Wie lange sind meine Bonuspunkte und Meilen gültig?

Bonuspunkte und Meilen sind in Deutschland nicht immer unendlich gültig. Es gibt aber Mittel und Wege, um die Gültigkeit zu verlängern - teilweise sogar ohne zeitliche Begrenzung.

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Bonuspunkte drohen zu verfallen - was nun?

Inhaltsverzeichnis

  1. Wie sammle ich überhaupt Bonuspunkte?
  2. Warum verfallen meine Bonuspunkte?
  3. Wann verfallen meine Bonuspunkte?
  4. Der Punkte- und Meilenverfall muss kein Problem sein

Sie sammeln bei Ihren Einkäufen Payback-Punkte oder haben bei Ihrem letzten Urlaub Meilen gesammelt? Dann stellt sich vielfach die Frage, wie lange die Punkte oder Meilen gültig sind. In diesem Ratgeber wollen wir Ihnen eine Antwort auf diese Frage geben und darüber hinaus erklären, wie Sie die Gültigkeit einfach und schnell verlängern können. So haben Sie am Ende mehr von Ihren Punkten, denn mit größeren Mengen lässt sich schlichtweg mehr anfangen.

Wie sammle ich überhaupt Bonuspunkte?

Grundsätzlich können Sie in Deutschland bei vielen Programmen Bonuspunkte und Meilen sammeln. Die zwei großen Anbieter von Punktewährungen sind diese:

Bonusprogramme

Darüber hinaus spielen auch noch Meilenwährungen eine wichtige Rolle. Dazu gehört neben den zwei Währungen der großen Fluggesellschaften auch das Programm der Deutschen Bahn (DB):

Bonusprogramme Meilen & Punkte

Die Bonusprogramme unterscheiden sich dabei teils stark. Besonders die Möglichkeiten, Punkte und Meilen zu sammeln sowie auszugeben unterscheiden sich deutlich. Wir wollen Ihnen daher zuerst kurz erklären, wo Sie Punkte sammeln können.

In welchen Lebenssituationen kann ich Punkte sammeln?

payback-joker

Das größte Bonusprogramm in Deutschland ist Payback. Kein anderes Programm wird häufiger genutzt. Bei der Zahl der Kunden spielt auch Miles & More eine wichtige Rolle. Im Alltag sollten Sie sich allerdings auf das Sammeln bei Payback und DeutschlandCard konzentrieren. Zu den Payback-Partnern gehören in Deutschland zahlreiche Händler, darunter sind diese bekannten Namen:

  • Aral
  • dm
  • Galeria Kaufhof
  • real
  • Rewe

Dazu kommen zahlreiche weitere Offline- und Online-Partner, bei denen Sie einfach und schnell Payback-Punkte sammeln können. DeutschlandCard ist der deutlich kleinere Konkurrent von Payback, ist allerdings allen voran für die Partnerschaft mit dem Lebensmittelgiganten Edeka bekannt. Auch ansonsten können Sie bei DeutschlandCard ohne Probleme immer wieder Punkte sammeln. Zu den bekanntesten Partnern gehören die folgenden:

  • Edeka
  • Esso
  • Netto
  • Otto

Wie komme ich an Meilen bei Miles & More und Co.?

Im Alltag können Sie mit Ihrer Meilenkarte dagegen selten etwas anfangen. Egal ob airberlin, Deutsche Bahn oder Lufthansa. Es gibt zwischen den Anbietern große Überschneidungen. Sie sammeln längst nicht mehr nur im Flugzeug oder im Zug (natürlich ist das allerdings der häufigste Weg) Meilen und Punkte. Die Anbieter haben mittlerweile aber viele Partnerschaften geschlossen. Alle drei Programme bieten mittlerweile beispielsweise eine Kreditkarte, durch die Sie bei jeder Zahlung sammeln können.

Hinzu kommen viele weitere Kooperationen, beispielsweise mit Zeitungsverlagen. So sammeln Sie immer wieder Meilen, wenn Sie ein Abonnement bei einer Zeitung abschließen. Zu den Partnern von Miles & More gehören zum Beispiel regelmäßig die Welt und die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Darüber hinaus gibt es allerdings viele weitere Möglichkeiten, um schnell und einfach an Meilen oder Punkte zu kommen: Bei der Anmietung eines Mietwagens, beim Abschluss einer Versicherung oder durch die Eröffnung eines Girokontos. Die Möglichkeiten, um auch abseits von Flugzeug und Schiene Punkte und Meilen zu sammeln, werden immer größer.

Was kann ich mit meinen Meilen und Punkten anfangen?

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Natürlich bringen die vielen mühsam gesammelten Punkte und Meilen überhaupt nichts, wenn Sie nichts damit anfangen können. Zum Glück machen Ihnen Payback und DeutschlandCard das Einlösen mittlerweile sehr einfach: Sie können Ihre Punkte mittlerweile ganz einfach beim Shoppen einsetzen. Sobald Sie eine gewisse Anzahl an Punkten gesammelt haben, können Sie die Punkte ganz einfach zum Bezahlen nutzen. Für 1.000 Punkte bei Payback erhalten Sie beispielsweise einen Gutschein im Wert von 10 Euro. Alternativ können Sie die Punkte auch direkt beim Bezahlprozess an der Kasse einlösen.

Darüber hinaus bieten Ihnen Payback und DeutschlandCard noch zahlreiche weitere Prämien. Dazu gehören allen voran Sachprämien, die Sie online bei den beiden Anbietern bestellen können. Der Gegenwert ist im Vergleich zum Einsatz beim Einkaufen allerdings meist etwas schlechter. Im Rahmen von Aktionen lohnt sich allerdings auch die Nutzung von Punkten für den Kauf von besonderen Produkten im Payback- oder DeutschlandCard-Shop. Eine weitere Alternative ist der sogenannte Punktetransfer. Sie können Payback-Punkte beispielsweise zu Miles & More transferieren oder DeutschlandCard-Punkte zu airberlin topbonus.

Update: topbonus hat inzwischen einen Insolvenzantrag gestellt (Stand: 09/2017).

Bei den Vielfliegerprogrammen können Sie Ihre Meilen natürlich allen voran für Flüge einsetzen. Dabei unterscheidet sich der Gegenwert für die eingelösten Meilen allerdings meist gravierend. Gemeinhin erhalten Sie den höchsten Gegenwert für Einlösungen in der Business oder First Class. Teilweise ergeben sich auch bei kurzfristigen Buchungen große Vorteile durch die Nutzung von Meilen. Darüber hinaus bieten Ihnen natürlich auch die Fluggesellschaften alternative Einlösungen, die meist aber wenig attraktiv sind. Bei bahn.bonus können Sie Ihre Punkte grundsätzlich ebenfalls für alle Leistungen rund um die Deutsche Bahn einlösen: Von Freitickets über Upgrades bis hin zu Verzehrgutscheinen ist alles dabei. Darüber hinaus steht Ihnen auch die Einlösung bei Partnern, etwa für Hotelübernachtungen oder Mietwagenbuchungen, offen.

Warum verfallen meine Bonuspunkte?

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Wenn Sie sich Geld mühsam verdient haben, können Sie dieses solange behalten, wie Sie wollen. Warum also ist es bei Punkten und Meilen anders? Die Frage lässt sich für den Laien kaum beantworten. Notwendig ist ein Blick hinter die Kulissen. Eine Meile oder ein Punkt hat einen gewissen Wert. Er steht somit als Verbindlichkeit in der Bilanz des jeweiligen Programmes. Häufen sich irgendwann zu viele Punkte oder Meilen bei allen Teilnehmern an, werden die Verbindlichkeiten enorm hoch. Bilanzrechtlich lässt sich das kaum mehr ausgleichen, wenn gleichzeitig noch Spielraum für Investitionen bleiben soll. Deswegen tun die Programme alles dafür, um Kunden zu einer schnellen Nutzung der Punkte zu bringen. Wenn Sie Ihre Punkte allerdings nicht nutzen, müssen Sie auch damit rechnen, dass diese irgendwann verfallen können.

Wann verfallen Bonuspunkte und Meilen?

In Deutschland gibt es bezüglich der Gültigkeit von Meilen und Punkten entsprechende Gesetze. Konkret müssen Prämienpunkte oder -meilen eine Gültigkeit von 36 Monaten haben. Über diese Frist hinaus geht leider keiner der fünf großen Anbieter in Deutschland. Sowohl bei Payback als auch bei DeutschlandCard verfallen die Punkte nach 36 Monaten. Dasselbe gilt für Meilen bei Lufthansa Miles & More und airberlin topbonus sowie Punkte bei bahn.bonus. Eines haben vier von fünf Programmen allerdings gemein: Sie bieten eine Möglichkeit, um die Punkte vor dem Verfall zu schützen.

Warum sollte ich meine Punkte vor dem Verfall schützen?

Manch einer von Ihnen mag sich nun fragen: Warum soll ich meine Punkte und Meilen überhaupt schützen? Die Antwort darauf ist gar nicht schwer, denn höhere Meilen- und Punktewerte bringen Ihnen meist größere Vorteile. Das gilt besonders bei den Vielfliegerprogrammen und bahn.bonus. Die richtig attraktiven Prämien wie Flüge in Premiumklassen oder Freifahrten kosten meist so einige Punkte oder Meilen. Oft dauert es einige Jahre, bis Sie diese zusammen haben. Wenn zwischendurch immer wieder Punkte verfallen, kommen Sie der Prämie nicht näher. Das gilt auch dann, wenn Sie mit Ihren Payback-Punkten sparen, um sich in Zukunft eine tolle Prämie gönnen zu können. Sie sollten sich am besten auch eine Erinnerung einrichten, damit Sie die Frist nicht verpassen.

Wie schütze ich meine Punkte vor dem Verfall?

Mit Ausnahme von DeutschlandCard bieten alle vier Programme eine Kreditkarte an. Je nach Modell schützt diese die Punkte oder Meilen vor dem Verfall. Dabei handelt es sich um diese Karten:

Kreditkarten Punkte- und Meilenverfall stoppen

Lohnen sich die Payback-Kreditkarten zum Schutz vor dem Verfall?

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Payback bietet derzeit zwei verschiedene Kreditartentypen an. Die klassische Variante ist die Payback Visa Karte, die allerdings nur im ersten Jahr kostenfrei ist. Danach fällt eine Jahresgebühr von 29 Euro an. Die Karte schützt in allen Varianten (Classic, Flex, Pre-Paid) vor dem Meilenverfall und bietet darüber hinaus noch den Vorteil von kostenfreien Abhebungen im Ausland (zuzüglich Fremdwährungsgebühr außerhalb der Eurozone). Das Sammeln von Punkten durch Kartenumsätze ist im Falle der Payback Visa Karte wenig attraktiv. Wir raten von dieser Karte zum Schutz vor dem Meilenverfall deshalb insgesamt eher ab.

Attraktiv ist zweifelsfrei die Payback American Express Karte. Das liegt schon daran, dass die Kreditkarte komplett kostenfrei ist. Nicht nur im ersten Jahr, sondern auch in den Folgejahren zahlen Sie bei dieser Variante keine Jahresgebühr. Hinzu kommt: Sie sammeln für je 2 Euro Kartenumsatz einen Payback-Punkt. Attraktiv ist außerdem, dass Sie eine kostenfreie Zusatzkarte für Ihren Partner erhalten und sich als Neukunde zudem über einen Bonus von 2.000 Punkten freuen können. In Anbetracht dessen, dass die Kreditkarte komplett kostenfrei ist, würden wir Ihnen dieses Modell zum Schutz Ihrer Payback-Punkte in jedem Fall empfehlen.

Welche Miles & More-Kreditkarte schützt mich vor dem Verfall?

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Die Lufthansa bietet grundsätzlich zwei verschiedene Typen von Kreditkarten an. Die Miles & More Kreditkarte Gold, die wiederum in mehreren Varianten für Privat- und Geschäftskunden erhältlich ist, schützt grundsätzlich vor dem Meilenverfallen. Die Miles & More Kreditkarte Blue – auch bei dieser gibt es mehrere verschiedene Varianten – schützt vor dem Meilenverfall nur dann, wenn Sie mindestens 3.000 Euro im Jahr mit der Karte umsetzen. Die günstigste blaue Kreditkarte kostet Sie 55 Euro im Jahr und bietet neben einigen Willkommensleistungen auch die Möglichkeit, eine Meile für je 2 Euro Umsatz zu sammeln. Die etwas bessere Variante World Plus für 70 Euro bietet Ihnen zusätzlich dazu noch Versicherungsleistungen. Dasselbe gilt für die ebenfalls 70 Euro teure Karte für Geschäftskunden, bei der Sie allerdings eine Meile für jeden Euro Umsatz sammeln.

Deutlich teurer sind die goldenen Kreditkarten, die ein umfangreiches Versicherungspaket und weitere Zusatzleistungen bieten. Auch das Willkommenspaket ist bei diesen Kreditkarten attraktiver. Beim entscheidenden Aspekt gibt es allerdings keine Unterschiede: Mit den Privatkunden-Karten sammeln Sie ebenfalls nur eine Meile für je 2 Euro Umsatz, mit der Geschäftskundenkreditkarte eine Meile für jeden Euro. Der Jahreskartenpreis für die Karte mit dem unbegrenzten Meilenschutz liegt je nach Modell bei 100 oder 110 Euro. Wir würden Ihnen daher auf Grund der besseren Versicherungsleistungen eher zur goldenen Karte raten. Geht es Ihnen dagegen nur um den Meilenschutz, sollten Sie sich auch die günstigste Karte ansehen. Bedenken Sie allerdings zwingend den Mindestumsatz von 3.000 Euro im Jahr.

Macht die bahn.bonus-Kreditkarte Sinn?

Die Deutsche Bahn macht es Ihnen einfacher: Es gibt zwar zwei Kreditkarten, beide schützen Sie zugleich aber komplett vor dem Verfall der bahn.bonus-Punkte. Die Jahresgebühr liegt bei 34 Euro für die Standardkarte und bei 64 Euro für die BahnCard-Kreditkarte Platin. Grundsätzlich erhalten Sie dafür einen Willkommensbonus in Höhe von 1.000 Punkten sowie 0,5 zusätzliche bahn.bonus-Punkte für den Kauf von 1. Klasse-Fahrscheinen oder eine BahnCard für die 1. Klasse. Darüber hinaus erhalten Sie für je 5 Euro Umsatz bei der Deutschen Bahn und 10 Euro Umsatz bei anderen Händlern einen weiteren Punkt gutgeschrieben. Während die Standard-Karte ohne Versicherungsleistungen auskommt, dürfen Sie sich bei der Platin-Karte über einen umfangreichen Schutz freuen. Je nachdem, ob Ihnen Versicherungen wichtig sind, sollten Sie für den Schutz Ihrer bahn.bonus-Punkte für eines der beiden vergleichsweise günstigen Modelle entscheiden.

Sollte ich meine Meilen mit der airberlin-Kreditkarte schützen?

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Auch die angeschlagene Airline airberlin (Stand: 04/2017) bietet Ihnen Kreditkarten zum Schutz Ihrer Meilen an. Zur Auswahl stehen drei Modelle: eine Karte für Geschäftsreisende und zwei Karten für Privatkunden. Mit der airberlin Visa Card commercial (49,90 Euro im Jahr) und der airberlin Visa Card plus (89,90 Euro im Jahr) erhalten Sie für jeden Euro Umsatz eine Prämien- und Statusmeile gutgeschrieben. Mit der airberlin Visa Card basic (49,90 Euro) erhalten Sie dagegen nur eine Meile für je 2 Euro Umsatz. Ansonsten unterscheiden sich die Leistungen der verschiedenen Kreditkarten kaum. Einzig der Bonus für die Beantragung ist bei den teureren Karten meist etwas höher als bei der günstigen Variante basic.

Beachten sollten Sie allerdings, dass der Meilenschutz nicht bei allen drei Modellen automatisch gilt. Bei der airberlin Visa Card basic und der airberlin Visa Card commercial wird der Meilenverfall nur dann ausgesetzt, wenn Sie mindestens den Silber Status bei airberlin haben. Wenn Sie den Meilenschutz dagegen auch ohne Status nutzen wollen, benötigen Sie zwingend die teurere airberlin Visa Card plus. Damit ist airberlin beim Einstiegsmodell mit Meilenschutz der teuerste Anbieter. Wir würden Ihnen daher eher von der Kreditkarte abraten. Auf Grund der schwierigen wirtschaftlichen Situation von airberlin sollten Sie Ihre Meilen sowieso möglichst zeitnah einzusetzen.

Der Punkte- und Meilenverfall muss kein Problem sein

Wenn Sie bei dem einen oder anderen Bonusprogramm Punkte oder Meilen sammeln, dann sitzt Ihnen das böse Wort Meilenverfall immer im Rücken. Wollen Sie allerdings entspannt über einige Jahre für eine Prämie sammeln, muss das kein Problem sein. Mit kostenlosen (American Express Payback-Kreditkarten) oder relativ günstigen Kreditkarten (bahn.bonus-Kreditkarte oder Miles & More-Kreditkarte Blue) können Sie den Punkte- oder Meilenverfall aussetzen und müssen sich daher keine Sorgen mehr um dieses Thema machen. Wollen Sie keine Kreditkarte beantragen, um Ihre Meilen zu schützen, sollten Sie allerdings die Frist von 36 Monaten beachten. Ansonsten verlieren Sie Ihre mühsam gesammelten Punkte und Meilen, ohne es zu bemerken.

Bildquellen:

Aufzählungen: Bezahlen.de
Punkt und American Express-Karte: payback.net
Tablet und Karte: Miles & More
Karte: DeutschlandCard
Flugzeug: Kurt Kleemann | Dreamstime.com

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