High-Risk Countries

Als High-Risk Countries bezeichnet man Länder, die sich der internationalen Zusammenarbeit zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung widersetzen.

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In Deutschland ist für präventive Maßnahmen gegen Geldwäsche die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zuständig. Sie hält in regelmäßigen Rundschreiben die Unternehmen der Kreditwirtschaft dazu an, die vereinbarten Sicherungsmaßnahmen umzusetzen und interne Prüfmechanismen zu installieren. Mit ihnen sollen verdächtige Transaktionen identifiziert werden, die Ausführung kann dann gegebenenfalls gestoppt werden. Die Banken bekommen außerdem Zugriff auf eine laufend aktualisierte Liste so genannter High-Risk Countries, die auch als nicht-kooperierende Staaten qualifiziert werden.

Banken, die mit Geldinstituten aus den auf der Liste verzeichneten Ländern kooperieren oder in den betreffenden Staaten direkt Kunden betreuen, werden von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zu besonderer Wachsamkeit angehalten.

Transaktionen mit Personen aus den High-Risk Countries sollen stärker kontrolliert werden. Zu diesem Zweck sollen Mitarbeiter für die Probleme sensibilisiert und gesondert geschult werden. Außerdem fordert die Aufsichtsbehörde, dass die Banken die Geschäfte mit Partnern aus diesen Regionen so dokumentieren, dass Zahlungsströme jederzeit nachvollzogen werden können.

Die nicht-kooperierenden Länder haben ihrerseits selbst die Möglichkeit, Defizite bei der Bekämpfung der Geldwäsche auszuräumen und die internationale Kooperation zu verbessern.

 
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