Hawala

Hawala ist der Name eines ursprünglich arabischen Finanzsystems, das im 14. Jahrhundert entstand und bis heute in abgewandelter Form als Avalkredit von Bedeutung ist. Die Grundlage des Hawala-Systems bildet das gegenseitige Vertrauen der Handelspartner.

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Das Ziel besteht in der raschen Überweisung von Bargeld. Wer eine bestimmte Summe transferieren will, der übergibt sie dem Händler (Hawaladar genannt). Dieser steht in Kontakt zu einem weiteren Hawaladar an dem Ort, an dem der gewünschte Empfänger des Geldes sich befindet. Dieser Hawaladar rechnet das transferierte Geld in die jeweilige Landeswährung um. Der Wechselkurs, der dabei zu Grunde gelegt wird, ist in der Regel deutlich günstiger als bei den Banken. Das wird dadurch möglich, dass sich die Händler mit einer vergleichsweise niedrigen Provision begnügen. Der Hawaladar zahlt das Geld an den Empfänger aus, wobei ein Codewort zum Einsatz kommt. Dieses wurde zwischen dem Absender und dem Empfänger des Geldes vereinbart. Der erste Händler hat nun Schulden bei dem zweiten Händler, die dem Wert des gewechselten Geldes entsprechen. Da die Hawaladar regelmäßig miteinander zu tun haben, werden die Verbindlichkeiten nicht unmittelbar beglichen, sondern mit zukünftigen Geschäften verrechnet. Der Ausgleich der Schulden muss dabei nicht durch Bargeld erfolgen und auch der Eintausch von Wertgegenständen wie Schmuck oder Gold ist möglich.

 
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