Inflation-Wachstum-Beziehung

Die Inflation-Wachstum-Beziehung beschreibt eine Faustregel, nach der zwischen der Preissteigerungsrate und dem jährlichen Wachstum einer Volkswirtschaft ein Zusammenhang besteht.

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Wirtschaftswissenschaftler gehen davon aus, dass eine Inflation in Höhe von zehn Prozent zu einem halben Prozentpunkt weniger Wirtschaftswachstum führt. Bereits ab einer Inflationsrate oberhalb von fünf Prozent spricht man von schwerer Inflation. Bis zu fünf Prozent gelten hingegen als leichte Inflation.

Da die Wirkung der Inflation-Wachstum-Beziehung bekannt ist, haben sowohl Regierungen als auch Notenbanken ein Interesse daran, die Inflation in ihren jeweiligen Bereichen zu begrenzen. Im Euroraum ist für die Geldpolitik die Europäische Zentralbank (EZB), zuständig. Mit Blick auf die Inflation-Wachstum-Beziehung muss die EZB ihre Maßnahmen fein dosieren, weil ansonsten der gewünschte Effekt ins Gegenteil verkehrt werden könnte.

Inflation-Wachstum-Beziehung seit der Finanzkrise

Die Inflation-Wachstum-Beziehung ist seit der Finanzkrise ab 2007 ein wenig aus dem Ruder geraten. Trotz expansiver Geldpolitik ist die Inflation so niedrig wie lange nicht mehr. Zusätzliches Wachstum wird durch die expansive Geldpolitik zwar erzielt, zu einem gleichzeitigen Anstieg der Inflationsrate kommt es aber nicht. Dieser Effekt ist wirtschaftswissenschaftlich bislang nicht vollends erforscht.

 
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