Refinanzierungsrisiko

Das Refinanzierungsrisiko gehört im weitesten Sinne zum Liquiditätsrisiko und meint die Gefahr, zusätzliche Refinanzierungsmittel (Liquiditätsmittel) nicht oder nur zu erhöhten Marktzinsen beschaffen zu können. Es zählt zu den typischen Risiken bei Finanzinstituten.

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Grundsätzlich kann das Refinanzierungsrisiko auch in den Bereich der Marktpreisrisiken eingeordnet werden, da bei Veränderungen der allgemeinen Marktpreise auch die Refinanzierungskosten steigen und somit das Risiko gegeben ist, keine oder unzureichende bzw. überteuerte Mittel zum Liquiditätsausgleich heranzuschaffen.

Hauptursache für das Refinanzierungsrisiko ist aber die Kapitalbindungsfrist. Das bedeutet, dass Banken Kredite bzw. Aktivwerte längerfristig ausgeben und diese aber überwiegend mit kurz- bis mittelfristigen Einlagen decken. Daher ist das Risiko gegeben, dass die Anschlussfinanzierung nicht erfolgt.

Vereinfachtes Beispiel:
Ausgabe eines Kredites mit einer Laufzeit von 5 Jahren
-> Hereinnahme von Einlagen mit einer Laufzeit von 3 Jahren

Die restlichen zwei Jahre des noch ausstehenden Darlehens müssen ebenfalls gedeckt werden, indem weitere Einlagen dazu genommen werden. Hier besteht aber das Risiko, dass diese Einlagen eben fehlen und somit das Darlehen nicht vollständig refinanziert werden kann.

Genauer betrachtet kann man das Refinanzierungsrisiko im eigentlichen Sinne durch zwei zusätzliche Unterkategorien ergänzen:

1. Terminrisiko

= Zahlungen erfolgen nicht bzw. nicht termingerecht, sodass es Verzögerungen bei der Refinanzierung gibt

2. Abrufrisiko

= Einlagen, die zur Deckung von Forderungen dienen, werden frühzeitig von den Kunden verfügt oder gekündigt, sodass sie für die eigentliche Deckung nicht mehr herangezogen werden können

 
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