Kurzsichtigkeit

Die Kurzsichtigkeit beschreibt das Verhalten vieler Anleger auf dem Aktienmarkt, dass erst kürzlich gemachte Erfahrungen auch auf die Zukunft projiziert werden. Daneben werden länger zurückliegende Erkenntnisse verdrängt oder gar vergessen.

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Nach einer anhaltenden Phase steigender Kurse wird dieser Trend folglich auch weiterhin erwartet und ein Umschwung auf fallende Börsenwerte nicht in Erwägung gezogen. Dasselbe gilt im umgekehrten Falle: Bei lange sinkenden Notierungen wird nicht mit einer Trendwende gerechnet, obwohl langfristige Empirien einen ständigen Wechsel der Kursschwankungen beweisen. Bei dann plötzlich fallenden Kursen neigen Anleger schnell zu übereilten Panikverkäufen.

Diese Kurzsichtigkeit in der Börsenstrategie führt oft zu Verlusten, weil die Gewinne des wieder folgenden Aufschwungs nicht mitgenommen werden können. Langfristiges und konstantes Anlageverhalten ist häufig erfolgreicher als kurzfristiges Reagieren auf jede Finanzmarktveränderung. Über perspektivisches Betrachten der Börsensituation werden viel mehr die großen Trends fokussiert, die einen stärkeren Einfluss auf die Aktienkurse haben als kurzzeitige Preisschwankungen.

Versierte Anlageprofis machen sich immer wieder die Kurzsichtigkeit anderer zu Nutze. Sie kaufen etwa Aktien aus Panikverkäufen günstig auf, weil sie diese langfristig für gewinnträchtig erachten. Andrerseits kann eine auf Kurzsichtigkeit beruhende Markteuphorie für bestimmte Wertpapiere zu steigenden Kursen führen, woraufhin die Experten ihre vom Markt überbewerteten Anlagen verkaufen und einen erheblichen Profit einstreichen.

 
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