Kreditinstitut, grenzüberschreitend tätiges

Ein grenzüberschreitend tätiges Kreditinstitut, auch Global Player oder multi-nationales Unternehmen bezeichnet, ist eine Bank, die ihr monetäres Betätigungsfeld nicht nur auf ein Land beschränkt, sondern international agiert und auch Filialen im Ausland unterhält.

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Einer der wichtigsten Gründe dafür liegt in der langfristigen Bindung von Kapital aus anderen Nationen. In finanzwirtschaftlich schweren Perioden suchen viele Kreditinstitute weitere Finanzplätze für Geldgeschäfte. Der wirtschaftliche Erfolg hängt maßgeblich von der richtigen Standortwahl ab.

Die Verlagerung von Unternehmensteilen ins Ausland bildet dabei einen deutlichen Vorteil. Je nach betrieblicher Ausrichtung der grenzüberschreitend tätigen Kreditinstitute werden die internationalen Standorte unterschiedlich gewichtet, so dass es verschiedene Gründe für eine Auslandsansiedlung gibt. Aufsteigende und florierende Nationen werden von der bankbetrieblichen Unternehmenspolitik als Ziele bevorzugt gewählt, weil dort die Gewinnaussichten profitabler erscheinen. Als Reaktion auf die Grenzfreiheit und das wirtschaftliche Zusammenrücken innerhalb Europas forcieren grenzüberschreitend tätige Kreditinstitute die Errichtung von Auslandsstützpunkten. Infolge der Globalisierung steigt gleichzeitig die Zahl von Bankfilialen an allen wichtigen Finanzplätzen der Erde. Multinationale Geldinstitute erhöhten in den vergangenen Jahren ihre Auslandsexpansion stetig. Immer mehr Banken nutzen die Möglichkeiten, die der internationale Geldmarkt bietet und erweitern ihre Geschäftsfelder weltweit.

Der vorwiegend für Wirtschaftskonzerne verwendete Begriff der „Global Player“ trifft zunehmend auch auf weltweit agierende und kapitalstarke Finanzunternehmen zu. Nachteil dieser Vernetzung sind weltweite Auswirkungen von Finanzmarktkrisen oder Spekulationsfehlern einiger Banken.

 
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