Kontenscreening

Das Kontenscreening, auch Konten-Screening geschrieben, (dt. auch Kontoüberprüfung) gehört zu den Pflichten eines Kreditinstitutes im Sinne des Kreditwesengesetzes (KWG) und meint die Einrichtung eines internen Research-Systems.

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Dabei hat jedes Kreditinstitut die Pflicht, angemessene, geschäfts- und kundenbezogene Sicherungssysteme einzurichten, die sich auf die Bekämpfung von

- Gelwäsche und
- Finanzbetrug


spezialisiert haben. Je nach Risiko- und Gefährdungspotenzial des einzelnen Kreditinstitutes variiert auch der Umfang eines entsprechenden Research-Systems. Deshalb muss vorher eine individuelle Gefährdungsanalyse vorgenommen werden.

Im Rahmen des Kontenscreenings haben die Institute des Weiteren die Pflicht, verdächtige und auffällige Kunden- und Kontenbeziehungen genauer zu beobachten und weiter zu verfolgen. Wenn nötig, sollten auch entsprechende Verdachtsmeldungen ausgelöst werden. Diese Tätigkeiten sind speziell im Hinblick auf Geldwäsche und Finanzierung terroristischer Vereinigungen durchzuführen.

Illegale Zahlungsströme sollen dabei auch im Massenzahlungsverkehr entdeckt werden, und zwar dank einer automatisierten Überprüfung. Welche Kriterien die Banken bei der Prüfung zur Anwendung bringen, bleibt den Instituten selbst überlassen. Allerdings hat das Finanzministerium der Finanzbranche umfangreiche Informationen darüber zur Verfügung gestellt, wie sich typische Muster von Geldwäsche erkennen lassen.

Neben dem allgemeinen Kontenscreening gibt es auch die Möglichkeit zur zielgerichteten Überprüfung von Kontoverbindungen. Das soll den Behörden allerdings nur dann erlaubt sein, wenn es einen konkreten Anlass für Ermittlungen gibt, etwa den Verdacht auf eine Straftat. Ist ein Kontenscreening erfolgt, muss der Inhaber des Kontos nicht informiert werden. Die Möglichkeit zur detaillierten Abfrage von einzelnen Transaktionen soll den Ermittlungsbehörden verwehrt bleiben.

 
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