Multi-jurisdictional Disclosure System (MJDS)

Das Multi-jurisdictional Disclosure System, kurz MJDS, ist ein kanadisch-amerikanisches System, das am 30. August 1990 durch die amerikanischen Börsenaufsichtsbehörden, genauer gesagt der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC), und den kanadischen Wertpapieraufsichtsbehörden eingeführt wurde. Das Ziel war die Erleichterung des Zugangs kanadischer Emittenten zu den amerikanischen Kapitalmärkten und umgekehrt.

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Das MJDS verminderte die indirekten Hemmnisse für Investoren und Emittenten durch die Erleichterung der Berichterstattung und Offenlegungspflichten hinsichtlich grenzüberschreitender Transaktionen. Unter Anderem werden …

… Anlagepapiere,
… Dividendenpapiere bestimmter großer kanadischer Emittenten,
Aktienangebote,
… Wechsel und
… Unternehmenszusammenschlüsse

über die SEC im Multi-jurisdictional Disclosure System gelistet. Kanadische Emittenten, die eine Art Eignungstest durchlaufen müssen, können die entsprechenden Angebote durch Offenlegungsdokumente, die sie bereits für die kanadischen Aufsichtsbehörden haben anfertigen müssen, registrieren lassen.

Um im MJDS registriert werden zu können, müssen sowohl die kanadischen als auch die US-amerikanischen Emittenten gewisse Voraussetzungen erfüllen, die im Regelwerk dieses Systems genauer erläutert werden. Unter Anderem muss ein entsprechendes Prospekt angefertigt werden, das in beiden Ländern zugänglich ist.

 
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