andere Konkurrenten bieten einen ähnlichen Service. Besonders interessant ist dabei das Angebot der comdirect. Da die Bank eine Tochter der Commerzbank ist, können Sie an Geldautomaten der Filialbank sogar kostenfrei Bargeld einzahlen. Das ist bei der DKB nur an wenigen hauseigenen Automaten möglich.

Welche Gebühren für das Girokonto sind akzeptabel?

Ein leistungsstarkes Angebot für ein Girokonto ist das eine – die Kosten sind das andere. Gerade in puncto Gebühren gibt es bei Girokonten in Deutschland signifikante Unterschiede. Je nach der Nutzung des Girokontos ergeben sich teilweise Gebührenunterschiede im dreistelligen Bereich. Deshalb wollen wir Ihnen in diesem Abschnitt zeigen, worauf es im Bereich der Gebühren zwingend ankommt. Besonders achten sollten Sie daher auf diese Gebühren:

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In welcher Höhe bewegen sich die Kontoführungsgebühren?

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Große Unterschiede gibt es bei den Extra-Kosten fürs Girokonto besonders bei den Kontoführungsgebühren. Dabei erstreckt sich die Skala von überhaupt keiner Kontoführungsgebühr (DKB Cash, comdirect Girokonto, …) bis hin zu Premium-Konten mit einer zweistelligen monatlichen Gebühr. Bei einigen Anbietern fallen sogar Kontoführungsgebühren von insgesamt deutlich über 100 Euro im Jahr an. Nicht immer spiegelt sich eine hohe Kontoführungsgebühr zudem auch in den Leistungen nieder. Besonders viele Filialbanken nehmen mittlerweile auch für ein absolutes Basiskonto, bei dem beispielsweise auch Transaktionen zusätzlich kosten, eine Kontoführungsgebühr. Beachten sollten Sie, dass viele Filialbanken mittlerweile verschiedene Modelle anbieten. Die Regel lautet dabei wie folgt: Je niedriger die Kontoführungsgebühr desto weniger Leistungen.

Wenn es um die Kontoführungsgebühr geht, sollten Sie sich zuerst entscheiden, ob Sie eine Betreuung in der Filiale benötigen oder nicht. Sollten Sie diese nämlich nicht benötigen, sind die Angebote von Direktbanken wie der Deutschen Kreditbank im Normalfall nämlich deutlich attraktiver. Hier fällt keinerlei Kontoführungsgebühr an, wodurch Sie jedes Jahr einen bis zu dreistelligen Betrag sparen können. Wenn Sie zumindest im Notfall Beratung vor Ort wünschen oder gerne von einem extensiven Geldautomatennetz für Ein- und Auszahlungen profitieren möchten, sollten Sie einen Blick auf Einstiegsangebote von Filialbanken werfen. Teilweise gibt es Angebote, bei denen nur das Online-Banking kostenfrei ist, die dafür aber mit einer niedrigeren Kontoführungsgebühr auskommen.

Die Commerzbank bietet Ihnen beispielsweise ein Girokonto, das bei einem bestimmten monatlichen Geldeingang komplett kostenlos geführt werden kann. Die Zahl solcher Angebote ist in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen (Stand: 05/2017). Wenn ein Girokonto als kostenfrei beworben wird, sollten Sie trotzdem immer das Kleingedruckte beachten. Gerade Genossenschafts- und Filialbanken bieten das Girokonto heutzutage fast ausschließlich nur noch dann kostenlos an, wenn bestimme Bedingungen erfüllt werden. Diese Bedingungen können entweder ein monatlicher Geldeingang, ein Gehaltseingang oder aber eine bestimmte Anzahl an monatlichen Transaktionen sein. Lassen Sie sich also nicht von Lockangeboten ködern, sondern überprüfen Sie zuerst, ob Sie die Bedingungen erfüllen können.

Was sind Transaktionsgebühren und wann fallen sie an?

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In den vergangenen Jahren wurden die sogenannten Transaktionsgebühren in Deutschland immer weiter abgebaut (Stand: 05/2017). Der Druck der Onlinebanken hat dazu geführt, dass auch Filialbanken immer häufiger auf Gebühren wie diese verzichtet haben. Leider hat sich dieser Trend wieder gedreht. Gerade bei sehr günstigen Girokonten mit eingeschränktem Leistungsumfang werden mittlerweile teilweise Gebühren für standardisierte Bankdienstleistungen erhoben. Auch Genossenschaftsbanken und Sparkassen sind mittlerweile auf diesen Zug aufgesprungen und erheben teilweise eine Gebühr für klassische Bankdienstleistungen wie Überweisungen oder die Einrichtung von Daueraufträgen. Achten Sie daher bei der Suche nach einem leistungsstarken Girokonto unbedingt darauf, dass Ihre Bank auf Transaktionsgebühren für Standardleistungen verzichtet.

Sofern Sie häufiger besondere Bankdienstleistungen benötigen, sollten Sie auch diese Gebühren im Blick haben. Gerade bei Auslandstransaktionen (außerhalb der Euro-Zone), der Einlösung von Schecks oder anderen komplizierten Dienstleistungen unterscheiden sich die Gebühren teils stark. Sie sollten daher unbedingt darauf achten, dass Sie ein Girokonto finden, das zu Ihnen passt. Auch wenn ein Konto auf den ersten Blick günstig aussieht: Transaktionsgebühren für Sonderdienstleistungen können schnell zu einer enormen Verteuerung führen. Überprüfen Sie in diesem Fall daher besonders genau das Preis- und Leistungsverzeichnis. So stolpern Sie bei der Wahl des Girokontos nicht unnötigerweise über Fallstricke.

Wie stark unterscheiden sich die Dispositionszinsen?

Bei vielen Banken besonders beliebt ist die Möglichkeit, Geld über Dispositionszinsen zu verdienen. Die Zinssätze unterscheiden sich dabei seit Jahren enorm. Die besten Anbieter bieten einen Zinssatz von nur etwa 5 Prozent, während die schlechtesten Anbieter weiterhin mehr als 10 Prozent für die Überziehung des Girokontos nehmen (Stand: 05/2017). An einem Beispiel zeigt sich der enorme finanzielle Unterschied: Wenn Sie Ihr Konto durchschnittlich um 1.000 Euro überziehen, bezahlen Sie bei dem schlechtesten Anbieter mehr als 100 Euro Zinsen, beim besten Anbieter nur 50 Euro. Sollten Sie die Flexibilität des Dispositionskredits öfter nutzen, raten wir Ihnen daher unbedingt zur Wahl eines günstigen Anbieters.

Auch im Bereich der Dispositionszinsen sind die Direktbanken absolut führend. Werfen Sie daher am besten einen Blick auf die Angebote der Deutschen Kreditbank, der comdirect oder der ING-DiBa. Diese Banken bieten Ihnen den mitunter geringsten Dispositionszinssatz. Bei vielen Filialbanken sind die sogenannten Dispozinsen dagegen von Haus aus sehr hoch. Dabei gilt allerdings: Hier ist viel Verhandlungssache. Gerade als Bestandskunden können Sie über den Dispositionszinssatz oft verhandeln. Nehmen Sie diese Möglichkeit idealerweise wahr und überprüfen Sie, ob Sie den Zinssatz möglicherweise nach unten korrigieren können. So niedrig wie bei den Direktbanken wird der Dispositionszins nicht fallen, doch die Unterschiede können mit gutem Verhandlungsgeschick am Ende deutlich geringer sein.

Leistungen und Gebühren müssen beim Girokonto übereinstimmen

Nicht nur in finanziellen Dingen ist ein gutes Preis-Leistungsverhältnis entscheidend. Doch gerade beim Girokonto sollten Sie sich auf keinen Fall von Lockangeboten ködern lassen. Ein genauer Blick auf das Kleingedruckte sowie ein ausführlicher Vergleich, etwa auf bezahlen.de, hilft Ihnen bei der Wahl. Gut ist am Ende nur ein Girokonto, das alle entscheidenden Leistungen erfüllt und trotzdem kein Vermögen kostet. Beantworten Sie sich am besten anfangs selbst die Frage, ob Sie eine Bank mit Filialnetz benötigen oder nicht. Haben Sie sich erst einmal für eine Direktbank entschieden, können Sie nämlich sogar noch deutlicher sparen. Doch auch wenn Sie an dem Filialnetzwerk Ihrer Bank hängen, können Sie durch einen Wechsel oft viel Geld sparen.

Bildquellen:

Beratung: Konstantin Chagin | Dreamstime Stock Photos
Aufzählungen: Bezahlen.de
Automaten: dsgv.de
DKB: dkb.de

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