Liquiditätspolitik

Unter die Liquiditätspolitik fallen alle Maßnahmen der Zentralbank, die geeignet sind, dem Bankensystem ihr Monopolgeld zuzuführen oder zu entziehen. Ziel derartiger Geldmarktoperationen ist es, den zwischenzeitlich beeinträchtigt agierenden Markt in eine Waagestellung zurückzubringen.

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Das Verhältnis von Angebot und Nachfrage nach Geld darf keine störende Diskrepanz aufweisen. Vor Allem das Einschießen von Liquidität steht hier im Vordergrund.

Die Aktivitäten einer Zentralbank dienen nicht zur Behebung problematischer Angelegenheiten der Geschäftsbanken, insbesondere sollen sie Kreditinstitute nicht vor Insolvenzen schützen. Darum erfolgen die Liquiditätszuteilungen stets in einem normalen Tenderverfahren. Außerdem sollten die einzelnen, jeweilig angewandten Instrumente der Liquiditätspolitik für sich allein betrachtet werden. Sie stehen nicht unmittelbar in Zusammenhang mit dem Kernziel der Zentralbank:

Der Aufrechterhaltung der Kaufkraft des Geldes

Fundamentale Schwierigkeiten im Geldmarkt können auch durch gezielte Fiskalmaßnahmen nicht behoben werden. Die Zentralbank hat besonders in wirtschaftlich kritischen Phasen die Möglichkeit, durch Sicherstellung der Preisstabilität ein Klima zu schaffen, welches einen festen Halt und Vertrauen in die Zukunft verspricht. Dies gilt als eines der maßgeblichen Grundlagen einer funktionsfähigen Volkswirtschaft - sowohl im ökonomischen als auch im gesellschaftlichen Sinne.

Die Liquiditätspolitik wird vorrangig durch die Banken und Märkte umgesetzt und sichert so einen ungestörten Zahlungsverkehr. Sie muss dabei von einer darauf abgestimmten Finanzpolitik begleitet werden.

 
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