Kreditqualität

Eine positive Kreditqualität bemisst sich nach der guten Bonität der Kreditnehmer und einer geringen Ausfallwahrscheinlichkeit. Auf den internationalen Unternehmensanleihemärkten (Unternehmen = Schuldner) ist eine gute Kreditqualität ein wichtiger Vorteil.

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Unternehmensanleihen tragen ein wesentlich höheres Ausfallrisiko als Staatsanleihen, die in der Regel als ausfallrisikofrei bewertet werden. Ratingagenturen schätzen die zukünftige Schuldentilgungsfähigkeit der Unternehmen (= Kreditnehmer) ein. Anleger (= Kreditgeber) erwarten für ein höheres Risiko bei Unternehmensanleihen eine zusätzliche Verzinsung in Form einer Risikoprämie, den sogenannten Credit Spread. Umso niedriger die Kreditqualität des emittierenden Unternehmens im Rating bewertet wurde, desto höher wird folglich die Risikoprämien-Forderung des Anlegers ausfallen.

Die Finanzstabilität einer Volkswirtschaft ist stark von der allgemeinen Kreditqualität und der Risikolage abhängig. Das Ausmaß der Risikolage lässt sich durch verbessertes Risikomanagement der Banken steuern, indem sie die Risiken im eigenen Kreditportfolio gezielt reduzieren.

Die Kreditqualität des gesamten Kreditwesens ist entscheidend von den Darlehensentwicklungen in wichtigen Sektoren der Finanzwirtschaft abhängig. Ist die Qualitätseinstufung bei Großunternehmen hoch, im Mittelstandsbereich und bei Privathaushalten stabil, so ist die Gesamtrisikolage gut. Die wirkt sich in der Folge positiv auf die Ertragslage in der Kreditwirtschaft aus und steigert die Finanzstabilität eines Landes. Unsichere Faktoren wie Rohstoff-Preisrisiken dagegen hemmen die Prognosen für zukünftige Qualitätsbewertungen.

Die Kreditqualität einer Volkswirtschaft unterliegt ähnlich wie die Konjunktur wiederholend zyklischen Wenden.

 
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