Iceberg Order

Wenn der wahre Umfang eines Kauf- oder Verkaufauftrages an der Computerbörse für andere Marktteilnehmer nicht ersichtlich ist, so spricht man von einer Iceberg Order. Der Name rührt daher, dass nicht das gesamte Volumen des Geschäftes sichtbar ist, sondern nur ein kleiner Teil, die der Spitze eines Eisbergs gleicht.

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Das Instrument der Iceberg Order wird dann eingesetzt, wenn sehr große Transaktionen durchgeführt werden sollen, beispielsweise wenn institutionelle Anleger wie Banken oder Versicherungen größere Aktienbestände entweder kaufen oder verkaufen wollen. Sollen etwa 200.000 Papiere eines Unternehmens verkauft werden, dann wird die Gesamtzahl der Aktien aufgesplittet zum Beispiel in zehn Tranchen zu je 20.000 Stück. Es werden nun die ersten 20.000 Aktien an der Börse verkauft. Und erst nachdem dieser Teil der Transaktion abgeschlossen ist, erfolgt die nächste Verkaufsorder über weitere 20.000 Aktien.

Die Iceberg Orders dienen in einem solchen Fall dazu, den Markt vor Überreaktionen zu bewahren. Der Verkauf von 200.000 Aktien auf einen Schlag könnte einen größeren Kursrückgang zur Folge haben, während die Abgabe der Papiere Stück für Stück vom Markt in aller Regel gelassener aufgenommen wird.

Umgekehrt kann das Instrument der Iceberg Order auch beim geplanten Kauf größerer Aktienpakete sinnvoll sein. Die Nachfrage nach den Papieren steigt dann nicht so sprunghaft an wie der Platzierung eines sehr großen Kaufauftrages. Der Kurs entwickelt sich entsprechend moderater nach oben. So kann der institutionelle Anleger die Aktien im Durchschnitt zu einem günstigeren Kurs erwerben.

 
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