Mittelstand

Als den Mittelstand definierte man früher eine gesellschaftliche Schicht, die – gemessen an Merkmalen wie Einkommen, Vermögen oder Beruf – eine mittlere Stellung in der Gesellschaft einnahm (Bürgertum). Heutzutage spricht man vom Mittelstand, wenn man kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) meint. Hier zählen sowohl Unternehmen aus den Wirtschaftssektoren Industrie, Handwerk, Handel, als auch aus dem Dienstleistungsbereich sowie den Freien Berufen (z. B. Architekten, Steuerberater etc.) hinzu.

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Das Institut für Mittelstandsforschung Bonn (IfM) ordnet zu den kleinen Unternehmen alle Betriebe bis zu 9 Beschäftigte bzw. mit einem Jahresumsatz von weniger als 1 Million Euro. Der Sektor der mittleren Unternehmen umfasst hingegen alle Betriebe mit 10 bis 499 Beschäftigte bzw. einem Jahresumsatz von 1 Million bis unter 50 Millionen Euro. Folglich kann man sagen, dass sich der Mittelstand (und gleichzeitig die KMU) nach dieser Definition aus allen Unternehmen mit weniger als 500 Beschäftigten oder einem Jahresumsatz von weniger als 50 Millionen Euro zusammensetzt. Darunter befinden sich die unternehmen jeder Branche sowie Handwerksbetriebe und die Freien Berufe.

Die KfW Bankengruppe (Kreditanstalt für Wiederaufbau) hingegen definiert mittelständische Unternehmen als jene Betriebe, die einen Jahresumsatz von weniger als 500 Millionen Euro aufweisen. Alle anderen Betriebe zählen zu den Großunternehmen.

Der Mittelstand macht den Großteil aller umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen in Deutschland aus. Üblicherweise sind hier auch die meisten sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten angestellt und die überwiegende Zahl der Lehrlinge wird hier ausgebildet. Charakteristisch für den Mittelstand ist, dass es sich vor Allem um Familienunternehmen handelt und die Leitung üblicherweise in einer Hand liegt.

 
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