Steueroase

Steueroasen locken Vermögende und Leute mit hohem Einkommen an, weil sie wesentlich niedrigere Steuersätze erheben als andere Gebiete. Steueroasen sind auch als so genannte Offshore-Finanzplätze bekannt.

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Größtenteils handelt es sich bei besonders kleinen Ländern oder Inseln um Steueroasen, in denen äußerst niedrige Steuersätze vorzufinden sind. Im Verhältnis zu den dort statt findenden Transaktionen finanzieller Natur und dem dort vorhandenen Kapital finden dort extrem wenige Wirtschaftsaktivitäten statt. Viele Briefkastenfirmen lassen sich dort nieder. Ausländisches Kapital wird durch ein gut gehütetes Bankgeheimnis, niedrige Steuersätze und eine sehr liberale Wirtschaftspolitik angezogen. Die Sicherheit des angelegten Kapitals wird durch eine politische Stabilität gewährleistet.

Viele Prominente haben bereits durch Verlagerung ihres Wohnsitzes eine Menge Steuern gespart. Unternehmen können ihre anfallenden Gewinne verschieben, indem sie z. B. eine Tochterfirma in einer Steueroase gründen. Es wird geschätzt, dass etwa zehn Prozent des weltweiten Vermögens in Steueroasen verwaltet wird. Als Beispiel für eine wahre Steueroase mit einer großen Anzahl an Briefkastenfirmen gilt die Insel Vanuatu. Luxemburg hingegen hat sich als größtes Zentrum von Privatbanken in ganz Europa etabliert. Auch die Bermudas gelten als komplexer Standort. Dort haben sich viele Rückversicherer angesiedelt.

Steueroasen seit der Finanzkrise ab 2007

In Folge der Finanzkrise ab 2007 haben zahlreiche Staaten Maßnahmen ergriffen, um Steueroasen auszutrocknen. So wurden viele frühere Steueroasen dazu gezwungen, Daten über Anleger herauszugeben, die dadurch etwa der Steuerhinterziehung überführt werden konnten. Zudem haben Ermittlungen gegen sogenannte Briefkastenfirmen begonnen, um Steueroasen weniger attraktiv zu machen. Besonders die Steueroasen innerhalb von Europas, etwa Luxemburg, die Schweiz oder Liechtenstein, mussten sich mit neuen Regularien herumschlagen.

 
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