Inflationsbekämpfung

Unter Inflationsbekämpfung oder Disinflationspolitik (engl.: disinflation) versteht man Maßnahmen, um der Inflation in einer Volkswirtschaft entgegen zu wirken. Disinflation bedeutet eine Verminderung der Inflation, also eine Verringerung der Geschwindigkeit des Preisanstiegs, und ist nicht zu verwechseln mit Deflation, also dem Sinken des Preisniveaus.

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Zur Inflationsbekämpfung kann der Staat verschiedene Maßnahmen ergreifen:

  • restriktive Ausgabenpolitik, z.B. durch Stundung von Kreditrückzahlungen bzw. der Zinsen auf Kredite
  • Senkung der Ausgaben für die öffentlichen Haushalte, z.B. indem Subventionen abgeschafft werden
  • Verzicht auf Geldschöpfung: Das spielt natürlich nur eine Rolle in Staaten, die Geldschöpfung zur Finanzierung der Staatsausgaben verwenden, was in der Europäischen Union (EU) kaum der Fall ist
  • eine ausländische Währung als offizielles Zahlungsmittel einsetzen – das wäre allerdings ein sehr drastischer Schritt

Auch die Zentralbanken haben Möglichkeiten, eine Inflation zu bekämpfen. Die wichtigste ist die Verringerung des nominalen Geldwachstums. Die Folge ist ein Rückgang sowohl des realen Geldmengenwachstums als auch des Produktionswachstums, was zu einer Verringerung der Inflationsrate aber auch zu einem Anstieg der Arbeitslosenquote führt.

 
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