Wash Sale

Wash Sales (dt.: Scheintransaktionen) sind im Börsenhandel getätigte Scheinverkäufe von Wertpapieren. Damit ist gemeint, dass man einen im Depot gehaltenen Vermögenswert an der Börse verkauft und diesen kurz darauf wieder zurückkauft, um steuerliche Vorteile zu erzielen.

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Wash Sales charakterisieren sich dadurch, dass der Wertpapierverkauf mit einem Verlust für den Verkäufer erfolgt. Dieser soll schließlich die steuerlichen Abzüge der Gewinne mindern, denn Verluste können mit Gewinnen aus Veräußerungsgeschäften innerhalb der angerechneten Periode verrechnet werden. Dadurch mindert sich die Steuerlast für den Anleger, ohne das dieser einen tatsächlich realisierten Verlust erzielte, denn er kauft die Papiere mit der Aussicht auf eine Wertsteigerung sofort nach Verkauf wieder zurück.

Beispiel:
Ein Anleger macht aus dem Verkauf einer Aktienanlage einen steuerpflichtigen Gewinn. Um die Steuerlast zu mindern, verkauft er einen anderen im Depot gehaltenen Vermögenswert mit Verlust und kauft diesen nach einer kurzen Zeit wieder zurück. Der Verlust kann mit dem Gewinn aufgerechnet werden und mindert dadurch die Steuerabzüge des Anlegers.

Der zurückgekaufte Wert ist in der Regel für eine langfristige Haltedauer geplant und diente nur kurzfristig zur Steuerbevorteilung.

Beim Finanzamt sind Wash Sales aber nicht gern gesehen und können sogar geahndet werden, da ein gestaltungsmissbrauch vorliegt. Der Anleger wollte lediglich Steuern sparen. Eine Rückverfolgung von Wash Sales ist allerdings sehr schwierig.

 
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