Offshore-Banking

Der Ausdruck „Offshore-Banking“ bedeutet die Abwicklung von internationalen Bank- und Geldgeschäften außerhalb des Währungsgebietes des Landes, in dem die Geschäfte getätigt bzw. abgeschlossen werden/ wurden. Dazu zählt gleichfalls die Verwaltung des Vermögens im Ausland.

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Deutschland-Kreditkarte auf Bezahlen.de

Mögliche Gründe für die Auslagerung der Finanzgeschäfte ins Ausland, das heißt an sogenannte Offshore-Finanzplätze, können sein:

- Steuervorteile (niedrige bis keine Steuern)
- geringes Regulierungsmaß
- kaum gesetzliche Beschränkungen
- intensives bis ausreichendes Bankgeheimnis
- Rechtssicherheit
- fehlende Korruption
- politische und wirtschaftliche Stabilität
- geringere bis keine Kosten/ Gebühren
etc.


Offshore-Finanzplätze werden auch als Steueroasen bezeichnet. Die dortigen Bankinstitute pflegen besonders Geschäftsbeziehungen zum Ausland und sie operieren mit auffällig hohen Anlagesummen.

Offshore-Banking wird vor allem auf kleineren Inseln betrieben. Dabei hat aktuell der Begriff „offshore“ immer weniger mit der geographische Lage – also außerhalb des Küstengewässers liegend – zu tun, vielmehr ist er eher im juristischen Sinn so zu verstehen, dass sich Offshore-Banking immer mehr außerhalb der allgemeinen Rechtsnormen bewegt.

Offshore Banking im 21. Jahrhundert

Offshore-Finanzplätze und Offshore Funds haben sich in den letzten Jahren immer mehr zu einem Zentrum der Kritik entwickelt. Immer mehr Staaten versuchen, besonders seit der globalen Finanzkrise, gegen Steuerhinterziehung sowie Steuervermeidung vorzugehen. Viele sogenannte Offshore-Finanzplätze haben sich seitdem zu einer Zusammenarbeit mit Behörden aus anderen Ländern bereiterklärt. Das Offshore Banking ist seitdem deutlich zurückgegangen. Besonders global agierende Banken sorgen sich um ihre Reputation und haben ihre Aktivitäten stark zurückgefahren.

 
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