Zertifikate

Zertifikate stellen speziell im Finanzwesen strukturierte Finanzprodukte dar. Sie werden von Kredit- oder Finanzdienstleistungsinstituten emittiert und sollen vorrangig private Anleger ansprechen. Gehandelt werden Zertifikate außerhalb der Börse, wobei teilweise auch börslicher Handel vorkommt. Zertifikate dienen der Nachbildung komplexer Strategien sowie der Investition in schwer zugängliche Bereiche.

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Rechtlich gesehen gehören Zertifikate zur Gruppe der Schuldverschreibungen. Sie verbreifen keine Eigentums- oder Anteilsrechte. Im Unterschied zu Anleihen aber gewähren Zertifikate keine Zinsen sondern eine Teilhabe an der Kursentwicklung bestimmter Wertpapiere (z.B. Aktien) bzw. Finanzinstrumente (z.B. Indizes). Das bedeutet, dass der Inhaber von Zertifikaten an der Kursentwicklung eines Basiswertes partizipiert.

Zertifikate kann man grundsätzlich in die folgenden beiden Oberkategorien einteilen:

1. Partizipationszertifikate wie …
… Indexzertifikate
… Basket-Zertifikate
… Strategie-Zertifikate
u.s.w.

2. Zertifikate mit festgeschriebenem Rückzahlungsprofil wie …
… Hebelzertifikate
… Discountzertifikate
u.s.w.

Aus der Rechtsnatur der Zertifikate geht allerdings auch hervor, dass eine eventuelle Zahlungsunfähigkeit des ausgebenden Unternehmens (Emittent) ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals für den Zertifikatinhaber mit sich ziehen kann. Demnach gehören Zertifikate nicht – wie es beispielsweise bei Fonds der Fall ist – zum Sondervermögen eines Unternehmens. Zertifikateinhaber sind also nicht vor einer Insolvenz des Unternehmens geschützt. Zudem fallen Zertifikate nicht unter die Einlagensicherungseinrichtungen von Banken, da es sich nicht um übliche Spareinlagen handelt.

 
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