Wie sich das kontaktlose Bezahlen entwickelt

Das kontaktlose Bezahlen per Karte gehört heutzutage zum Alltag im stationären Handel Deutschlands – anders als noch vor ein paar Jahren. Die Coronakrise hat dieser Entwicklung einen kräftigen Schub gegeben. Aber wie genau kam es dazu? 

Barclaycard Visa auf Bezahlen.de
Barclaycard Visa auf Bezahlen.de

Wie sich das kontaktlose Bezahlen entwickelt

Inhaltsverzeichnis

  1. Was ist kontaktloses Bezahlen?
  2. Kontaktloses Bezahlen in der Corona-Krise
    1. Corona-Trend: Kontaktloses Bezahlen
    2. Rasante Veränderung bei der Bezahl-Art
    3. Jung und Alt will kontaktlos bezahlen
    4. Hoffnung auf einen schnellen Wandel
  3. Giro- und Kreditkarten
    1. Status Quo: 50 % der girocard-Zahlungen in Deutschland kontaktlos
    2. Enormer Anstieg kontaktloser Zahlungen
    3. Karte statt Bargeld

Das kontaktlose Bezahlen per Karte gibt es schon lang, inzwischen gehört es aber heutzutage zum Alltag im stationären Handel Deutschlands – ganz anders als noch vor ein paar Jahren. Die Coronakrise hat dieser Entwicklung einen kräftigen Schub gegeben. Aber wie kam es dazu wie und sind die Aussichten?

Was ist kontaktloses Bezahlen?

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Vermutlich sehen auch Sie in Ihrem Alltag immer häufiger Menschen, die eine Zahlung mit einer kontaktlosen Kredit- oder Girokarte durchführen. Überraschend ist das nicht. Denn dieser Zahlungsweg spart viel Zeit und gewissermaßen sogar Nerven, weil Sie Ihre PIN dabei meist nicht benötigen. Dass es sich bei diesen Beobachtungen nicht nur um Zufall handelt, zeigt die Statistik: Der Anteil der kontaktlosen Zahlungen ist in der Vergangenheit immer wieder angestiegen – zuletzt sogar rasant dank der Coronakrise. Aber was ist das kontaktlose Bezahlen genau? 

Inhaber einer NFC-fähigen Kreditkarten können in der Regel damit kontaktlos Bezahlen. Denn dank des NFC-Chips (Near Field Communication) müssen die Kunden ihre Karte nur noch kurz an das Kartenterminal halten. Bis zu einem Betrag von 50 Euro müssen sie in der Regel keine PIN eingeben. 

Gut zu wissen: Bezahlen Kunden mobil per Smartphone, entfällt die PIN-Eingabe an der Kasse. 

Das kontaktlose Bezahlen erfreut sich in Deutschland zunehmender Beliebtheit. Der folgende Ratgeber-Artikel soll diese Entwicklung darstellen.

Kontaktloses Bezahlen in der Corona-Krise

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Anfang März 2020 - also mitten in der Coronakrise - wurde bekannt, dass die Weltgesundheitsorganisation WHO kontaktloses Bezahlen empfiehlt. Demnach sollten Kunden also Bargeld zur Sicherheit meiden, weil es ein Nährboden für das Virus Covid-19 sein könnte. Aber wie haben die Verbraucher selbst reagiert? 

Ebenso seit März 2020 ermöglichen Mastercard und girocard die kontaktlose Kartenzahlung ohne PIN-Eingabe bis zu 50 Euro. Bei Visa und Amex war dies bereits seit Jahren möglich. Nichtsdestotrotz wird die PIN sicherheitshalber regelmäßig abgefragt. Außerdem müssen zum Beispiel auch Händler ihre Terminals dafür umstellen. 

Gut zu wissen: Zu diesem Zeitpunkt waren 75 Prozent aller Mastercard-Transaktionen in Europa kontaktlos. Reiner Zufall war es dagegen, dass seit Anfang 2020 alle Kartenterminals in Europa NFC-fähig sein sollten. Amex gibt dazu die folgenden Zahlen bekannt: 

"Bezahlen Sie bequem kontaktlos mit Ihrer Karte: an jedem Zahlungsterminal mit dem Kontaktlos-Symbol von American Express. Das geht schon jetzt mehr als 215.000 Mal in Deutschland – an vielen Automaten, in vielen Geschäften, und es werden täglich mehr!"

Corona-Trend: Kontaktloses Bezahlen

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Das Coronavirus hat zu einer Situation geführt, die es so noch nie gegeben hat. Profiteure gibt es dabei zwar nur wenige. Doch das Virus sorgt für eine nachhaltige Veränderung in einigen Bereichen.

Einer davon ist die Welt des Bezahlens. Denn durch die Relevanz von Hygiene haben viele Deutsche sich weiter vom Bargeld distanziert als je zuvor. Statt mit Münzen und Scheinen wird jetzt immer öfter mit Karte oder per Smartphone bzw. Smartwatch bezahlt.

Besonders im Trend: Die kontaktlose Zahlung!

Im Verlauf der Google Trends-Kurve für Google Pay und kontaktlos erkennt man auch das Hoch zwischen März und April 2020 - nicht zufällig auch das Maximum des Coronavirus in Deutschland:

Rasante Veränderung bei der Bezahl-Art

"Es gibt kaum ein Verhaltensmuster, das durch Corona ähnlich stark verändert wurde wie das Bezahlen an der Kasse. Das kontaktlose Bezahlen mit Karte oder Smartphone ist nicht nur hygienisch, es geht auch schnell und ist sicher. Alle Händler, Restaurants und Cafés sollten ihren Kunden das kontaktlose Bezahlen ermöglichen."

Zu diesem Ergebnis kommt Bitkom-Präsident Achim Berg auf Grundlage einer repräsentativen Umfrage zum kontaktlosen Bezahlen. Denn dieses ist durch die Krise zu einem außergewöhnlichen Trend geraten, wie folgende Grafik zeigt:

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Demnach wollen drei von vier Deutschen mittlerweile auf die Zahlung mit Bargeld verzichten. Zudem wünschen sich die Verbraucher deutlich mehr Möglichkeiten, um kontaktlos bezahlen zu können.

Jung und Alt will kontaktlos bezahlen

Die repräsentative Umfrage des Digitalverbands ist allerdings nicht nur wegen des generellen Ergebnisses interessant, sondern auch wegen des Rückhalts in allen Bevölkerungsschichten. Laut den Studienergebnissen sind die Menschen unabhängig vom Alter aktuell der Meinung, dass Bargeld eher vermieden werden sollte.

Selbst bei den ältesten Befragten erklären zwei von drei, dass Bargeld momentan keine Präferenz beim Bezahlen ist. Bei den jüngsten Teilnehmern dagegen waren die Präferenzen noch deutlicher: Hier wollen nicht einmal mehr zwei von zehn Befragten mit Bargeld bezahlen. 

Hoffnung auf einen schnellen Wandel

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Der Trend hin zu neuen Zahlungsmitteln hat in Deutschland immer vergleichsweise lange gedauert. Das gilt auch für Kreditkarten. Trotz der Attraktivität haben hierzulande "nur" ein paar ein oaar Millionen Verbraucher eine Karte wie die Deutschland-Kreditkarte Classic oder die Barclaycard Visa im Portemonnaie.

Das könnte sich in den nächsten Monaten allerdings ändern. Denn die meisten Deutschen wünschen sich auch einen Ausbau der Möglichkeiten zum kontaktlosen Bezahlen. Auch hier gibt es nur kleine Unterschiede zwischen den verschiedenen Generationen, sodass klar wird, dass der Trend hin zu mehr Zahlungen mit Giro- und Kreditkarte durch die ganze Bevölkerung getragen wird. Vermutlich wird diese Entwicklung auch nach der Krise anhalten.

Mobile Payment als Lösung: Wollen die deutschen Kunden die PIN-Eingaben vollkommen umgehen, müssen Sie mobil per Smartphone bezahlen. Um Apple Pay oder Google Pay nutzen zu können, benötigen sie in der Regel eine Kreditkarte. Bereits 2019 hatten 79 Prozent der befragten Mobile-Payment-Nutzer gesagt, dass nicht mehr darauf verzichten wollen. 65 Prozent der Teilnehmer der Visa-Studie würden eher die Geldbörse zu Hause lassen als ihr Smartphone. 28 Prozent haben eine neue Kreditkarte beantragt, um damit mobil bezahlen zu können.

Giro- und Kreditkarten

Status Quo: 50 % der girocard-Zahlungen in Deutschland kontaktlos

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Die Anzahl der kontaktlosen Zahlungen in Deutschland steigt so schnell, wie es wohl nicht einmal die kühnsten Verfechter der Technologie erwartet hätten. Laut der Deutschen Kreditwirtschaft, die für das Girokarten-System in Deutschland zuständig ist, ist die Zahl der kontaktlosen girocard-Zahlungen im Frühjahr auf 50 Prozent gemessen am Umsatz angestiegen. Ende 2019 lag dieser Anteil noch bei 35 Prozent. 

Im März 2020 waren von den mehr als 100 Millionen Girokarten in Deutschland über 75 Millionen davon NFC-fähig. Mit einem Großteil der mehr als 35 Millionen Kreditkarten können Inhaber in der Regel ebenso kontaktlos bezahlen. In Deutschland könnte es also rund 100 Millionen NFC-fähige Giro- und Kreditkarten geben. 

Enormer Anstieg kontaktloser Zahlungen

Besonders beeindruckend ist ohne Zweifel der enorme Anstieg von kontaktlosen Zahlungen innerhalb von nur einem Jahr. Im Januar 2019 hatte die Deutsche Kreditwirtschaft noch von einem Anteil von 19 Prozent an allen Girokartenzahlungen berichtet. Zu diesem Zeitpunkt wurde also gerade einmal jede fünfte Zahlung kontaktlos durchgeführt. Anfang 2020 war es dann rund jede dritte – Tendenz steigend.

girocard-jahreszahlen-2019

Doch nicht nur der Anteil der kontaktlosen Zahlungen ist enorm gestiegen. Wie aus den Daten hervorgeht, ist auch die Gesamtzahl der girocard-Transaktionen stark gewachsen. Das liegt wohl auch an den kontaktlosen Zahlungen. Denn immer mehr Verbraucher entscheiden sich scheinbar wegen der schnellen Zahlungsweise dafür.

Karte statt Bargeld

Erstmals hat im Jahr 2019 die Girokarte das Bargeld als wichtigstes Zahlungsmittel im Einzelhandel verdrängt. Neben der Zahl der Girocard-Zahlungen steigt zudem auch die der Kreditkartenzahlungen. Das kontaktlose Bezahlen spielt dabei wohl in beiden Bereichen eine wichtige Rolle.

Auffällig ist auch ein weiterer Kennwert: Wegen der Kontaktlos-Technologie setzen die Verbraucher ihre Karten immer häufiger auch für kleine Summen ein. 

Bildquellen:

Grafik: bezahlen.de
kontaktlos bezahlen per NFC: pixabay.com - kalhh
Börsenentwicklung: pixabay.com | geralt
DKB: DKB
Deutschland-Kreditkarte Classic: bezahlen.de
Girocard: girocard.eu

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