Risikoneigung

Mit dem Begriff „Risikoneigung“ bezeichnet man das Maß an Bereitschaft von Marktteilnehmern, gewisse Risiken einzugehen, um dementsprechend auch einen höheren Erfolg verbuchen zu können. Die Abgrenzung der Risikoneigung ist vor Allem im Finanzwesen von großer Bedeutung, da ein Kunde bei seiner zukünftigen Finanzanlage stets seine eigenen Erwartungen und Markteinstellungen berücksichtigen muss.

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Grundsätzlich gilt: Ein höheres Risiko birgt enorme Verlustgefahren, aber auch zunehmende Gewinnchancen.

Demnach kann eine stärkere Risikobereitschaft auch zu erhöhten Ertragserfolgen führen, wobei sich der Ableger stets den Gefahren bewusst sein muss. Bei der Risikoneigung differenziert man generell die folgenden 3 Grundformen:

1. Risikoabneigung
-> auch als konservativ (ertragsorientiert) bezeichnet
Ein Anleger geht keine Risiken ein. Er bewegt sich mit seinen Kapitalanlagen stets auf der sicheren Seite und vermeidet dadurch entsprechende Verluste, denn seine Priorität liegt in der Substanzerhaltung. Allerdings muss er auch mit Ertragseinbußen rechnen.

2. Risikoindifferenz
-> auch als risikobewusst (wachstumsorientiert) bezeichnet
Die Risikobereitschaft eines solchen Anlegers liegt im Mittelfeld, d.h. sie ist begrenzt. Er ist bereit, ein gewisses Risiko einzugehen, wenn ihm daraus auch entsprechende Ertragschancen entstehen. Allerdings möchte er seine Risikobereitschaft nicht zu stark ausreizen.

3. Risikozuneigung
-> auch als spekulativ (chancenorientiert) bezeichnet
Bei diesen Anlegern ist die Risikobereitschaft stark ausgeprägt. Sie sind bereit, ihr Kapital in risikoreiche Anlagen (z.B. Aktien) zu investieren und dadurch bewusst die Gefahr des Totalverlustes einzugehen. Allerdings haben Investoren mit einer Risikozuneigung auch überdurchschnittliche Gewinn- bzw. Ertragschancen.

 
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