Hedge-Fonds-Kredit

Hedge-Fonds-Kredite haben eine doppelte Bedeutung. Zum Einen bezeichnet man damit Darlehen, die Kapitalanlagegesellschaften zur Finanzierung der Hedge-Fonds bei Banken aufnehmen. Mit diesem Fremdkapital geht der Fonds dann seinen Geschäften nach.

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Zum Anderen können Hedge-Fonds-Kredite aber von den Gesellschaften selbst vergeben werden. Kreditnehmer sind häufig Unternehmen in wirtschaftlich schwierigen Phasen, die im Extremfall sogar kurz vor der Insolvenz stehen können. Bei normalen Banken erhalten diese Firmen keine Kredite mehr, weil den Instituten das Risiko zu hoch erscheint. Manche Hedge-Fonds haben sich jedoch auf solche Fälle spezialisiert. Sie analysieren das Potential eines von der Pleite bedrohten Unternehmens. Fällt die Prüfung positiv aus, vergeben sie Hedge-Fonds-Kredite, mit denen der Fortbestand der Firma erst einmal gesichert werden kann. Als Sicherheit und Gegenleistung zugleich erhalten die Hedge-Fonds in der Regel Firmenanteile. Gelingt die Sanierung und kommt der Betrieb wieder in die Erfolgsspur, steigt der Wert der Anteile. Die Gesellschaft kann seine Beteiligung dann mit Gewinn weiter verkaufen oder, gegen entsprechende Zahlung, an die Firma zurückgeben. Für Unternehmen, die in ihrer Existenz bedroht sind, können Hedge-Fonds-Kredite also die Rettung bedeuten, wenn Banken nicht mehr helfen wollen.

 
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