Santander kauft Wirecard-Kerngeschäft

News vom 21.11.2020

Spanische Bank greift in Deutschland zu

Die spanische Großbank Santander kauft das europäische Kerngeschäft von Wirecard – wohl für mehr als 100 Millionen Euro. Dazu gehören rund 500 Mitarbeiter, die Zahlungsabwicklungs-Plattform und die Technologie des insolventen Zahlungsdienstleisters. Diese sollen zukünftig unter der Dachmarke Getnet laufen.

Details zur Übernahme

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Ein Großteil der verbliebenen Wirecard-Mitarbeiter soll nun Teil des globalen Händlerservice-Teams von Santander werden. Zu dem Deal gehören auch die Mitarbeiter der Wirecard Bank AG. Das Institut selbst soll jedoch geordnet abgewickelt werden.

Der Standort Aschheim soll auch erhalten bleiben. Das gab Dr. Michael Jaffé, der Insolvenzverwalter der Wirecard AG, einen Tag vor der ersten Gläubigerversammlung bekannt. Allerdings muss die Aufsichtsbehörde noch zustimmen. Die Übernahme soll Ende des Jahres 2020 abgeschlossen werden.

Insolvenzverwalter Dr. jur. Michael Jaffé dazu:

"Besonders erfreulich ist, dass das Ergebnis den Mitarbeiter*innen wieder eine positive Perspektive bietet. Damit haben wir unser Ziel erreicht, eine bestmögliche Lösung für die Mitarbeiter*innen und die Gläubiger zu finden."

Wirecard hatte große Pläne

Wirecard hatte große Pläne. Mit Boon Planet hat das Unternehmen seit Anfang 2020 ein Girokonto mit 0,75 Prozent Guthabenzinsen angeboten. Kein anderes Institut in Deutschland konnte bei dieser Höhe mithalten – zurecht, wie sich im Nachhinein herausstellte.

Das ehemalige Dax-Unternehmen bot davor eigentlich primär sogenannte B2B-Lösungen, also Angebote für andere Unternehmen, an. Auf dem Privatkundenmarkt war Wirecard kaum vertreten gewesen. Der Dienst boon war vor allem bekannt geworden, weil er gleich zu Beginn zu den Partnern von Apple Pay und Google Pay gehörte. Über diesen Umweg konnten Verbraucher die Bezahldienste also nutzen, selbst wenn sie eigentlich keine passende Kreditkarte besaßen.

Zu Boon Planet hieß es noch Ende 2019:

"Mit boon Planet lässt sich in fünf Minuten ein vollumfassendes digitales Girokonto eröffnen, das der europäischen Einlagensicherung unterliegt. Nutzer haben einen kompletten Überblick über alle Finanzen und können mit ihrem Smartphone kontaktlos oder mit einer Karte überall dort bezahlen, wo Mastercard akzeptiert wird. Künftig werden weitere Dienstleistungen, wie intelligente Sparpläne, Echtzeit-Versicherungen, digitale Loyalty-Funktionen und Mobilitätsdienste integriert."

Santander in Deutschland

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Santander ist in Deutschland mit ihren knapp mehr als 3.000 Mitarbeitern im Privatkunden- und Firmenkunden-bereich tätig. Die Tochter der spanischen Banco Santander S.A. wurde am 20. August 1957 gegründet und hat ihren Sitz hierzulande in Mönchengladbach. Das Mutterunternehmen ist mit über 133 Millionen Kunden in mehr als 40 Ländern eine der größten Banken der Welt.

In Deutschland vertreibt Santander unter anderem die bekannte 1plus Visa Card. Mit dieser kostenlosen Kreditkarte können Inhaber in der Euro-Zone kostenlos bezahlen und sogar weltweit sogar vier Mal pro Monat Bargeld abheben. Sie ist eine der wenigen Karten, mit denen Kunden noch Reise- und Tankrabatt erhalten.

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Logos von Santander & Wirecard bei bezahlen.de: Santander, Wirecard, bezahlen.de
1plus Visa Card: Santander | bezahlen.de

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