Wechselkurskanal

Der Wechselkurskanal ist ein Übertragungskanal im Rahmen der Transmissionsmechanismen der Zentralbank, über den die Einflüsse einer gelpolitischen Maßnahme auf den Wechselkurs und dessen Wirkung auf die Volkswirtschaft und im speziellen auf das Ziel der Preisstabilität wiedergespiegelt und analysiert werden.

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Beispiel:
Die Zentralbank entscheidet sich für eine restriktive Geldpolitik (Verminderung der umlaufenden Geldmenge) und gestaltet dementsprechend auch ihre Offenmarktpolitik und die Ständigen Fazilitäten. Tendenziell führt eine solche geldpolitische Maßnahme zu steigenden Zinsen in der Volkswirtschaft, da

1. die Geschäftsbanken für Geldeinlagen bei der Zentralbank mehr Zinsen erhalten (Zentralbank schöpft Geld aus dem Verkehr ab) und diese oftmals an die Kunden weitergeben

und

2. die Geschäftsbanken für Geldaufnahmen (Kredite) höhere Zinsen zahlen (Zentralbank mindert dadurch Geldzufuhr) müssen und diese Kosten ebenfalls an die Kunden weiter reichen.

Das allgemeine Zinsniveau steigt also an. Das wiederum führt zu einer Aufwertung der Inlandswährung gegenüber den ausländischen Währungen, was zu einer Verteuerung der Ausfuhren führt. Inländische Waren werden vom Ausland weniger nachgefragt und der Export sinkt, sodass sich auch der binnenwirtschaftliche Preisdruck verringert. Dahingegen steigt der Import, da ausländische Güter preisgünstiger sind und stärker vom Inland nachgefragt werden.

 
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