Ist die Bezahlung mit der Bankkarte sicher?

Im täglichen Leben setzen Sie vermutlich oft auf die Zahlung mit Ihrer Bankkarte. Doch ist diese Zahlungsart auch sicher?

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Wichtige Hinweise für mehr Sicherheit beim Bezahlen

Inhaltsverzeichnis

  1. Wie gehe ich sicher mit meiner Bankkarte um?
  2. Wie schütze ich meine Bankkarte bei der Bezahlung?
  3. Was mache ich, wenn ich meine Karte verliere?
  4. Wer übernimmt die Haftung, wenn doch etwas passiert?
  5. Die Sicherheit Ihrer Bankkarte ist Ihre Aufgabe

Wer häufiger im Einzelhandel bezahlt, der setzt sicherlich immer wieder auch auf die Bankkarte. Mit einer solchen können Sie mittlerweile bei vielen Händlern bezahlen. Über Sicherheitsprobleme hört man zudem fast nie etwas. Ist die Bankkarte entsprechend eine sichere Zahlungsmethode? Ohne Zweifel, doch den einen oder anderen Hinweis sollten Sie dennoch beachten. Ansonsten drohen auch bei der Zahlung mit der Bankkarte Gefahren.

Wie gehe ich sicher mit meiner Bankkarte um?

Kaum ein Zahlungsmittel verspricht Ihnen so viel Sicherheit wie die Bankkarte. Doch die hohe Sicherheit kann nur gewährleistet werden, wenn Sie sorgsam mit Ihrer Bankkarte umgehen. Wir wollen Ihnen deshalb zeigen, wie Sie Ihre Bankkarte so nutzen, dass keine Gefahren entstehen. Dabei gibt es drei entscheidende Tipps für einen sicheren Umgang:

Umgang mit der Bankkarte

Wenn Sie sich an diese Tipps halten, sind Sie bereits auf einem guten Weg. Damit Sie auch im Detail verstehen, worum es bei den genannten Tipps geht, wollen wir Ihnen diese im Folgenden noch einmal genau vorstellen. So wissen auch Sie, was Sie beachten müssen, um in jedem Fall sicher mit Ihrer Bankkarte bezahlen zu können.

Warum sollte ich meine Bankkarte wie Bargeld behandeln?

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Die Bankkarte wie Bargeld zu behandeln klingt im ersten Moment kurios. Dabei geht es allerdings allen voran um das eigene Verständnis. Viele Menschen würden nie einen 50-Euro-Schein einfach offen in der Wohnung herumliegen lassen. Bei einer Bankkarte sind die Bedenken da geringer. Ein großer Fehler, denn die Bankkarte ist eigentlich sogar wesentlich wertvoller als ein 50-Euro-Schein. Im Prinzip könnten Kriminelle mit Ihrer Bankkarte das gesamte Bankkonto leerräumen und Sie sogar in den Dispositionskredit stürzen. Genau deshalb gilt es, die Bankkarte in jeder Lebenssituation so zu behandeln, als wäre sie Bargeld.

Das gilt auch in Einkaufssituationen. Kein anderes Zahlungsmittel wird so häufig vergessen wie die Bankkarte: im Lesegerät, im Einkaufswagen und im Korb. Es gibt viele Orte, an denen Sie Ihre Bankkarte nach der Zahlung liegen lassen können. Daher ist es ratsam, dass Sie Ihre Bankkarte sofort nach der Zahlung wieder in Ihr Portemonnaie stecken. Idealerweise gewöhnen Sie sich an, dass Sie nach dem Einkauf noch einmal Ihren Geldbeutel kontrollieren, um zu prüfen, ob die Bankkarte auch wirklich drin ist. So setzen Sie auf eine doppelte Kontrolle und damit auch auf doppelte Sicherheit.

Wie schütze ich meine Bankkarte vor Diebstahl?

Wenn von Diebstahl gesprochen wird, denken Sie vermutlich allererst an einen Raubüberfall. Die Sache ist in der Realität allerdings etwas anders. In Deutschland etwa ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass Ihre Bankkarte in einem sicheren Umfeld verloren geht, als dass Sie Opfer eines Raubüberfalls werden. Gerade deshalb gehört es zum sicheren Umgang mit der Bankkarte diese in keiner Lebenssituation unbeaufsichtigt zu lassen. Experten raten sogar dazu, dass die Bankkarte im Idealfall immer am Körper getragen wird. Im Idealfall ist die Bankkarte ähnlich wie der Personalausweis und der Führerschein immer im Portemonnaie – und dieses sollte immer möglichst nahe bei Ihnen sein.

Wichtige Tipps zum Schutz vor Diebstahl:

Tipps zum Schutz vor Diebstahl

Damit Sie Ihre Bankkarte perfekt vor Diebstahl und Missbrauch schützen können, sollten Sie die Karte daher auch an bestimmten Orten nicht aufbewahren. Weder eine Jacke noch eine Hose sind ein guter Aufbewahrungsort für eine Bankkarte. Nicht nur vergessen Sie die Karte da schnell, Sie sind gleichzeitig auch ein leichteres Opfer für Diebe. Darüber hinaus ist es empfehlenswert, die Karte nicht offensichtlich im Auto oder in der eigenen Wohnung herumliegen zu lassen. Noch gefährlicher ist es, die Bankkarte im Büro offen liegen zu lassen. Sie glauben sicherlich Ihre Kollegen zu kennen, doch es kommt aus diversen Gründen doch immer wieder zu Betrug am Arbeitsplatz, zum Beispiel auch durch externe Dritte. Es heißt nicht umsonst: "Gelegenheit macht Diebe". Schützen Sie daher sich und andere und lassen Sie Ihre Bankkarte nicht offen liegen.

Wie merke ich, dass meine Karte missbräuchlich eingesetzt wird?

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Zur hohen Sicherheit einer Bankkarte gehört es auch, dass Sie merken, wenn Ihre Karte missbräuchlich eingesetzt wird. Natürlich funktioniert das in den wenigsten Fällen automatisch. Deshalb sind bei der regelmäßigen Kontrolle auch Sie selbst gefragt. Nutzen Sie daher am besten das Online-Banking, um Ihre Kontobewegungen tagesaktuell nachvollziehen zu können. Zumindest zwei Mal die Woche einen Blick auf die Kontoauszüge zu werfen, schadet in jedem Fall nicht. Heutzutage haben Sie teilweise sogar die Möglichkeit, sich von Ihrer Bank per SMS oder E-Mail über jede Zahlung informieren zu lassen. Durch diese Nachrichten wissen Sie immer was auf Ihrem Konto vonstattengeht. Missbrauch bemerken Sie so deutlich schneller.

Warum ist die Geheimhaltung meiner PIN so wichtig?

Entscheidend ist nicht nur, dass Sie auf Ihre Bankkarte aufpassen. Die PIN sollten Sie mindestens genauso sensibel behandeln wie die Bankkarte. Deshalb sollten Sie die PIN in jeder Lebenssituation geheim halten. Dazu gehört es zum einen die PIN immer nur verdeckt einzugeben. Zum anderen sollten Sie Ihre PIN nie aufschreiben. Nichts ist so wichtig, wie die PIN auswendig zu lernen. Bei einer vierstelligen Zahl sollte das durchaus möglich sein. Wer dagegen den Fehler macht die PIN aufzuschreiben, geht ein großes Risiko ein. Das gilt bereits dann, wenn Sie sich die PIN zuhause an den Kühlschrank oder an eine andere Stelle hängen.

Doch es wird noch schlimmer, wenn Sie Ihre aufgeschriebene PIN mit sich führen. Viele Deutsche packen weiterhin einen Zettel mit der PIN in das eigene Portemonnaie. Wenn Sie allerdings darüber nachdenken, sehen Sie schnell die Gefahr. Stehlen Diebe das gesamte Portemonnaie, können Sie sofort auf Ihr gesamtes Geld auf dem Girokonto zugreifen. Deshalb sollten Sie Ihre PIN und Ihre Bankkarte niemals gemeinsam aufbewahren. Wenig ratsam ist es auch, die PIN auf dem Smartphone zu speichern. Hacker könnten über diesen Weg einfach an Ihre PIN kommen. Auch bei einem Diebstahl von Portemonnaie und Smartphone wären Sie nicht gut geschützt. Deshalb ist es in jedem Fall ratsam, dass Sie Ihre PIN einfach auswendig lernen. Der Aufwand kann sich eines Tages auszahlen.

Wie schütze ich meine Bankkarte bei der Bezahlung?

Neben den generellen Tipps rund um Ihre Bankkarte ist es auch entscheidend, dass Sie die Karte bei der konkreten Zahlung schützen. Dabei ist es allen voran wichtig, dass Sie Ihre PIN verdeckt eingeben. Achten Sie immer darauf, dass Ihnen niemand zusehen kann, wenn Sie Ihre PIN eingeben. Das gilt für Zahlungen im Einzelhandel und Abhebungen an Geldautomaten gleichermaßen. Drehen Sie sich vor der Zahlung ruhig noch einmal um, um zu sehen, ob Sie möglicherweise beobachtet werden. Fühlen Sie sich unwohl oder beobachtet, verzichten Sie lieber auf die Zahlung oder Abhebung mit Ihrer Bankkarte. Auch in großen Menschenmenge, etwa bei einem Gedrängel an der Kasse, sollten Sie möglicherweise lieber auf ein anderes Zahlungsmittel setzen.

Denken Sie in diesem Kontext auch daran, dass Sie Ihre Karte nicht an Dritte weitergeben sollten. Egal ob es sich um ein Familienmitglied oder einen Freund handelt – eine Bankkarte sollten Sie nie aus der Hand geben. Zudem sollten Sie niemandem Ihre PIN sagen. So schützen Sie sich und Ihre Bankkarte vor möglichem Missbrauch. Sie wissen am Ende eben nie, was Dritte mit der Karte machen. Sicher ist die Bankkarte für Sie nur dann, wenn nur Sie die PIN wissen und die Karte haben. In jeder anderen Situation gibt es eine gewisse Gefahr, die Sie unbedingt vermeiden sollten.

Was mache ich, wenn ich meine Karte verliere?

Wenn Sie Ihre Karte dennoch einmal verlieren sollten, sollten Sie mit Bedacht vorgehen. Zuallererst sollten Sie überlegen, wo Sie Ihre Karte gelassen haben könnten. Sind Sie sich sicher, dass Ihre Karte gestohlen wurde, sollten Sie eine sofortige Sperrung in die Wege leiten. Wenn Sie die Karte dagegen möglicherweise an einer bestimmten Stelle liegen lassen haben, schauen Sie dort zuerst nach. Auch ein Anruf bei dem Händler, bei dem Sie zuletzt mit Ihrer Bankkarte bezahlt haben, kann Sinn machen. Oft bewahren die Händler Ihre Karte sicher für Sie auf, sollten Sie diese bei der Zahlung verloren haben.

Wichtige Schritte beim Verlust der Bankkarte:

Schritte beim Verlust der Bankkarte

Sollten Sie Ihre Karte dagegen nicht mehr finden, müssen Sie diese schnell sperren lassen. Möglich ist das entweder über die zentrale Sperrhotline, die Sie in Deutschland unter 116 116 erreichen oder direkt über Ihre Bank. Wenn Sie Ihren Berater anrufen, kann dieser die Karte meist entweder selbst sperren oder Sie an eine entsprechende Stelle weiterleiten. Verlieren Sie mit der Sperrung bitte keine Zeit, denn jede Minute kann entscheidend sein. Wenn Sie für eine schnelle Sperrung sorgen, kann es meist selbst bei einem Diebstahl zu keinem Schaden kommen. Der Verlust bleibt dann schlichtweg ein kurzer Schock.

Wer übernimmt die Haftung, wenn doch etwas passiert?

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Grundsätzlich sind Sie mit Ihrer Bankkarte in jeder Situation bestens geschützt. Die Haftung übernimmt im Normalfall nämlich Ihre Bank. Wenn Sie Ihre Karte verloren haben oder diese gestohlen wird, liegt die Haftung grundsätzlich beim Kreditinstitut. Müssen Sie sich also gar keine Sorgen machen? Falsch gedacht, denn bei grober Fahrlässigkeit müssen Sie möglicherweise für einen Teil oder den ganzen Schaden aufkommen. Wir wollen Ihnen deshalb erklären, was Sie vermeiden sollten und wie Sie sich und Ihre Bankkarte ideal schützen.

Was wird als grobe Fahrlässigkeit definiert?

Die grobe Fahrlässigkeit ist ein Tatbestand, der vorliegt, wenn ein Verbraucher selbst eine Mitschuld am Verlust der Karte oder dem entstandenen Schaden trägt. Die genaue Definition ist dabei schwierig und hängt immer auch vom Einzelfall ab. Grundsätzlich handelt es sich bei diesen Fällen um grobe Fahrlässigkeit:

  • leichtfertige Preisgabe der PIN
  • Weitergabe der PIN an Dritte
  • verspätete Meldung des Verlusts oder Diebstahls
  • fahrlässige Ablage der Karte an öffentlichen Orten

Sie sehen bereits, dass die Definition alles andere als klar ist. Wir wollen Ihnen daher zeigen, was die Paragrafen für Sie genau bedeuten.

Was wird unter leichtfertiger Preisgabe der PIN verstanden?

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Wir haben Sie in diesem Ratgeber bereits über die Relevanz Ihrer PIN aufgeklärt. Wenn Sie sich an die genannten Tipps halten, müssen Sie sich bezüglich einer möglichen groben Fahrlässigkeit keine Sorgen machen. Unter der leichtfertigen Preisgabe der PIN sind nämlich allen voran Fälle zu verstehen, in denen Verbraucher Ihre PIN entweder direkt auf der Karte vermerken oder einen Zettel mitführen, auf dem die PIN vermerkt ist. Auch ein einfacher Zugriff auf die PIN über das Smartphone kann unter den Tatbestand der leichtfertigen Preisgabe der PIN fallen und für Sie mit einer Haftung im Schadensfall verbunden sein.

Warum darf ich die PIN nicht an Dritte weitergeben?

Kann Ihnen nachgewiesen werden, dass Sie Ihre PIN an Dritte weitergegeben haben, drohen Ihnen ebenfalls Probleme. Ihre Bank wird Ihnen in diesem Fall eine grobe Fahrlässigkeit vorwerfen. In den Geschäftsbedingungen ist in der Regel klar vermerkt, dass Sie Ihre Karte nicht an Dritte weitergeben dürfen (Stand: 04/2017). Das schließt selbstredend auch die PIN ein. Kommt Ihre Karte also abhanden, wenn eine dritte Person für Sie einkauft und entsteht daraufhin ein Schaden, müssen Sie haften.

Was ist eine verspätete Meldung des Verlusts oder Diebstahls?

Weniger klar ist die Definition einer verspäteten Meldung eines Verlusts oder Diebstahls. Grundsätzlich raten Banken Ihnen zu einer sofortigen Sperrung, wenn Sie den Verlust bemerken. In vielen Geschäftsbedingungen steht sogar klar drin, dass Sie die Karte sofort sperren müssen. Im Normalfall wird es Ihnen allerdings nicht negativ ausgelegt, wenn Sie davor kurz nachforschen und an Orten nachsehen, an denen Sie Ihre Karte gewöhnlich ablegen. Auch ein Anruf bei dem Händler, bei dem Sie zuletzt mit Ihrer Bankkarte bezahlt haben, wird Ihnen nicht negativ ausgelegt.

Welche Ablageorte sollte ich vermeiden?

Die grobe Fahrlässigkeit als Tatbestand wird auch dann zur Umkehr der Haftung genutzt, wenn Sie Ihre Karte fahrlässig abgelegt haben. Das gilt im Prinzip immer dann, wenn Sie Ihre Karte offen an einem zumindest teil-öffentlichen Ort abgelegt haben. Dazu kann auch Ihr Privatauto zählen, sofern die Karte von außen durch die Scheiben sichtbar ist. Auch den Geldbeutel unbeaufsichtigt zurückzulassen oder die Karte in Ihrer Jacke zu lassen, die Sie an der Garderobe abgeben, kann ein Problem darstellen.

Die Sicherheit Ihrer Bankkarte ist Ihre Aufgabe

Wenn Sie keine Lust auf Probleme haben, sollten Sie sich grundsätzlich an unsere Tipps zum Umgang mit Ihrer Bankkarte und Ihrer PIN halten. Im Normalfall sollte Ihnen dann nichts passieren. Wenn Sie im Ernstfall schnell reagieren, müssen Sie sich auch nicht mit einer möglichen Haftung herumschlagen. Wenn Sie dagegen selbst einen Fehler machen, sind Sie meist dennoch nicht auf sich allein gestellt. Teilweise übernehmen Banken auch bei grober Fahrlässigkeit den gesamten oder zumindest einen Teil des Schadens aus Kulanz. Dazu kommt: In den meisten Fällen, in denen eine Bankkarte abhandenkommt, entsteht nicht einmal ein Schaden.

Bildquellen:

Geld abheben: db.de
Aufzählungen: Bezahlen.de
Diebstahl, PIN-EIngabe und Geldbörse verloren: EURO Kartensysteme GmbH

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